| | | Nez Percé Eheleute, ca. 1900 |  |  |  |
| | | Die Zeiten waren sicher nicht einfach. Charbonneau schloß sich mit seiner Frau Sacajawea der Expedition an.
| Während der Expedition brachte die etwa 16-jährige Sacajawea am 11. Februar 1805 in Fort Mandan (North Dakota) ihr erstes Kind zur Welt, wobei Meriwether Lewis Geburtshilfe leistete. [...]
Sacajawea war als Dolmetscherin und Kundschafterin für Lewis und Clark eine wertvolle Hilfe. Sie erwies sich bei den Bestimmungen von neu entdeckten und bis dahin unbekannten Pflanzen und Tieren als äußerst nützlich und kundig. Mehr als einmal bewahrte sie die Expeditionsteilnehmer vor dem Tod, da sie durch ihre Anwesenheit und durch ihr diplomatisches Geschick die unterschiedlichsten Indianerstämme von einem Angriff abhalten konnte. Außerdem war sie im Gegensatz zu ihrem Ehemann Charbonneau sehr mutig und unerschrocken. So warf Sacajawea sich einmal in die tosenden Fluten des Missouri River, um Ausrüstungsgegenstände aus dem Fluss zu bergen, nachdem eines der Boote gekentert war.
Während der Expedition begegneten die Teilnehmer einigen Shoshone-Indianern. Dabei stellte sich heraus, dass der Häuptling Camehawait Sacajaweas Bruder war. Jetzt war es ein Leichtes, von den Shoshone die nötigen Packpferde für die Überquerung der Rocky Mountains zu erwerben.
Sacajawea starb kurz nach der Geburt ihrer Tochter Lisette am 22. Dezember 1812 vermutlich an einer schweren Krankheit, im Fort Manuel, einem Handelposten der Missouri Fur Company, im heutigen Montana. Ihre beiden Kinder wurden von William Clark adoptiert. » Sacajawea | | |
Für die Überquerung der Rocky Mountains tauschten die 33 Entdecker Pferde von den Shoshonen ein. Auf dem Rückweg trennten sich die Gruppe auf, um unterschiedliche Wege zu erforschen. Clark durchquerte dabei das Gebiet der Crow-Indianer, die als Pferdediebe bekannt waren. In der Nacht wurde ihm die Hälfte der Pferde gestohlen, obwohl kein Crow gesehen wurde. Lewis traf auf dem Rückweg am 15. Februar 1806 auf die Nez Percé und schrieb in sein Tagebuch:
| "Their horses appear to be of an excellent race; they are lofty, eligantly [sic] formed, active and durable: in short many of them look like fine English horses and would make a figure in any country." Lewis did note spotting patterns, saying, "…some of these horses are pided [sic] with large spots of white irregularly scattered and intermixed with black, brown, bey [sic] or some other dark color."
"Ihre Pferde scheinen eine elegante Rasse zu sein; sie sind vornehm, elegant gebaut, energisch und ausdauernd: kurz gesagt sehen viele von ihnen wie gute englische Pferde aus und würden in jedem Land eine gute Figur machen". Lewis bemerkte Fleckenmuster und schrieb: "... einige dieser Pferde sind gescheckt mit großen weißen Flecken, die unregelmäßig mit schwarzen, braunen, rotbraunen oder anderen dunkle Farben vermischt sind." » Appaloosa | | |
Historiker argumentieren, daß Lewis hier gescheckte Pferde beschreibt. Selbst wenn er die heutigen Leoparden-Muster gemeint haben sollte, schätzt der ApHC, daß zu dieser Zeit höchstens 10% der Pferde der Nez Percé gefleckt gewesen sind. Auf jeden Fall ist klar, daß die Nez Percé Anfang des 19. Jahrhunderts viele einfarbige Pferde besaßen und erst viel später die Farbzucht forcierten. Gegen Ende des Jahrhunderts besaßen sie viele davon.
Damit sind wir bei den legendären Züchtern angelangt, denen wir die Appaloosas verdanken. Über ihr Schicksal und die weitere Entwicklung der von ihnen gezüchteten Pferde werde ich in der nächsten Woche berichten.
Quellen / Verweise
Fotos
› Werner Popken, » Wikipedia, » Appaloosamuseum
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