Angebot für Kalenderwoche 08-38
| Wie ein Pferdeportrait entsteht
Teil 2 | | |

| | | Fotovorlagen | | | | | Inka ist wie die drei anderen Pferde der Familie ein echtes Familienmitglied. Sie ist das älteste Pferd im Stall. 24 ist sie jetzt und ist noch immer ein absolut zuverlässiges Reitpferd. Im Frühjahr bangt ihre Besitzerin ein wenig, ob ihre Stute gut in das nächste Jahr kommt. Aber sie wird, wie die letzten elf Jahre auch, in diesem Sommer wieder mit ihr über die Wiesen galoppieren.
Die Körperhaltung des Pferdes ist auf beiden ausgewählten Fotos ähnlich; die Stute ist entspannt und schaut ihre Besitzerin an, die nicht in Stall- oder Reitsachen, sondern im roten Sommerkleid vor ihr steht. Nicht nur, dass es einfach schön aussieht - es zeigt auch so herrlich die Verbindung der beiden - nicht eine auf Pferdesport und -pflege beschränkte Beziehung, sondern eine freundschaftliche.
Bei dem Portraitbild sieht man als Betrachter den Pferdekopf aus der Sicht der Frau im Bild, kann sich quasi in ihre Position hineindenken, so als stünde man vor dem Pferd. Gleichzeitig sieht man in der kleinen Darstellung die ganze Szene, in der man mit dem Pferd zusammen auf der Koppel steht.

| | | Arbeitsprobe 1 | | | | | Ich skizziere den Aufbau und die Größenverhältnisse des Bildes.

| | | Arbeitsprobe 2 | | | | | Noch scheint mir der Kopf bei der kleineren Darstellung recht groß, obwohl ich die Größenverhältnisse noch mal überprüft habe. Ich muss darauf achten, dass er nicht klotzig wirkt, denn die Stute hat einen feinen, trockenen Kopf. Das muss ich im Auge behalten.

| | | Arbeitsprobe 3 | | | | | Ich arbeite immer an allen Teilen des Bildes. Das Durchzeichnen in der Art, dass man in einer Ecke anfängt und in der anderen aufhört, und fertig ist das Bild, bringt die Gefahr mit sich, das Ganze aus den Augen zu verlieren. Was links oben im Bild zu sehen ist, steht jedoch nicht unabhängig von dem, was rechts unten ist. Das Bild läßt sich nicht wie ein fertiges Puzzle aus vielen Details zusammensetzen, sondern entsteht als Ganzes. Jeder Teil des Bildes steht mit jedem anderen in Beziehung. In jeder Phase der Arbeit könnte ich das Bild aus der Hand geben und wenn es auch zeichnerisch nicht ausgereizt ist, so ist doch von Anfang an der Gesamteindruck da.
Wird fortgesetzt ... › Teil 1
| |