Fahren Weltcupfinale Vierspänner Leipzig Christoph Sandmann ist Weltcupchampion 2007/2008 Leipzig (fn-press). Unglaublich, aber wahr! Christoph Sandmann (Lähden) hat als Wildcardfahrer das Weltcupfinale der Vierspänner in Leipzig gewonnen und knüpft damit an die Erfolge von "Mr. Weltcup" Michael Freund (Dreieich) an, der fünfmal das Weltcupfinale gewinnen konnte. Platz zwei belegte vor ausverkauften Zuschauerrängen in der Leipziger Messehalle, die erstmalig Austragungsort des Weltcupfinales der Viererzugfahrer war, Benjamin Aillaud aus Frankreich. Dritter wurde der niederländische Ausnahmefahrer Ijsbrand Chardon. Die Freude über den Weltcupsieg war Christoph Sandmann noch weit über die Siegerehrung hinaus ins Gesicht geschrieben. "Im Vorfeld hätte ich es verneint, dass ich hier gewinne. Dafür waren Chardon und Exell in den Qualifikationen zu stark. Heute ist mein Team super gelaufen und es war fantastisch vor diesem Publikum zu fahren." Allerdings begann das Weltcupturnier mit dem Warm-up nicht unbedingt nach dem Geschmack des Lähdeners und schien im Sinne der ausländischen Konkurrenz zu verlaufen. So verschaffte sich Ijsbrand Chardon mit seinem Gespann die beste Ausgangssituation für das Finale. Spät in der Nacht zeigte sich Chardon in der Einlaufprüfung hellwach und fuhr mit 113,95 Sekunden die schnellste Zeit der sieben teilnehmenden Fahrer. Dabei erlaubte er sich lediglich einen Fehler, der mit fünf Strafsekunden belegt wurde. Mit dem ersten Platz in der Einlaufprüfung sicherte sich der Niederländer den letzten und besten Startplatz für das Finale. Die zweitschnellste Zeit im Warm-up fuhr der Australier Boyd Exell, der als Führender nach den vorhergegangenen fünf Qualifikationen nach Leipzig gereist war und so den letzten Startplatz in der Einlaufprüfung hatte. Exell leistete sich zwei Fehler in dem von Dr. Wolfgang Asendorf gestalteten Parcours und hatte am Ende 122,15 Sekunden auf seinem Konto. Nur einen Fahrfehler erlaubte sich auch der Franzose Benjamin Aillaud, der mit 122,26 Sekunden knapp hinter dem Australier auf dem dritten Platz folgte. Christoph Sandmann musste als Wildcardfahrer in der Einlaufprüfung beginnen. Der Mannschaftsweltmeister 2006 griff im Gegensatz zur Konkurrenz auf sein Gespann zurück, das er auch außerhalb der Halle in den Kombinierten Prüfungen fährt. Mit insgesamt zehn Strafsekunden für zwei Fahrfehler kam er auf 134,23 Sekunden, die Rang fünf bedeuteten. Mit seinem Warm-up-Ergebnis musste Sandmann als dritter Starter in den finalen Hindernisparcours am Sonntag. "Ich habe im ersten Umlauf nicht alles riskiert und wollte möglichst wenig Fehler machen. Ich habe heute exakt denselben Weg gefahren wie am Freitag, wo es bei mir noch nicht so rund lief." Dass Sandmann im ersten Durchgang des Finales deutlich besser unterwegs war als im Warm-up, wurde bei einem Blick auf die Ergebnistafel deutlich: 124,23 Sekunden und die zwischenzeitliche Führung. Diese Zeit konnte im ersten Umlauf lediglich Aillaud toppen, der sich wie Sandmann einen Fehler (fünf Strafsekunden) erlaubte und mit 121,57 Sekunden die beste Zeit fuhr. Im zweiten Finalumlauf der besten drei Fahrer konnte sich das Sandmann-Gespann erneut steigern. Als einziger Fahrer blieb der Lähdener fehlerfrei und siegte mit 232,88 Sekunden. "Wir hatten heute gegen Sandmanns zweite Runde keine Chance", zeigte sich der drittplatzierte Ijsbrand Chardon sportlich fair. Der Niederländer leistete sich im zweiten Durchgang zwei Ballabwürfe und kam insgesamt auf 241,65 Sekunden. Einen Fehler weniger kassierte Benjamin Aillaud, der sich mit 238,63 Sekunden Platz zwei sicherte und damit sehr zufrieden war: "Ich bin sehr glücklich über den zweiten Platz. Leipzig ist eines der best organisierten Turniere und es hat mir hier sehr viel Spaß gemacht." dp |