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Mitteilung 10985


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Januar 2008
Mitteilung    10985 vom 09.01.08 Vereine und Betriebe FN-aktuell vom 09.01.08
FN-Abt. Öffentlichkeitsarbeit Uta Helkenberg 02581/6362-190   E-Mail » Internet
 

Vereine und Betriebe

Wettbewerb "Erfolgreiche Zusammenarbeit von Vereinen und Pferdebetrieben"

ZRFV Schwerte und Reitanlagen Braun und Braß sind die Sieger

Frankfurt (fn-press). Der Zucht-, Reit- und Fahrverein Schwerte e.V. und die Reitanlagen Braun in Iserlohn und Braß in Dortmund sind die Gewinner des Wettbewerbes "Erfolgreiche Zusammenarbeit von Vereinen und Pferdebetrieben". Sie wurden Mitte Dezember im Rahmen des Frankfurter Festhallen-Turnieres vor großem Publikum von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgezeichnet, die diesen Wettbewerb auslobte. Ein "Preisgeld" in Höhe von 2.500 Euro war Anreiz für das Vereins-Betriebs-Siegerteam, sein Kooperationskonzept einzureichen und darzustellen. Der zweite Platz und 1.500 Euro gingen an den Reitverein Lindenhöhe e.V. und die Reitanlage Lindenhöhe in Göda in Sachsen. Dritte wurden der Reitverein Kurtscheid e. V. und die Reitanlage Birkenhof in Bonefeld (Rheinland-Pfalz). Sie können 1.000 Euro Preisgeld in ihr Kooperationsprojekt stecken.

Mit dem Wettbewerb will die FN zum einen vorbildliche Kooperationen auszeichnen, von denen Vereine und Pferdebetriebe profitieren, indem sie so Mitglieder und Kunden gewinnen und binden. Zum anderen sollen diese praxiserprobten Erfolgskonzepte auch andere Vereine und Betriebe anregen und ihnen Nutzen bringen. "Wir haben hier tolle Konzepte und Beispiele gesehen, die in der Praxis hoffentlich Nachahmer finden", sagte Peter Hofmann (Mannheim), Mitglied des FN-Präsidiums, als er den Preisträgern gratulierte. Insgesamt waren 30 Bewerbungen aus 13 Landesverbänden eingereicht worden. "Uns freut die bundesweite Beteiligung", sagte Thomas Ungruhe (Warendorf), Leiter der FN-Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe, der zu den Gratulanten in Frankfurt gehörte. Die Maßnahmen der Kooperationspartner konnten aus den Bereichen Ausbildung (Unterricht, Lehrgänge, Seminare), soziale Anreize für Mitglieder und Kunden, wirtschaftliche Anreize zur Mitglieder- und Kundengewinnung, Sportstättennutzung, Turniersport, Reiten in Wald und Feld und Zusammenarbeit mit den zuständigen kommunalen Einrichtungen kommen. An dem im Frühjahr ausgelobten Wettbewerb konnten sich Pferdesportvereine und Pferdebetriebe bewerben, die Mitglied im ihrem Landesverband für Pferdesport sind. Verein und Betrieb musste eine gemeinsame Bewerbung abgeben, in der sie ein bereits praktiziertes oder in Umsetzung befindliches Konzept darstellten, das auf einer gemeinsam oder auf zwei voneinander losgelösten Pferdesportanlagen praktiziert wird. Darüber hinaus mussten die Bewerber auf ihren Pferdesportanlagen die Kriterien der fachgerechten Pferdehaltung erfüllen, wie sie bei der Kennzeichnung für FN-geprüfte Vereine und Betriebe verlangt werden.

"Ein seit Jahren bewährtes Kooperationskonzept mit nachhaltigem Erfolg: Der Verein organisiert sich in Kooperation mit den angeschlossenen Betrieben wie ein gut geführter Kreisreiterverband – ein absolutes Zukunftsmodell", heißt das Urteil der Jury für die Sieger. Und das passiert in Schwerte, Dortmund und Iserlohn: Der ZRFV Schwerte kooperiert mit insgesamt neun angeschlossenen Pferdebetrieben. Die Betriebe agieren eigenständig und wirtschaftlich voll selbstverantwortlich, jedoch immer in Absprache und im Rahmen der Kooperation. So gibt es einen Betrieb, der einen stärkeren Schwerpunkt in der Dressur hat, ein anderer Betrieb konzentriert sich auf Schulpferde. Je nach Interessen und Wünschen werden die Kunden untereinander auch weitervermittelt. Der Verein koordiniert und bewirbt verschiedene Ausbildungsmaßnahmen wie Spring-, Dressur- und Abzeichenlehrgänge, die dann von den Betrieben organisiert und umgesetzt werden. Über den Verein können so auf den Betrieben ohne besonderen Verwaltungsaufwand verschiedene Aktionen vom Lehrgängen bis hin zu Reitertagen angeboten werden. Man teilt sich Material (zum Beispiel Hindernismaterial) und Infrastruktur (gemeinsam finanzierter Außenplatz). Das Kooperationskonzept entstand 1980 und wuchs von zunächst zwei auf neun mitmachende Betriebe an. Von diesem Konzept profitieren alle Seiten. Die Vereinsmitglieder und Betriebskunden können die umfangreiche und vielseitige Infrastruktur sowie die vielseitigen Ausbildungsmaßnahmen nutzen, was sich in den sportlichen Erfolgen der Vereinsmitglieder niederschlägt. Die Betriebe hingegen können ihren Kunden so ein interessantes Serviceangebot über die Pferdepensionshaltung hinaus machen. Beim ZRFV Schwerte lässt sich der Erfolg der Zusammenarbeit in den Mitgliederzahlen nachlesen: von 1980 bis heute stiegen diese von 220 auf über 600 Mitglieder.

In Göda basiert die Kooperation auf dem Modell "Verein als Gast auf einem gewerblichen Betrieb". Praktisch zeigt sich die Kooperation vom RV Lindenhöhe und der Reitanlage Lindenhöhe in zahlreichen internen und externen Veranstaltungen. Letztere dienen vor allem dazu, den noch jungen Betrieb und den ebenfalls noch jungen Verein in der Region bekannter zu machen und damit neue Kunden und Mitglieder zu gewinnen. Dabei sind die beiden Partner hinsichtlich der Öffentlichkeitsarbeit sehr kreativ. So veranstalteten sie zum Beispiel einen "Tag des Vereins" auf der Anlage des Betriebes, zu dem alle Vereine der Region unabhängig von ihrer Ausrichtung – also auch Taubenzüchter- und Schützenverein – zum Mitmachen eingeladen waren. Die Zusammenarbeit ist in einer klaren Aufgabentrennung geregelt: Der Betrieb leistet die Pferdehaltung und soziale Aktionen, Ausbildung und Turniere werden im Rahmen der Kooperation organisiert und durchgeführt. Der Betrieb stellt seine Pferde gegen Geld dem Verein für Reitunterricht – Vereinsmitglieder zahlen zwei Euro pro Reitstunde weniger - zur Verfügung. Der Verein darf die Anlage für einen "symbolischen" Preis nutzen und verpflichtet sich zur "Werterhaltung und Pflege der Anlage". Platz zwei und folgendes Urteil gab es dafür von der Jury: "Allgemein bewährtes Kooperationskonzept mit nachhaltigem Erfolg". Weiter lobt sie "ein sehr lebendiges Vereinsleben mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Aktivitäten und eine unter Berücksichtigung von Ansprüchen an die Pferdehaltung und das Sportangebot überdurchschnittliche Reitanlage, die vor allem im regionalen Umfeld absolut heraussticht und nicht üblich erscheint". Darüber hinaus gefiel der Jury, dass durch die vielen gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen ein sehr starkes "Wir-Gefühl" geschaffen wurde, das sich zum Beispiel in allsonntäglichen Abendessen mit bis zu 40 Personen zeigt. Der Erfolg schlug sich auch in dem noch jungen Verein in der Mitgliederzahl nieder. Diese stieg in den anderthalb Jahren der Kooperation von 20 auf 51.

Der dritte Platz ging wieder ins Rheinland. Hier praktizieren der Reitverein Kurtscheid und die Reitanlage Birkenhof in Bonefeld das Modell "Verein als Gast auf einem landwirtschaftlichem Betrieb". Auch diese Kooperation, die mittlerweile in der zweiten Vorstands- und Betriebsgeneration funktioniert, basiert auf einer klaren Aufgabentrennung: Pferdehaltung und Ausbildung werden über den Betrieb angeboten, der Verein sorgt für das soziale Leben auf der Anlage und veranstaltet Turniere. Von diesem Modell profitierte auch die Infrastruktur der Anlage: als Pächter von Außenflächen des Betriebes konnte der Verein so einen Zuschuss des Landessportbundes (LSB) für Sportstättenbau erhalten, der immerhin 50 Prozent der Investition deckte. Die so angelegten Außenplätze hat der Verein wiederum dem Betrieb verpachtet und werden nun von beiden genutzt. Mit diesem Kooperationsmodell steigerte der Verein seine Mitgliederzahlen von 29 im Gründungsjahr (1975) auf heute 375. Der Betrieb wiederum kann seinen Kunden ein vollständiges und umfangreiches Angebot bieten.

Mehr über die Preisträger und Kontaktdaten gibt es im Internet unter » www.pferd-aktuell.de .        Bo

Vereinsmanager Pferdesport

FN ehrt 100sten Vereinsmanager

Warendorf (fn-press). Als 100ster Vereinsmanager ist Kathrin Pohl (Bautzen), Vorsitzende des Reitvereins Lindenhöhe in Göda/Sachsen, von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgezeichnet worden. Die 37-jährige Automobilverkäuferin schloss Ende November mit Erfolg die Ausbildung zum Vereinsmanager ab und fühlt sich nun richtig fit für ihr Amt im Verein. "Ich hoffe, dieses Jubiläum ist erst ein Anfang. Ich kann nur allen Vereinsvorständen und allen, die sich im Verein ehrenamtlich engagieren, empfehlen, diese Ausbildung zu machen. Es erleichtert einem die Vereinsarbeit, nutzt auch im Beruf und bringt einen auch persönlich weiter", sagte FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau (Breitenburg). "Ich hoffe, dass wir in nicht allzu ferner Zeit den 1.000sten Vereinsmanager feiern können."

Die Anforderungen an Pferdesportvereine sind heute größer denn je. Mitglieder verstehen sich eher als Konsumenten und Kunden, die individuelle Dienstleistungsansprüche erfüllt wissen wollen. Daher hängt der Erfolg von Pferdesportvereinen heute wesentlich davon ab, dass sie sich auch als Serviceunternehmen verstehen und auch so handeln. Im Wettbewerb um Mitglieder und Kunden ist neben einer modernen Führung die Darstellung des Vereines in der Öffentlichkeit eine wichtige Aufgabe geworden. Gleichzeitig werden diese Aufgaben nach wie vor ehrenamtlich erfüllt von meist berufstätigen Menschen, die das Geld für ihren Hobbyjob in ihrem Hauptjob verdienen müssen. Damit diese ehrenamtlichen Manager den Spagat zwischen den verschiedenen Aufgaben und Pflichten schaffen, brauchen sie Know-how. Dieses Wissen und die notwendigen Instrumente werden seit dem Jahr 2000 in der Ausbildung zum "Vereinsmanager Pferdesport" vermittelt. Mit dieser in der Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) verankerten Qualifikation will die FN aktiven oder potenziellen Vorstandsmitgliedern helfen, ihre Aufgaben im Verein erfüllen zu können. Die Ausbildungsinhalte reichen vom Management der Reitanlage, Zusammenarbeit mit dem Ausbilder, Entwicklung von Ausbildungsprogrammen, Kontaktpflege mit Kommunalvertretern, Sportverbänden, Sponsorensuche bis hin zum Konfliktmanagement. Die Ausbildung wird in drei aufeinander aufbauenden Stufen C, B und A angeboten. Kurse werden regelmäßig bundesweit angeboten. Die Voraussetzungen für die Ausbildung zum Vereinsmanager C sind einfach. Man muss mindestens 16 Jahre alt sein, von einem der FN oder dem Landesverband angeschlossenen Verein angemeldet werden und am Lehrgang teilnehmen. Die Ausbildung umfasst 120 Unterrichtseinheiten.

Den nächsten dreiteiligen Kurs zum Vereinsmanager C (Pferdesport) in Warendorf bietet die FN vom 6. bis 8. März (Teil: Führung und Zusammenarbeit im Sportverein, Marketing und Sponsoring), 7. bis 11. Juli (Pferd und Justiz, Finanzen und Steuern) und vom 13. bis 15. November (Der Sportverein und sein Umfeld, EDV-Einsatz, Vereinsorganisation) an. Die Lehrgangsgebühr beträgt 400 Euro (ohne Unterkunft und Verpflegung). Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt (Mindestteilnehmerzahl 15 Personen). Weitere Informationen und Anmeldungen: FN, Martin Otto, Telefon 02581/6362-211, E-Mail   motto@fn-dokr.de .   Bo


 

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