| | | Reiter mit Speer gegen Bogenschütze |  |  |  |
| | | | Reiter mit Speer gegen Reiter |  |  |  |
| | | | Reiter mit Bogen gegen Fußvolk |  |  |  |
| | | | Geköpfter, Wagenrad, tote Pferde im Fluß |  |  |  |
| Unter der Adresse » MONUMENTS OF NINEVEH finden Sie PDF-Dateien mit Reproduktionen von Zeichnungen, die bei den Ausgrabungen vor Ort im 19. Jahrhundert entstanden sind. Nebenstehend vier Ausschnitte aus den Postern zu dieser Ausgabe ( Poster 409), die diesem Buch entnommen sind.
Sie lesen sich wie jede Kriegsberichterstattung - der Feind wird vernichtend geschlagen, Frauen, Kinder, alte Leute, Ziege, Schafe, Esel und Pferde in die Gefangenschaft geführt.
Eine Prozession aus Frauen und Kindern huldigt im Angesicht der Toten den Göttern, vorne weg eine Kapelle mit Flöten und Harfen.
Der König fährt standesgemäß im Punktwagen vor, seine Pferde werden von Hand geführt. Fußvolk bläst Schweinebälge auf, um mit dieser Schwimmhilfe über den Fluß zu gelangen.
Ein Zug von gefesselten Kriegsgefangenen wird angeführt von Kriegern und Zivilisten, die abgeschlagene Köpfe präsentieren, eine Truppe von Reiter mit Schwertern prescht auf den Gegner zu, wobei jedes Pferd eine » Schabracke trägt, wie sie noch heute Mode ist. Die Wikipedia erklärt die besondere Form der Schabracke durch die Notwendigkeit, Werbefläche zur Verfügung stellen zu müssen - welch ein Irrtum!
Die berittenen Bogenschützen schießen sowohl aus dem Galopp als auch aus dem Stand. Der Trab war vermutlich zu unbequem, der Schritt nur für Paraden und Märsche. Schilde wurden offensichtlich nicht gebraucht. Bogenschützen konnten sich damit nicht belasten, mit dem Speer ritt man auf Angriff. Die Pferde waren schon ganz ähnlich gezäumt wie heute und wurden am losen Zügel geritten.
Man glaubt diesen Bildern, weil sie so eindringlich sind. So etwas erfindet man nicht, man schildert das Erlebte. So werden die Gegner auf dem Schlachtfeld zerhauen und vernichtet. Die Pferde spielen dabei eine ganz wesentliche Rolle. Sofern der Gegner ebenfalls über Pferde verfügt, macht er eine ganz unglückliche Figur.
Die berittenen Truppen waren also durchtrainiert und schlagkräftig, mit den Pferden wurden die Schlachten gewonnen. Und wie hat man es so weit gebracht? Wie hat man die Pferde trainiert, wie die Reiter? Gab es damals schon eine Heeresreitvorschrift? Vermutlich ja. Sie ist uns nicht überliefert oder wir haben sie noch nicht gefunden.
Eine Ausbildungsvorschrift für Wagenpferde ist bereits ausgegraben worden. Die Methoden, die darin gelehrt werden, sind heute noch hochaktuell. Mehr darüber in der nächsten Woche.
Quellen / Verweise
Fotos
Werner Popken
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