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Angebot für Kalenderwoche 07-04


Buchtipp: Was spricht eigentlich gegen Hufbeschlag?


 
   
 
Straßer, Hiltrud
Was spricht eigentlich gegen Hufbeschlag?
138 Seiten, 136 Abbildungen, Ringheftung.
Knirsch-Verlag
ISBN 3-927091-51-0
24,60 EUR


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Seminartermine 2006


Datum Ort
24. - 26. Februar Tübingen / Baden Württemberg
10. – 12. März südliches Hamburg / Nordheide
17. - 19. März Nordeifel - Losheim / NRW
24. – 26. März München / Bayern
21. – 23. April Leipzig / Sachsen
05. - 07. Mai Hufseminar / Schweiz (Bodensee)
29. Juni - 1. Juli Nordeifel - Losheim / NRW
21.- 23. Juli München / Bayern
22. - 24. September südliches Hamburg / Nordheide
20. - 22. Oktober Tübingen / Baden Württemberg
20. - 22. Oktober Nordeifel - Losheim / NRW
10. - 12. November München / Bayern
17. - 19. November Hufseminar / Schweiz (Bodensee)
08. - 10. Dezember Leipzig / Sachsen


Auszüge:

Cook war von den Arbeiten sofort begeistert und ist seitdem ein überzeugter Verfechter der Straßer'schen ganzheitlichen Behandlungs- und Heilungsmethoden am Gesamtkomplex Huf.
a.a.O., Seite 67

Alle patriarchalischen Kulturen wie die Hethiter, Chinesen, Griechen, Römer und in der Folge die "christliche" Welt, sahen keine Veranlassung, die "Sprache" des Pferdes zu erlernen und auf dieser Basis zu kommunizieren. Sie taten den Tieren so viel Gewalt an, daß denen - außer Aggressionen und Flucht - keine andere Reaktionsmöglichkeit blieb als die von den Menschen gewünschte. (Xenophon, "Über die Reitkunst" um 400 vor Christus, Horn, "Das Pferd im Alten Orient" 1995; Starke, "Ausbildung und Training von Streitwagenpferden" 1995, Junkelmann, "Die Reiter Roms" 1992). Von Xenophon wissen wir, das den Reitern die Schmerzhaftigkeit eines Trensengebisses bewußt war. Xenophon ermahnt die Reiter, niemals am Zügel zu zerren oder anderweitig unachtsam mit dem Zügel umzugehen.

Durch Zuchtauswahl wurden nur die Pferde vermehrt, die sich besser mit den Schmerzen im Maul und den Reflexkonflikten arrangieren konnten. Anders war es, den Überlieferungen zufolge, bei der Kultur, die teilweise noch lebendig ist: den Indianern Nordamerikas. In dieser Kultur ist der Mensch nur ein Teil der Natur und arrangiert sich mit den Tieren und Pflanzen respektvoll. Man nutzt die Eigenarten und das Verhalten der Mitgeschöpfe, ohne ihnen Gewalt anzutun. Aus diesem Grund brauchten die Indianer zum Reiten kein Eisenteil im Pferdemaul (auch wenn es uns in manchen Filmen anders gezeigt wird), sondern benutzten Seile aus Pferdehaaren, die um den Unterkiefer gebunden wurden (Cook, 2002) und verschiedene Arten des "Bosal", ein elliptisches Holzgestell um die Nase, an dem beide Zügel (oder nur ein Seil) am tiefsten Punkt befestigt sind. Die Erfahrung, daß sich Reiter ohne Gebißzäumung mit dem Pferd bestens verständigen können, ist nicht neueren Datums! Immer wieder begegnen uns in der Literatur Hinweise, daß sich Menschen über die Gebißpraxis Gedanken machen. Bracy Clark - den wir in erster Linie als Hufforscher kennen - hat um 1800 in England beklagt, daß den Pferden durch das Eisen im Maul Schäden und Schmerzen erwachsen und daß "die armen Tiere dann für ihr verzweifeltes Verhalten auch noch bestraft werden". Wir lesen bei "Gullivers Reisen" (J. Swift, 1726) einen Bericht Gullivers an den Pferdefürsten, wie grausam in seiner Heimat die Pferde behandelt werden: man nagelt ihnen Eisen an die Füße und steckt ihnen eiserne Teile ins Maul!

Offenbar sind doch in den letzten Jahrhunderten immer wieder auch in der westlichen Zivilisation Menschen auf den Gedanken gekommen, daß ein Stück Eisen oder überhaupt ein Fremdkörper im Pferdemaul nicht die ideale Kommunikationsmöglichkeit sei.
a.a.O., Seite 51/52

Der Gebrauch einer Gebißzäumung ist verantwortlich für

  • Reflexkonflikt im Rachen mit Verkrampfungen und Atemgeräuschen
  • Infektionen des Rachenraumes
  • Lungenödem und Lungenblutung
  • Sauerstoffmangel im Blut und Leistungsminderung
  • Zahndeformationen, die zu Kaubeschwerden und Entzündungen führen
  • Zahnerkrankungen wegen unphysiologischer Belastung
  • Verhaltensprobleme wegen Schmerzen
  • Muskelverspannungen wegen unphysiologischer Hals-Kopf-Haltung
  • Organische Erkrankungen
  • Vorzeitiges Altern wegen chronischen Sauerstoffmangels
Pferde sind für ihre Sensibilität bekannt. Diese ist am Kopf besonders ausgeprägt. Hier spielen Nerven, Tastkörperchen und Energiebahnen einer Rolle, soweit wir das heute wissen. Damit ist das Pferd optimal für alle Interaktionen mit seiner Umgebung ausgerüstet. Zusätzliche Einrichtungen stören nur!

Wenn wir mit einem anderen Lebewesen kommunizieren wollen, ist es unsere Aufgabe, uns mit dessen Sinnen und seinen Reaktionen vertraut zu machen, damit wir ihm - ohne es zu drangsalieren - verständlich machen können, was wir von ihm erwarten. Wenn wir das gelernt haben, ist es nicht notwendig, Gebißzäumungen zu benutzen. Dann allerdings hat man einen gesünderen und leistungsfähigeren - auch leistungsbereiteren - Kameraden als mit Eisen im Maul.
a.a.O., Seite 59

Zufällig ergab es sich, daß die Warmblutpferde der Autorin in einem Offenstall lebten und auf Empfehlung des Hufschmiedes ohne Hufbeschlag blieben. Das Ergebnis war, daß diese Pferde keinerlei gesundheitliche Probleme hatten, während die Pferde der Klienten von vielen Leiden geplagt waren. Diese Erkenntnis führte dazu, daß die Autorin erneut begann, die Anatomie, Physiologie, Histologie, Ethologie und das Zusammenspiel von Umwelt und Organismus zu studieren. Der Vergleich zwischen dem Inhalt der Lehrbücher und der Wirklichkeit zeigte beträchtliche Lücken und Fehler, wodurch eigene Untersuchungen und Forschungen angeregt wurden.

Der praktische, berufliche Schwerpunkt wurde auf die Hufe verlegt. Erste erstaunliche Erfolge bei Rehebehandlung stellten sich ein und beflügelten zu weiterer Forschung. [...]

Mit dem Bau der "Hufklinik" in Tübingen als pferdegerechtes Rehabilitationszentrum konnte die wissenschaftliche Forschung über Huferkrankungen und deren Behandlung intensiviert werden. [...] Mit der Übersetzung der Bücher ins Englische kam eine explosionsartige Nachfrage nach den Erkenntnissen der Autorin in Amerika, Kanada, England und Australien, gefolgt von Skandinavien und anderen europäischen Ländern. [...]

Neben der beruflichen Tätigkeit hat Dr. Hiltrud Straßer gemeinsam mit ihrem Ehemann vier Kinder aufgezogen. Die ganze Familie reitet begeistert, besonders Jagden hinter der Meute.
a.a.O., Seite 68





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