Olympische Spiele CHIO Aachen Ab Freitag Topsport in der Soers Aachen (fn-press). Am kommenden Freitag beginnt der CHIO, der "erstmals seit über 40 Jahren", so Klaus Pavel, Vorsitzender des ALRV-Aufsichtsrats, "über zehn Tage und über zwei Wochenenden andauert". Vom 27. Juni bis 6. Juli werden die weltweit besten Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsreiter, Fahrer und Voltigierer mit ihren Pferden in der Soers am Start erwartet. Längst wurde das 200.000 Ticket verkauft und im Fernsehen wird es 95 Stunden Sport zu sehen geben. Der Etat des CHIO Aachen liegt bei 10,3 Millionen Euro, die Gesamtdotierung bei 1,67 Millionen Euro. So konnte Turnierdirektor Frank Kemperman ein hochklassiges Teilnehmerfeld ankündigen. Insgesamt kommen in den fünf Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren 473 Pferde und fast 300 Sportler aus 26 Nationen. "Darunter die absolute Weltspitze", sagte Kemperman. "Denn viele Nationen wollen hier ihre Teams für die Olympischen Spiele nominieren." Im Springen zählen die Deutschen um Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), Ludger Beerbaum (Hörstel), Christian Ahlmann (Marl), Heinrich-Hermann Engemann (Bissendorf) und Marco Kutscher (Hörstel) zu den Mitfavoriten. Ob als Team im Nationenpreis unter Flutlicht (Donnerstag, 3. Juli, 19 Uhr) oder Großen Preis von Aachen (Sonntag, 6. Juli, 12.30 Uhr). Bundestrainer Kurt Gravemeier (Sendenhorst) blickte bereits zuversichtlich auf die Wettkämpfe: "Unsere Mannschaft hat eine sehr konstante Form. Natürlich hoffen wir, hier zuhause in Aachen wieder zu gewinnen." Auch für deutschen Top-Dressurreiter geht es in Aachen um die Qualifikation für eines der drei Tickets für Olympia. Ein vorolympisches Kräftemessen mit den "Dauerkonkurrenten" aus den Niederlanden wird es jedoch nicht geben. Wenige Wochen vor Hongkong geht die niederländische Equipe den Deutschen beim CHIO aus dem Weg. "Das ist die typische Dressurpolitik", meinte Kemperman über seine niederländischen Landsleute. Zu den Höhepunkten des CHIO Aachen 2008 gehören weiterhin die Nationenpreise der Voltigierer, die am ersten CHIO-Wochenende ihren Auftritt haben, sowie der Vierspännerfahrer und Vielseitigkeitsreiter, deren Geländeprüfung am Samstag, 5. Juli, ab 9 Uhr auf den Wiesen der Soers stattfindet. Wie für Dressur- und Springreiter geht es auch für die deutschen "Buschreiter" um die Nominierung für Hongkong. Zwar hat der Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) nach Luhmühlen bereits eine Richtung vorgegeben, die endgültige Entscheidung fällt allerdings erst in Aachen. Im Rahmenprogramm des CHIO wird sich derweil das diesjährige Partnerland Russland präsentieren, unter anderem beim Soerser Sonntag (Sonntag, 29. Juni, 13 Uhr) oder in der offiziellen Eröffnungsfeier am Dienstag, 1. Juli (17 Uhr). In einer Weltpremiere wird die deutsche "Reitnationalmannschaft" ihren Song für Olympia in einer Weltpremiere präsentieren: "Die Goldenen Reiter" zusammen mit Joachim Witt. AlrV/Hb Weitere Informationen unter » www.chioaachen.de, Tickethotline 0241/17-1111. Longlist für Olympische Spiele aufgestellt Luhmühlen (fn-press). Im Anschluss an die internationale Drei-Sterne-Kurzprüfung (CIC***) in Luhmühlen hat der Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) die Longlist für die Olympischen Spiele aufgestellt. Die endgültige Entscheidung fällt nach der letzten Olympiasichtung im Rahmen des CHIO Aachen (1. bis 6. Juli): In die erste Gruppe wurden nominiert (alphabetisch): Bettina Hoy (Gatcombe/GBR) mit Ringwood Cockatoo, Ingrid Klimke (Münster) mit FRH Butts Abraxxas, Frank Ostholt (Warendorf) mit Mr. Medicott, Hinrich Romeike (Nübbel) mit Marius Voigt-Logistic und Peter Thomsen (Lindewitt) mit The Ghost of Hamish. Als erste Reserve wurden gleichrangig drei Paare nominiert (alphabetisch): Andreas Dibowski (Egestorf) mit Euroridings Butts Leon, Dirk Schrade (Warendorf) mit Huskey und Anna Warnecke (Osnabrück) mit Twinkle Bee. Ebenfalls in diese Gruppe gehört Frank Ostholts Pferd Little Paint (vorbehaltlich des Ergebnisses im Springen des CCI****). Als zweite Reserve wurde Beeke Kaack (Schmalensee) mit Sinjang nominiert. Die deutschen Farben im Nationenpreis des CHIO Aachen werden die Mannschaftsweltmeister Bettina Hoy mit Ringwood Cockatoo, Ingrid Klimke mit FRH Butts Abraxxas, Frank Ostholt mit Mr. Medicott und Hinrich Romeike mit Marius Voigt Logistic vertreten. Hb Deutsche Springreiter-Mannschaft für CHIO Aachen benannt Warendorf (fn-press). Kurt Gravemeier (Sendenhorst), Bundestrainer der deutschen Springreiter, hat die Mannschaft für den CHIO in Aachen benannt. Für das deutsche Team sind folgende Paare nominiert: Christian Ahlmann (Marl) mit Cöster, Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit All inclusive NRW und Coupe de Coeur, Heinrich Hermann Engemann (Bissendorf) mit Aboyeur W, Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Cornet Obolensky und Montender sowie Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) mit Shutterfly und Checkmate. dp Olympia-Song der deutschen Reit-Nationalmannschaft "Wir sind die Goldenen Reiter" Hamburg. Im bekannten Hamburger Tonstudio Boogie Park, in dem zuletzt auch das aktuelle Album von Udo Lindenberg produziert wurde, trafen sich Mitte Mai zahlreiche Nationalmannschafts-Reiter der Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit, um gemeinsam mit Frontsänger Joachim Witt den Song "Wir sind die Goldenen Reiter" aus den 80er Jahren neu aufzunehmen. Der nicht nur zu Zeiten der Neuen Deutschen Welle sehr erfolgreiche Ohrwurm wurde auf die Olympischen Spiele 2008 umgetextet und beschreibt den Weg der Nationalmannschaft nach China. Parallel wurde ein Musikvideo produziert, in dem Aufnahmen aus dem Tonstudio sowie sportliche Szenen zu sehen sind. "Der Titel des Songs passt gut zu uns und unseren Erfolgen in den letzten Jahren. Der Song schweißt die Nationalmannschaft komplett zusammen und motiviert zusätzlich für die Olympischen Spiele", erzählt Dressurreiterin und Olympiasiegerin Nadine Capellmann. "Es hat uns Reitern mächtig Spaß gemacht, gemeinsam mit Joachim Witt den Song neu aufzunehmen. Es war eine völlig neue Erfahrung," erzählt Vielseitigkeitsreiterin Bettina Hoy. Allen Reitern war der Song im Vorfeld bekannt. Insgesamt sangen 13 Reiter und zwei Bundestrainer den Refrain des Liedes, und dies laut Joachim Witt außerordentlich gut. "Eine schöne Idee. Ich war am Anfang etwas skeptisch, da ich so etwas in der Richtung noch nie gemacht habe. Umso mehr war ich dann überrascht, wie gut die Reiter singen können", freute sich Witt über die gelungenen Aufnahmen. "Für mich war es zudem eine tolle Erfahrung, die Reiter persönlich kennen zu lernen. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so locker drauf sind. Im Studio herrschte eine richtig ausgelassene Stimmung." "Wir hoffen, mit dem Song viele sportbegeisterte Menschen zum Mitsingen zu animieren. Der Song hat vielleicht das Potenzial, zu einem echten Ohrwurm der Olympischen Spielen 2008 zu werden", glaubt Springreiter Marco Kutscher. Am 1. Juli werden der Song und das Video erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen der Eröffnungsfeier des CHIO in Aachen werden Joachim Witt und einige der Reiter vor knapp 40.000 Zuschauern im Stadion gegen 17.40 Uhr den Song singen. "Da der WDR die Eröffnungsfeier ab 17.00 Uhr live überträgt, können auch viele Zuschauer und Reitsportbegeisterte, die nicht in Aachen vor Ort sind, den Song sehen und hören", freut sich der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Breido Graf zu Rantzau. In Aachen selbst wird die CD ab dem 1. Juli beim CHIO als Maxi-Single zu erwerben sein. Unter » www.die-goldenen-reiter.com kann man sich den Song bereits ab heute anhören und die CD auch schon vorbestellen. Auf der für den Song eigens erstellten Internetseite findet man unter anderem Fotos aus dem Tonstudio und den Liedtext. Produziert wurde der Song von Joachim Witt für Primadonna unter der Leitung von Harry Gutowski, der seit den 70er Jahren mit Witt zusammenarbeitet. Gemischt wurde die Neuauflage von JEO. Auf der Maxi-CD befinden sich mit der Original-Version in einer Länge von 4.44 Minuten und einer Karaoke-Version zum Mitsingen in einer Länge von 4.37 Minuten gleich zwei Versionen. Für den Reitsportfan wurden extra Fotos von den Tonstudioaufnahmen sowie der Liedtext eingearbeitet. Das Cover zeigt die drei Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit, eingebettet in das Thema Gold. "Die CD wird ab dem 1. Juli im Handel verfügbar sein. Wir werden den Song allen dem Phononet angeschlossenen Redaktionen, TV- Anstalten, Magazinen usw. als Download verfügbar machen, bzw. bemustern. Außerdem wird unser Partner EDEL die Single in ihren eigenen Prospekten listen", sagt Harry Gutowski. "Vielleicht schaffen wir es ja sogar in die Top-Ten der Charts. Immerhin gibt es einige Millionen Reitsportbegeisterte in Deutschland", schmunzelt der Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter, Hans Melzer. "In Hongkong wollen wir auf jeden Fall die goldenen Reiter sein", fügt Dressur-Bundestrainer Holger Schmezer an. MMPromotion Informationen für die Presse: Musikvideo, Song, Footage/TV-Material und O-Töne der Reiter und Bundestrainer sowie von Joachim Witt aus dem Tonstudio in Hamburg sind für Medienvertreter auf einem FTP-Server zum Download (als MPEG2 und als Quicktime h.246) und als Streaming-Dateien (Möglichkeit, sich das Material über Windows MediaPlayer anzusehen/-hören) hinterlegt worden. Die Zugangsdaten für den FTP-Server sowie können per Mail angefordert werden unter › kai.meesters@mmpromotion.de . Paralympics Fünf deutsche Reiter für Hongkong Hamburg/Warendorf (fn-press). Bei den Reitwettbewerben der Paralympics, die im Anschluss an die Olympischen Reiterspiele vom 6. bis 17. September in Hongkong ausgetragen werden, gehen fünf deutsche Teilnehmer an den Start. Dies gab der Deutsche Behinderten Sportverband (DBS) anlässlich seiner Nominierungssitzung in Hamburg bekannt. Bei den Wettkämpfen der Dressurreiter mit Handicap, die je nach Schwere der Beeinträchtigung in die Grade I bis IV eingeteilt sind, werden die deutschen Farben in Hongkong vertreten von: Dr. Angelika Trabert (Dreieich) mit Londria, Hannelore Brenner (Hemsbach) mit Women of the World, Britta Näpel (Wonsheim) mit Cherubin, Bettina Eistel (Riepsdorf) mit Benetton´s Fabuleux und Steffen Zeibig (Arnsdorf) mit Waldemar. Cornelia von Rüxleben-Plöger (Greven), Vorsitzende des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten (DKThR), das hierzulande unter anderem auch die Dressurreiter mit Handicap organisatorisch und sportlich betreut, zeigte sich sehr erfreut über die Nominierung: "Ich bin sehr zufrieden, dass trotz der finanziell nicht einfachen Situation der DBS fünf Paare für die Paralympics in Hongkong nominiert hat. Ich glaube, dass wir dort mit einem tollen Team an den Start gehen werden." Die 40-jährige Angelika Trabert (Grade III), der geburtsbedingt beide Beine fehlen, ist Fachärztin für Anästhesiologie. Sie gehört seit Beginn der 90er Jahre zu den erfolgreichsten Dressurreitern mit Handicap. Bei drei Paralympics, vier Weltmeisterschaften und zwei Europameisterschaften erritt sie insgesamt zehn Silber- und eine Goldmedaille. Im Regelsport ist sie in Dressurprüfungen bis zur Klasse M erfolgreich. Auch die 45-jährige inkomplett querschnittgelähmte Hannelore Brenner (Grade III) gehört bei den Paralympics zu den erfahrenen Teilnehmern. Die gelernte Augenoptikerin und Diplom-Betriebswirtin ist seit 1999 international erfolgreich und hat schon an zwei Paralympics teilgenommen. 2004 in Athen gewann sie Einzel- und Mannschaftssilber. Bei den Weltmeisterschaften des vergangenen Jahres in England erzielte sie eine Silbermedaille. Auch im Regelsport ist sie erfolgreich unterwegs und kann auf Siege und Platzierungen in Dressurprüfungen bis zur Klasse M** verweisen. Britta Näpel (Grade II) ist 42 Jahre alt und gelernte Pferdewirtschaftsmeisterin Zucht und Haltung sowie Augenoptikerin. Sie ist Geschäftsführerin einer Therapeutischen Reitanlage und des Landesleistungszentrums für Sportreiter mit Handicap in Rheinland-Pfalz. Nach einer schweren Vergiftung durch Insektenschutzmittel vor zehn Jahren kam sie erst 2002 über die ebenfalls vom DKThR betreute Hippotherapie wieder zum Reiten. Bei den Paralympics 2004 in Athen gewann sie mit der deutschen Mannschaft die Silbermedaille. Zwei weitere Silbermedaillen folgten bei den Europameisterschaften 2006. Bei den Weltmeisterschaften des vergangenen Jahres errang sie eine Goldmedaille in der Kür sowie zwei Silbermedaillen in der Einzel- und Mannschaftswertung. Die 46-jährige contergan-geschädigte Bettina Eistel (Grade III) ist Diplom-Psychologin und arbeitet in einer Hamburger Beratungsstelle für Kinder- und Familientherapie. Vielen Fernsehzuschauern ist sie auch als Moderatorin der ZDF-Sendung "Menschen – das Magazin" bekannt. Auch sie gehört bei den Paralympics zu den erfahrenen Teilnehmern. 2004 gewann sie zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Bei den Weltmeisterschaften 2003 in Belgien erzielte sie gleich drei Silbermedaillen. Zwei Silber- und eine Bronzemedaille waren ihre Ausbeute bei den Europameisterschaften 2002 in Portugal. Der 31-jährige Steffen Zeibig (Grade II) ist der einzige Mann im deutschen Team in Hongkong. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann hatte seinen ersten großen Auftritt bei den Weltmeisterschaften des vergangenen Jahres in England, wo er Bronze in der Einzelwertung gewann. Mit einer Unterschenkel-, einer Oberschenkelprothese und einem fehlenden Unterarm gehandicapt, ist der zweifache Vater auch im Regelsport aktiv. In Dressur- wie Springprüfungen erzielte er Siege bis zur Klasse L. T.H. |