| | | Janosch und Rossini als unscheinbares Fohlen |  |  |  |
| | | | Rossini gekört als Musterhengst |  |  |  |
| | | | Rossini hat eine ungewöhnlich prächtige Mähne |  |  |  |
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Osaheli Rossini auf Zirkus-Tournee Als Botschafter für seine gefährdete Rasse unterwegs von › Werner Popken
Zu den Themen Beistellpferd, Dülmener, Körung |
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Nun hatten Henning Papendorf und Dr. Sabine Sellig also einen gekörten Dülmener Hengst im Stall. Aus dem zotteligen Hengstfohlen, dem die Nachbarn bei der Ankunft höchstens drei Tage gaben, war dank guter Pflege das Musterbeispiel eines "Wildpferdes" geworden.
| Das Dülmener Wildpferd ist eine ursprünglich aussehende Pferderasse von meist braun- oder graufalber Färbung, die den für Wildpferde typischen Aalstrich von der Mähne bis zum Schweif aufweist. Es kommen Falben in allen Schattierungen, aber gelegentlich auch Braune und Rappen vor. Auf Grund der bisherigen Zucht dominieren aber graufalbe und braunfalbe Tiere mit einer Wildzeichnung, Aalstrich und Schulterkreuz. An den Beinen kann es zu dunklen Streifen kommen, die an ein Zebra erinnern. Dies, so genannten Zebrastreifen sind auch Wildzeichnungen, sie kommen auch oft bei Fjordpferden (Norwegern) vor.
Exterieur Das Stockmaß des Dülmener Wildpferds liegt zwischen 125 und 135 cm, der Körper ist rechteckig mit wenig ausgeprägtem Widerrist und die Schulter ist schräg. Der Hals sollte nicht zu lang und leicht gebogen sein, wobei ein leichter Unterhals vorhanden sein kann. Der mit einer breiten Stirn versehene Kopf ist mittelgroß, die Ohren sind klein und der Nasenrücken ist gerade oder leicht konkav. Die Hinterhand ist muskulös und gut entwickelt, die Hufe sollten möglichst klein, hart und rundlich sein und die Fessel nicht zu stark ausgeprägt. Die Dülmener Wildpferde (und Nachkommen) haben einen ausgeprägten Behang an den Fesseln. Auch Mähnen- und Schweifhaar ist sehr ausgeprägt.
Interieur Die Tiere gelten als ausgesprochen robust und widerstandsfähig, dabei als gutmütig, freundlich und bei entsprechender Behandlung als ausgesprochen lernfähig. Sie sind sehr genügsam und gute Futterverwerter. » Dülmener Wildpferd | | |
"Ist der Hengst in Anspruch genommen worden?" wunderte ich mich. "Nein, nie - wir haben ja auch keine Werbung gemacht. Na ja, er war schon mal bei den Stuten, nämlich bei den Nachbarn. Da ist er einfach über den Zaun gesprungen. Das gab Ärger. Die Stuten gehen auf Turniere, da können sie so etwas nicht gebrauchen. Angeblich haben sie sogar ein Fohlen abtreiben lassen. Wir mußten den Zaun also ausbruchssicher gestalten." So war das ja auch nicht gemeint. Hm.
"Da war er drei Jahre alt, Stockmaß 1,20m, und der Zaun war 1,25m hoch. Das ist für Pferde gar kein Problem. Die springen alle zwei Meter, wenn sie wollen, aus dem Stand, unabhängig von der Größe", erklärte Henning Papendorf. "Im » Saupark Springe sind 2,5m hohe Zäune, und die sind in Panik auch übergesprungen worden."
Laut » Westfälischem Hengstverzeichnis 2007 sind neben Osaheli Rossini acht weitere Dülmener Hengste aufgeführt und für die Dülmener zugelassen. Osaheli Rossini taucht dort unter der Lebendnummer » DE 341412402197 auf. Der Zuchtverband » IG Dülmener Wildpferd Deutschland e. V. verzeichnet insgesamt 19 gekörte Hengste. Die meisten Hengsthalter besitzen einen Hengst, einige zwei, Andrea Oedekoven in Hemer besitzen mit 3 Hengsten mehr als jeder andere: » Deckhengste in der IG Dülmener Wildpferd e. V.
Angesichts der Tatsache, daß auch die Dülmener gut und gerne zwanzig Jahre oder mehr alt werden können und jedes Jahr 30 - 50 Junghengste aus der Herde versteigert werden (das nächste Mal am 28. Mai 2007, siehe › Wildpferdefang), muß diese niedrige Zahl verwundern. Werden alle diese Hengste bis auf vielleicht einen oder zwei pro Jahr kastriert?
Die Frage ist aber zu kurz gefaßt. Man müßte doch annehmen, daß diese Pferde durchschnittlich mindestens zehn Jahre alt werden. Demgemäß müßte es außerhalb der Wildbahn mindestens 3000 Dülmener geben. Das stimmt aber nicht. Die Dülmener gelten als gefährdete Rasse. Mit 3000 Exemplaren außerhalb des Wildgeheges wäre das nicht der Fall.
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