| | | Un�bertroffen: Oberst Felix B�rkner mit seinem Trakehner Herder in der Piaffe |  |  |  |
15. M�rz 2009 Hallo Nora, es ist h�chste Zeit, dass ich mich wieder melde, denn es brennt mir etwas unter den N�geln, wenn ich mir auf dem letzten Video Deine Versuche im Au�en-(Konter-)galopp ansehe, an die Du Dich etwas voreilig schon herangewagt hast. Da der einzelne Galoppsprung von KORALLE immer noch nicht gen�gend rund und versammelt ist, k�nnen folgerichtig auch Deine Versuche im Au�engalopp nur holprig, gezwungen und �bereilt sein. DER AUSSENGALOPP Wir haben uns ja schon einmal mit diesem Thema kurz befasst, aber ich will doch noch mehr darauf eingehen, wie der Au�engalopp geritten wird und letztlich f�r den Betrachter aussehen soll, und ebenso nat�rlich, welches die h�ufigsten Fehler sind, die man dabei machen kann. Warum denn komplizierter Au�engalopp, wenn's mit dem Handgalopp doch leichter geht? Der Au�engalopp z�hlt zur Grundausbildung und wird in Dressurpr�fungen ab der Klasse L verlangt. Das soll nicht hei�en, dass Du ihn nur wegen der Dressurpr�fungen �ben sollst, sondern deshalb, weil der Au�engalopp besonders Durchl�ssigkeit und Versammlung beim Pferd f�rdert. Beim Wettbewerb k�nnen Durchl�ssigkeit und Versammlung durch diese Lektion gut �berpr�ft werden. Die Versammlung, die wiederum nur bei Durchl�ssigkeit erreicht werden kann, dient letztlich wieder der Gymnastizierung. Versammlung f�rdert die Balance, die Sensibilisierung f�r korrekte Reiterhilfen und insgesamt die k�rperlichen F�higkeiten Deines Pferdes. Versammlung steht am Ende der Ausbildungsskala, aber die Durchl�ssigkeit Deines Pferdes gegen�ber Deinen Hilfen ist gefordert bei jeglicher Stufe dieser Skala, sie ist sozusagen ein 'Oberbegriff', den man nicht in eine Skala einreihen kann. Durchl�ssigkeit bedeutet einerseits, dass das Pferd die Hilfen des Reiters erkennt, annimmt und in zur jeweiligen Aufforderung des Reiters umsetzt, andererseits auch, dass die Impulse, die von den Reiterhilfen ausgehen, auch durch den K�rper des losgelassen gehenden Pferdes 'durchflie�en' und an keiner Stelle des Pferdek�rpers gehemmt werden. Die Losgelassenheit Deines Pferdes steht also in einer Wechselbeziehung zu seiner Durchl�ssigkeit. Bei Euch beiden sehe ich, dass es bei der Versammlung im Galopp von KORALLE noch sehr deutlich hapert. Das zeigt sich vor allem darin, dass sie Dir bei den Versuchen im Au�engalopp durch die Ecken zu kommen, hektisch und in kurzen hackigen Spr�ngen, mit Verlaub gesagt: im Schweinsgalopp unter Deinem Hintern davon galoppiert. Das Durchreiten der Ecken im Au�engalopp gelingt Dir deshalb noch nicht, weil Du Dein Pferd mit dem inneren Z�gel zu sehr stellst und Dich zu sehr nach innen (zur �u�eren Seite der Bahn) neigst. Du erwartest wahrscheinlich, dass diese deutlichen Einwirkungen Dein Pferd im Au�engalopp halten soll. In Wirklichkeit aber blockierst Du dabei zu sehr seine innere Schulter und auch das innere Hinterbein, Du hinderst dieses am Vorspringen und Last aufnehmen, sodass Dein Pferd sich aus diesem Zwang zu wollen, aber nicht zu k�nnen, durch eilige, kurze Spr�nge befreien will.
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