Angebot für Kalenderwoche 08-39
| Wie ein Pferdeportrait entsteht
Teil 3 | | |
Was mir schön und wichtig erscheint betone ich besonders, nicht übertrieben, nur den Blick darauf gerichtet, so wie es das liebende Auge ja auch tut. Noch fehlen die Details; die Farbnuancen im Fellglanz, die Hell-Dunkel-Kontraste. Schließlich scheint die Abendsonne, die alles in einem wärmeren Ton erscheinen läßt und tiefe lange Schatten wirft. Ich muß also unbedingt Licht und Schatten herausarbeiten und aufpassen, dass die helleren Stellen nicht zu viel Farbe bekommen. Ausdruck und Typ des Pferdes ist schon zu sehen, ich erkenne das Pferd, dass ich vor meinem inneren Auge habe.
Das Aquarell ist fertig. Ich lasse es noch ein paar Tage stehen und schaue immer mal wieder rauf, das ein oder andere Detail wird noch korrigiert und dann ist es tatsächlich fertig.
Wenn ich es jetzt anschaue, wie sie da beide auf der Koppel stehen, ist mir, als hätte ich Pferd und Mensch kennen gelernt.
So kleine Inka, jetzt werde ich mich von dir trennen und dich auf die Reise schicken ins Wohnzimmer deiner Menschenfreundin, derweil du in der Herbstsonne stehst und keine Vorstellung hast von dem was in den Menschenköpfen über dich gedacht wird.
Wird fortgesetzt ... › Teil 1› Teil 2
| |