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Heidi Keppel
 
 
Entwurmung und Impfung von Fohlen und älteren Pferden
Teil 7
Von   Heidi Keppel


Wir haben nun in den letzten Wochen alle wichtigen Impfungen durchgesprochen und dabei auch die jeweiligen Vor- und Nachteile näher beleuchtet. Zu den größten Nachteilen gehören zweifelsohne mehr oder weniger nachhaltig wirkende Impfschäden, die aus verschiedenen Gründen entstehen können. Nicht nur der Gesundheitszustand und die Allergiebereitschaft des geimpften Pferdes, auch die allgemeine Impfpraxis und diverse Begleitumstände spielen in solchen Fällen eine große Rolle, wie ich bereits in meinen früheren Tipps erwähnte.

Verhindern bzw. beseitigen lassen sich solche Impfschäden oft auch mit der Unterstützung homöopathischer Heilmittel. Es existieren hierzu verschiedene Erfahrungsberichte, doch die wichtigsten Arzneien in diesem Zusammenhang sind meist Sulfur und Thuja. Vorbeugend kann an den letzten 1-3 Tagen vor der Impfung auch noch Arnica D30 (1mal täglich 10 Tropfen bzw. Globuli) gegeben werden, und zur Nachbehandlung eignet sich häufig auch Silicea D30 (3-4 Tage lang jeweils 1mal täglich 10 Tropfen oder Globuli nach Abklingen der eigentlichen Beschwerden).

Am Tag der Impfung hingegen hat sich Sulfur D30 am besten bewährt, es wird etwa eine Stunde nach der Impfung gegeben (10 Tropfen oder Globuli) und hilft so dem Körper, mit der Impfbelastung besser fertig zu werden. Die Entgiftung durch die Leber wird dabei ebenso wie die Antikörperbildung gefördert, sodass dieses Homöopathikum prinzipiell bei jeder Impfung und bei jedem Pferd zur Anwendung kommen kann.

Thuja D30 hingegen hat sich vor allem bei der Behandlung von bereits entstandenen Impfschäden sehr bewährt und wird meist als einmalige Gabe (10 Tropfen oder Globuli) einen Tag nach der Impfung oder auch noch später verabreicht. Die Wirkung dieses Mittels hält 1-2 Wochen an und kann danach notfalls wiederholt werden. Verwendet man stattdessen eine D12 muss diese Arznei über mehrere Tage täglich (jeweils 10-15 Tropfen oder Globuli) verabreicht werden.

Bei starken Impfschäden, die vor allem dann entstehen, wenn Pferde den Erreger, gegen den sie geimpft werden, bereits latent schlummernd in sich tragen, eignen sich zur Behandlung auch so genannte Impfnosoden. Sie werden nach dem homöopathischen Prinzip aus dem betreffenden Erreger bzw. aus dem Impfstoff hergestellt und wirken meist ganz spezifisch nur auf die von ihm hervorgerufenen Krankheitssymptome.

Eine weitere alternative Heilmethode, die bei Impfschäden gute Dienste leisten kann, ist die Eigenblutbehandlung, bei der das Blut des betroffenen Tieres - genau wie bei der Herstellung anderer homöopathischer Nosoden - mit Alkohol mehrfach potenziert und danach demselben Tier wieder injiziert oder oral eingegeben wird. Diese Therapieform sollte aber unbedingt nur von anerkannten Tierheilpraktikern durchgeführt werden, da es dabei auch zu sehr starken Überreaktionen und tief greifenden Wirkungen kommen kann, die der Laie unmöglich richtig abschätzen kann.

Eine weitere homöopathische Arznei, die vor allem bei Impfreaktionen mit starker, schmerzhafter Schwellung der Einstichstelle zu empfehlen ist, ist Apis D30. Meist genügt auch hier eine einmalige Gabe von 10 Tropfen oder Globuli, um die Überreaktion, die meist auf einen allergischen Prozess zurückzuführen ist, auf ein normales Maß zu reduzieren. Mehr zum Thema ,Impfreaktionen' erfahren Sie übrigens in meinem nächsten Tipp!






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