Wochenmagazin · Die ganze Welt der Pferde
10. Jahrgang · aktuell  Ausgabe 492

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten

 

 News: FN-aktuell vom 03.09.08
 Presse-Info: Olympische Spiele ...
 Personalia, z.B. ... Romeike mit Friedensreiterpreis ...

Mit   Abo   jeden Montag neu
Neu! Werden Sie   Abonnent!
Neu:   Das Glück der Erde
58 Pferde seit  gestern
Hallo   Pferdefreund!

   

  Menü    Hilfe-FAQ    Login    Newsletter     Bücher    Notizen    Presse    Termine  TV

 
  Heute neu
  Magazin 
  Pferdemarkt
  Anzeigenmarkt
  Messe
  Artikel
 Archiv
 Bachblüten
 Berichte
 Editorials
 Kunstgalerie
 Rasseportraits
 Rezensionen
 Tips
 Titelgalerie
 Zufallstitel
 Bildmaterial
 Bildschirmschoner
 Cartoons
 Comics
 Fotoalben
 Kalender
 Postkarten
 Poster
 Puzzles
 Informationen
 EWU-Presseticker
 FN-aktuell
 FN-Ergebnisdienst
 FN-Presseticker
 FN-Turniervorschau
 Leserbriefe
 Links
 Pferdenamen
 Presseinfos
 Suchstatistik
 Terminliste
 Terminkalender
 Zitate
 Besucheraktionen
 Abonnieren
 Anzeige aufgeben
 Login
 Link eingeben
 Newsletter-Abo
 Notizen
 Pferd verkaufen
 Presseinfo neu
 Termin eingeben
 Hilfe + Antworten
 Einführung
 FAQ
 Übersicht
 Geschäftliches
 Autorenhinweise
 Bannerwerbung
 Bildwerbung
 Impressum
 Konditionen
 Kontaktformular
 Mediadaten
 Service
 Textwerbung
 
Bericht Zu den Themen Hufpflege, Wanderreiten · Diktatur
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 466.08 der Pferdezeitung vom 02.03.08
 Menü Hauptartikel 466  Mit Pferd und Hund ...  Tschiffely  Heldentum  Schmiergeld
 Diktatur 
 Hufbeschlag  Eisenfrei
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin


In meinem ersten Artikel hatte ich schon erwähnt, daß Günter Wamser sich bezüglich des Hufbeschlags vollkommen konventionell verhalten hatte. Wie bei seiner widersprüchlichen Haltung hinsichtlich der Anpassung an die Verhältnisse des Gastlandes war auch seine Haltung gegenüber den Pferden durchaus widersprüchlich. Er machte sich hinsichtlich der Haltung und Methoden der heimischen Gauchos keinerlei Illusionen:

Zu Hause in Deutschland hatte ich eine lange Checkliste zur Auswahl der Pferde erstellt. Diese wollte ich Punkt für Punkt durchgehen, ähnlich wie meine Listen bei Wartungsarbeiten an Flugzeugen - in Deutschland hatte ich zuvor als Flugtriebwerkmechaniker gearbeitet. Zwei Wallach sollten es sein, im Alter zwischen sechs und acht Jahren. Der Rücken sollte kurz und kräftig sein, der Brustkorb breit mit viel Platz für Herz und Lunge und die Hufe weder zu flach noch zu breit. Ich hatte gelernt, daß man das Alter von Pferden an der Abnutzung ihrer Zähne ablesen kann. Ich hatte mir Zeichnungen angesehen und konnte auf diesen das Alter auch bestimmen. Aber in Wirklichkeit, am Pferd selbst, war plötzlich alles ganz anders. Mir fehlte die praktische Erfahrung. Außerdem erwies es sich als nicht gerade einfach, ein wildes Pferd zu bitten, sich ins Maul und auf die Zähne schauen zu lassen. [...]

Ich holte meine Liste gar nicht erst heraus. Ich verließ mich einfach auf mein Glück. [...]

Das Alter der Pferde stand den Tieren dieser Estancia wortwörtlich ins Gesicht geschrieben. Sie hatten die letzte Ziffer ihres Geburtsjahres als Brandzeichen zusätzlich zur Marke der Estancia eingebrannt bekommen. Dies wurde ihnen als Jährlinge angetan, sie wurden gefesselt und zu Boden geworfen und gleichzeitig kastriert, ohne Betäubung und ohne Medizin. Dieser Überfall war ihr erster und bisher einziger Kontakt mit der Spezies Mensch. Was sollten sie also von uns halten? Jetzt lag es an mir, dieses Bild zu korrigieren und mit meinen Pferden zu arbeiten.

Zunächst beobachtete ich die Gauchos bei ihrer Arbeit. Die Pferdeherde wurde jeden Morgen in den Korral getrieben, wo ein Gaucho nach dem anderen sein Arbeitspferd für den Tag mit einem gekonnten Lassowurf einfing. Waren diese Pferde erst einmal unter dem Sattel, dann gehorchten sie perfekt. Tatsache aber war, daß keiner der Gauchos sich seinem Pferd im Korral so weit nähern konnte, daß er ihm das Halfter umlegen konnte. Ich hatte mich nie mit dem Zureiten von Pferden beschäftigt. Mir fehlte jede Erfahrung, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Aber ich wußte, es gab unterschiedliche Methoden, ein Pferd zuzureiten. Zum einen gibt es die totale Dominierung des Pferdes, aus dem Sattel und zu jeder Zeit. Dies schien mir bei den Pferden der Gauchos der Fall zu sein. Die Tiere tun, was man von ihnen verlangt, aber sie tun es nicht freiwillig. Sie gehorchen aus Furcht. [...]

Für meine Tiere wollte ich aber keine Diktatur, ich wollte eine Partnerschaft. Ich wollte, daß meine Pferde mich als »Alphatier« anerkannten, wobei ich anständiges Benehmen und Manieren voraussetze. Ich erinnerte mich, einmal gelesen zu haben, daß das Pferd das empfindsamste aller Haustiere ist. Im Unterschied zum Hund, der gehorcht und mehr oder weniger der Sklave seines Meisters ist, läßt sich ein Pferd selten versklaven. Es behält seine Würde. Man kann einen Hund dazu bringen zu kriechen, nie aber kann man ein Pferd dazu bringen - außer mit Liebkosungen - den Kopf zu senken. Das sollte mein Ziel sein.

a.a.O., Seite 7-8

Günter Wamser entscheidet sich also ganz bewußt und deutlich gegen die herkömmlichen Methoden seines Gastlandes, obwohl er noch nicht einmal weiß, ob seine Methode überhaupt funktioniert. Was aber den Hufbeschlag betrifft, so entwickelt er noch nicht einmal ein Problembewußtsein. Pferde müssen beschlagen werden, und wenn es dabei Probleme gibt, sind sie unvermeidlich, kein Anlaß dazu, die ganze Sache zu hinterfragen. Man hat das schon immer so gemacht und bestärkt sich gegenseitig in seinen Vorurteilen.






nächster Abschnitt:   Hufbeschlag     Gesamttext     Druckversion


Thema Bildschirmschoner
Wanderreiten 65 Bilder,  Pferdereich Sonnabend Abend
Wanderreiten 74 Bilder,  Pferdereich Sonnabend Nachmittag
Wanderreiten 139 Bilder,  Pferdereich Sonnabend
Wanderreiten 90 Bilder,  Pferdereich Freitag Nachmittag
Wanderreiten 90 Bilder,  Pferdereich Freitag Vormittag
Wanderreiten 180 Bilder,  Pferdereich Freitag
Wanderreiten 100 Bilder,  Pferdereich Donnerstag
Wanderreiten 29 Bilder,  Wanderritt zu Dritt
6  Poster zu Ausgabe 466
 Lateinamerika grüßt Die Vornehmen vorweg
 Die Masse folgt Einfache Leute sind uniform
 Schöne Rücken Klischees wollen bedient werden
 Die Masse macht's Auch die Pferde sind geklont
 Ausdruck der Macht Pferd und Kostüm: prächtig
 Abteilungsreiten In Reih und Glied


AddThis Social Bookmark Button


Bericht Zu den Themen Hufpflege, Wanderreiten · Diktatur
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 466.08 der Pferdezeitung vom 02.03.08
 Menü Hauptartikel 466  Mit Pferd und Hund ...  Tschiffely  Heldentum  Schmiergeld
 Diktatur 
 Hufbeschlag  Eisenfrei
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin



  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten


 Anfang  Autorenhinweise  Mediadaten  Kontakt   ›Impressum  Konditionen     Leserbrief
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails zu veröffentlichen. (Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind)

http://xmesse.de

 
» » Workshop OOP
 
 
 

http://www.maxthon.com

 
» » Maxthon
 
Die Adresse dieser Seite: pferdezeitung.com/Hauptartikel/466/Diktatur
Es ist jetzt der 05.09.2008, 08:24, GMT +01:00
Konsequent in alter Rechtschreibung - ausgenommen Fremdautoren.
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Deutsch/Englisch-Übersetzung: » dict.cc


Keppel

 

  Wöchentlich neu erscheinende Fachartikel

 
 
 

Ansorena

 

  Pferdefotograf aus Leidenschaft

 
Zum  Pferd:  Pferde-Messe ·  Pferdemarkt ·  Pferdekauf ·  Pferdeverkauf
Verantw. im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Werner Popken
©1999-2008 · ISSN 1437-4528 · Statistik:  Übersicht
0049(0)5744-5115-74   0049(0)5744-5115-75   0049(0)160-795-7163
ISIS GmbH & Pferdeverlag · Hauptstr. 13 · 32609 Hüllhorst
Germany · HRB 2627 AG Bad Oeynhausen · USt-Id DE811992532


  Versicherung · Vergleich Pferde
 Themen · Die Grundlagen · Vertragsvarianten · Vorteile der privaten Rentenversicherung · Für wen geeignet · ...

  Aus Ausgabe 492 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 08-36
z.B.   Westphalen/08-36: Pferderechtswissen für den juristischen Laien Die Entscheidung "Zylinderkopfdichtung" des BGH vom 18.07.2007 und ...