Angebot für Kalenderwoche 08-10
| Eine antike Kutsche:
Omnibus
KÜHNLE-Kutschen - Angebot der Woche Informationen und Neuigkeiten aus dem Hause Kühnle | | |
Kutschen, so wird uns immer deutlicher, stellen ein ganz wesentliches Kulturgut dar, dessen Bedeutung man mit dem Aufkommen des Automobils zunächst völlig unterschätzt hatte. Wie viele Kutschen sind in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts einfach entsorgt worden, weil man keine Verwendung mehr dafür hatte, sie nur noch Platz wegnahmen und ihre frühere Nützlichkeit und Unentbehrlichkeit angesichts des modernen Komforts völlig in Vergessenheit geraten waren.
Inzwischen aber hat sich das Blatt gewandelt. Überall ist eine bedeutende Sammlerszene entstanden, mehr und mehr Menschen erkennen die kulturhistorische Dimension und die handwerkliche Perfektion dieser Fahrzeuge, die sich über Jahrtausende, zunächst sehr langsam, dann aber im 19. Jahrhundert sehr schnell und in einer fast unübersichtlichen Fülle entwickelt hatten.
Freilich gibt es heute kaum noch Kutschen zu kaufen, die wesentlich älter als 100 Jahren wären. Bis auf wenige Exemplare in aristokratischen Sammlungen sind alle alten Kutschen untergegangen - selten einmal werden Überreste in irgendwelchen Gräbern anhand von Eisenteilen identifiziert. Das Holz sowie etwaige Teile aus Leder oder Pflanzen sind nämlich längst vermodert.
Immer wieder wird betont, wie sehr die Pferde das Leben der Menschen verändert und bereichert haben, dabei wird aber so gut wie nie diskutiert, welche Rolle der Wagen dabei gespielt hat. Unsere heutige Fahrkultur stammt direkt von der Kunst des Kutschenbaus ab, was man an den Bezeichnungen noch gut erkennen kann: Cabriolet, Coupé, Droschke, Kotflügel, Trittbrett, Omnibus.
Als Kind hatte ich angenommen, daß der Ausdruck "Omnibus" eine moderne Erfindung sei, und war daher sehr erstaunt, als ich eines besseren belehrt wurde. Selbst der Ausdruck "Taxi" stammt noch aus der Zeit der Pferdedroschke. Die Kutschenbauer sind übrigens in der Regel nicht ausgestorben, sondern haben sich darauf verlegt, Kraftfahrzeuge bzw. deren Karosserien zu bauen. Insofern hat das Kraftfahrzeug vielleicht die Pferde verdrängt, aber nicht die Kutsche, denn unsere Autos und Omnibusse und Lastkraftwagen sind einfach nur die Weiterentwicklung der alten Fahrzeuge zu Beförderung von Personen und Lasten, wobei sich "lediglich" der Antrieb geändert hat.
Kühnle hat derzeit ein wunderbares Exemplar der Gattung Omnibus im Angebot:
| Lackierung: Aufbau schwarz, Fahrgestell und Räder dunkelrot, Linien rot Historischer Omnibus im restaurierten Zustand, ein sehr seltenes Modell für Sammler und Liebhaber antiker Kutschen, hergestellt um 1890. Sitzplätze für 8 Personen. Spur vorne 140 cm / hinten 165 cm, Rad-Durchmesser 95/124 cm, Sitzhöhe Kutschbock 158 cm, Sitzbank vorne 114 cm breit, Längs-Rücksitze im Wagenkasten 125 cm, Gesamtlänge 305 cm, Gesamtbreite 190 cm, Gesamthöhe 215 cm | | |
Die Signatur zeigt die Nummer 4202 der Firma C. Gacon, Lyon, über die Andres Furger in seinem grundlegenden zweibändigen Werk "Kutschen Europas des 19. und 20. Jahrhunderts" nichts zu berichten weiß - es handelt sich also um ein sehr seltenes, prächtiges Exemplar eines Kutschenbauers, der seinerzeit offenbar sehr selbstbewußt aufgetreten ist.
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Kühnle Kutschen gefertigt entsprechend den FN-Richtlinien
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