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Angebot für Kalenderwoche 04-36


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Läßt Kühnle in Polen bauen?
KÜHNLE-Kutschen - Angebot der Woche
Informationen und Neuigkeiten aus dem Hause Kühnle




Immer wieder gibt es fälschlich Gerüchte, Kühnle lasse in Polen bauen. So findet sich zum Beispiel ein Eintrag im Forum der FN vom 27.12.2003, wo ein gewisser Siggi in Bezug auf den Faden "Wo habt Ihr Eure Kutsche (n) gekauft???" antwortet:

auch ein herr kühnle lässt in polen bauen.
es kommt immer darauf an was man mit dem fahrzeug anstellen will, bei einem marathonwagen muß ich wissen das man auch mal einen graben durchfährt, und da musste eben einen stabielen auch klobigen wagen haben
 www.pferd-aktuell.de/isy.net/servlet/broadcast/forum_v2.html?cat=50358&id=213

Diese Behauptung, daß Kühnle in Polen bauen läßt, ist definitiv falsch. Der Beitrag ist die Antwort auf die Äußerung von Peter, der am 6.12.2003 geschrieben hatte:

Hallo,
also ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, daß

a) manche in Polen gefertigten Kutschen lebensgefährlicher Schrott sind (ich will ja hier keine Namen nennen, vielleicht lernen die ja auch dazu)

und b) die ebenfalls in Polen gefertigten Rombach-Kutschen sehr gut konstruiert und verarbeitet sind. [...]

Mit einer Kühnle ist man natürlich immer auf der sicheren Seite, auch was den Service angeht.

Die ganze Diskussion dreht sich verständlicherweise darum, welche Kutsche empfehlenswert ist und wieviel man dafür anlegen muß. Eine sehr naheliegende und wichtige Diskussion. Die Frage ist, ob die Antworten in einem Diskussionsforum einen in dieser Hinsicht wirklich weiterbringen. Die Diskussionsteilnehmer kennen sich vermutlich nicht, jeder agiert anonym - es wäre also ein Leichtes, beliebige Falschinformationen zu verbreiten.

Aber vermutlich leidet die ganze Diskussion vor allen Dingen daran, daß keiner genau weiß, wovon er redet. Trotzdem oder gerade deshalb sind solche öffentlichen Äußerungen mißlich, unangenehm und gefährlich. Zum Beispiel ist der von Peter erwähnte Rombach kein Produzent, sondern ein Händler, der Polen-Kutschen verkauft wie viele andere auch.

Siggi stellt eine Behauptung in den Raum, die er nicht begründet. Dadurch gibt sie sich den Anschein einer offensichtlichen Wahrheit. Was jeder weiß, braucht nicht begründet zu werden. Durch diese Aussage soll natürlich nicht nur die Tatsache als solche festgestellt werden, sondern die Qualität der KÜHNLE-Kutschen soll mit der einer beliebigen Polen-Kutsche auf eine Stufe gestellt werden.

Siggi versucht nicht, die Behauptung Peters, daß manche in Polen gefertigten Kutschen lebensgefährlich seien, zu entkräften. Seine Aussage muß dahingehend verstanden werden, daß zumindest einige in Polen gefertigte Kutschen so gut wie KÜHNLE-Kutschen sind. Da Peter behauptet, daß Rombach-Kutschen in Polen gefertigt werden und sehr gut konstruiert und verarbeitet sind, kann man daraus den Schluß ziehen, daß zumindest die von Rombach verkauften Kutschen qualitativ den KÜHNLE-Kutschen gleichzustellen sind.

Peter behauptet keineswegs, daß KÜHNLE-Kutschen in Polen gefertigt werden. Er geht davon aus, daß der Ruf der KÜHNLE-Kutschen zu Recht besteht und stellt ein weiteres Merkmal heraus, das neben den eigentlichen Produktqualitäten gleichfalls von Interesse ist: den Service, der von Peter als überdurchschnittlich gewertet wird. Peter belegt seine Aussagen ebenfalls nicht.

Muß man nun die Behauptung von Siggi als sachliche Ergänzung zur Aussage von Peter werten? Immerhin sagt Peter nicht, wo die KÜHNLE-Kutschen gefertigt werden. Wäre es möglich, Kutschen in Polen zu fertigen und dabei die berühmte Kühnle-Qualität zu garantieren? Wenn Kühnle das könnte, könnten das andere nicht auch?

Die Frage "Polen oder nicht" wird hier also als Qualitätsfrage definiert. Nun ist die Qualität auf jeden Fall das höhere Gut. Wo die Kutschen gefertigt werden, kann dem Kunden letzten Endes egal sein. Auf der anderen Seite möchte keiner mit falschen Tatsachen operieren. Es bleibt die Frage, unabhängig von der Qualität, ob Kühnle in Polen bauen läßt. Diese Frage hat die Kühnle Kutschenmanufaktur selbst beantwortet.

Peter erkennt das Problem und antwortet bereits 80 Minuten später auf den Beitrag von Siggi:

Hallo Siggi,

daß Kühnle-Kutschen in Polen gefertigt werden, entspricht ja wohl nicht unbedingt den Tatsachen. Die "Fun-Line"-Kutschen werden zwar im Ausland (soweit ich weiß in der Türkei) gebaut, aber "DIE" Original-Kühnle-Kutschen werden meines Wissens komplett im Stammhaus in Haiterbach gebaut. Das mit dem stabil und klobig ist so auch nicht richtig. Die Kunst des Kutschenbaus liegt doch gerade darin stabil zu bauen ohne klobig zu sein! Ich habe auch schon selbsgebastelte klobige Kutschen-Monstrums zusammenbrechen sehen. Pferdeschonender ist immer eine möglichst leichte Kutsche, wobei diese dann so konstruiert sein muß, daß eine maximale Stabilität gewährleistet ist.

Daher der Satz "bei Kühnle ist man auf der sicheren Seite", denn ein Laie kann die Konstruktion nun mal nicht beurteilen. Ein deutscher Hersteller ist schon vom Gesetz her zur Gewährleistung bei Mängeln verpflichtet.

Wie ich schon sagte, gibt es sicher auch gute Polen-Kutschen (wie z.B. Rombach), aber als Laie ist das schwierig zu beurteilen, da habe ich auch selbst schon Lehrgeld zahlen müssen.

Die Wortwahl "entspricht ja wohl nicht unbedingt" deutet an, daß Peter sich nicht ganz sicher ist. Sabine H. steigt am 7.1.2004 in diese Diskussion ein und schreibt:

Das ist Blödsinn, Kühnle baut durchaus noch selbst!
Ich will keine Werbung für diese Firma machen, aber was Recht ist muß Recht bleiben. War schon ein paar mal dort, das letzte Mal im November. Man kann dort auch die Produktionshalle besichtigen, wo geschweißt, lackiert und alles gemacht wird. Und diese ist vorbildlich.
Was Marathonkutschen angeht, ist wohl gerade Kühnle dort Spezialist. Sonst würden wohl kaum so viele Weltklassefahrer schwerste Geländeprüfungen mit diesen Kutschen bestreiten. Wenn diese Fahrzeuge nicht stabil wären, hätten sie auch nicht so einen guten Ruf! Übrigens, "klobig" ist nicht unbedingt haltbarer!

Sabine weiß also zumindest, wovon sie redet, da sie das Werk bereits mehrfach besichtigt hat, unterstellt aber durch ihre Formulierung "durchaus noch", daß sich nach ihrer Einschätzung die Tatsache der Eigenfertigung ändern könnte. Außerdem kann sie ihre Meinung nur indirekt belegen, indem sie auf die Weltklassefahrer verweist. Damit eröffnet sie die Gelegenheit zu einer weiteren Retourkutsche. Ein gewisser Jo jo antwortet auf diesen Beitrag bereits 14 Minuten später:

Aber den "Kampf" um Kunden haben Sie bei den Einspännern deutlich verloren...
Kühnle ist auch nicht das was es mal war. Qualität hin oder her. Van den Heuvel fahren die Meisten Weltklasse Fahrer übrigens. (Lazar, Tergouw, Exel "der Australier", Chester Weber, Tucker Johnson...)

Auf diesen Beitrag hat bisher noch niemand geantwortet. Aber auch hier muß man bei der Wahrheit bleiben. Die Behauptungen von Jo jo sind so nicht richtig. Richtig ist, daß der Markt umkämpft ist. Es gibt Fahrer, die früher KÜHNLE-Kutschen gefahren haben und heute andere Produkte benutzen, aus welchen Gründen auch immer. Manche von diesen sind auch wieder zu Kühnle zurückgekehrt. Jeder muß wissen, was für ihn gut ist. Wie viele und welche Weltklassefahrer heute KÜHNLE-Kutschen fahren, zeigen wir demnächst an dieser Stelle.

Die holländische Weltmeisterin M. v. Tergouw fährt eine Kühnle-Dressurkutsche Spider-Phaeton-Exclusiv Nr. 24c und hat zwei Fun-Line-Trainingskutschen im Einsatz. Der Amerikaner Chester Weber fährt ebenfalls eine Kühnle-Dressurkutsche und trainiert mit einer Fun-Line-Trainingskutsche. Sein Kollege Tucker Johnson setzt sowohl in der Dressur als auch im Marathon KÜHNLE-Kutschen ein und trainiert ebenfalls mit einer Fun-Line-Trainingskutsche.

Die Äußerungen von Jo jo machen deutlich Stimmung gegen Kühnle. Kühnle wird als Verlierer dargestellt, wobei die Qualität der KÜHNLE-Kutschen ebenfalls ins Zwielicht gerückt wird. Zum einen wird die Qualität als solche herabgewürdigt, zum anderen wird sie relativiert. Die Frage ist, welches Interesse jemand wie Jo jo an dieser Art Stimmungsmache haben könnte. Ist es bloß Neid und Schadenfreude? Und außerdem: Wenn es nicht die Qualität ist, die die erwähnten Fahrer zu Produkten anderer Hersteller greifen ließ, was war es dann? Der Autor nimmt dazu nicht Stellung; aber definitiv behauptet er nicht, daß andere Produkte besser seien.

Wir brauchen bezüglich der "Polen-Frage" aber nicht zu spekulieren. Im Abschnitt  Hausmessen nimmt die Kühnle Kutschenmanufaktur indirekt zur Polen-Diskussion Stellung:

 
Metin Demir, Leiter der Kühnle-Produktion in der Türkei, baut als Spezialist in Haiterbach-Beihingen einen Schlitten
 
 
Sollten Sie sich von der Leistungsfähigkeit und Vielfalt der Produktionsmethoden einer modernen Kutschenmanufaktur persönlich überzeugen wollen, können Sie einen individuellen Besichtigungstermin am Produktionsstandort Beihingen vereinbaren. Die Familie Kühnle wird Ihnen gerne zeigen, warum KÜHNLE-Kutschen weltweit einen legendären Ruf genießen.

Seit 1995 unterhält die Kühnle Kutschenmanufaktur eine kleine Fertigung in der Türkei. Der türkische Mitarbeiter Metin Demir war 22 Jahre im Schwarzwälder Betrieb tätig und fertigte hauptsächlich Dressurkutschen und aufwendige Sondermodelle. Aus familiären Gründen mußte Herr Demir 1995 in die Türkei zurückkehren. Da beschlossen die Brüder Kühnle, eine Fertigungshalle in der Türkei zu bauen. Bis heute werden dort unter der Leitung von Metin Demir die bewährten Fun-Line Trainings- und Freizeitkutschen vorfabriziert, die zunehmend auch von allen namhaften Spitzensportlern für die Trainingsarbeit verwendet werden. Eine Fertigung in anderen Ländern gab es zu keiner Zeit und ist auch nicht vorgesehen.

Damit sollte die Diskussion beendet sein. Die Kühnle Kutschenmanufaktur hat niemals in Polen herstellen lassen und hat auch keine Absichten, dies zu tun. Die türkische Produktion erfolgt nach Spezifikationen von Kühnle.

In dieser Woche stellen wir, passend zur obigen Diskussion, eine gebrauchte Fun-Line-Kutsche heraus, deren Rohbau unter der Leitung von Metin Demir in der Türkei gefertigt worden ist. Die in der Türkei vorfabrizierten Fun-Line-Trainingskutschen werden in Haiterbach-Beihingen fertiggestellt und abgenommen und genießen inzwischen einen ebenso guten Ruf wie die bewährten KÜHNLE-Kutschen, die vollständig im Schwarzwald produziert werden. Metin Demir steht für die hohen Qualitätsstandards der Brüder Kühnle ein, die er im Laufe seiner langjährigen Tätigkeit in Haiterbach zur Genüge kennengelernt hat.



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Kontakt
Gustav und Paul Kühnle Kühnle Kutschenmanufaktur GmbH & Co. KG
Gründelweg 66 72221 Haiterbach-Beihingen
E-Mail   Gustav und Paul Kühnle » http://kuehnle.de
Tel. +49(0)170-730 7949 Fax +49(0)74 56 / 804

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» » Kutschen.de

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http://pferd-aktuell.de/fn

 

http://www.tuev.com/

 
Kühnle Kutschen gefertigt entsprechend den FN-Richtlinien





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Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
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