Das Tier kann seine Interessen aber sehr wohl direkt mit eigenen Mitteln durchsetzen - ein Hund kann beißen, eine Katze kratzen, ein Pferd ausschlagen, um nur einige Möglichkeiten zu nennen, die jeder Tierfreund kennt. Insofern ist das Tier keineswegs vollständig vom Menschen abhängig, jedenfalls nicht abhängiger als ein Mensch von einem anderen Menschen.
Bekanntlich kann man seine Mitmenschen durch allerlei Mittel gefügig machen, unter anderem auch solchen, die auch gegenüber Tieren angewandt werden, etwa durch Drohungen, die auch lediglich Drohgebärden sein können, oder direkte Gewaltanwendung durch Strafen. Diese gelten im normalen Umgang mit Tieren sogar als mehr oder weniger normal (beim Pferd: Gebiß, Sporen, Peitsche, Verschnallungen), während sie unter Menschen (inzwischen) verboten sind. Eheleute dürfen sich nicht mehr gegenseitig züchtigen, Eltern die Kinder ebensowenig.
Die Ausbeutung der unterlegenen, abhängigen Position des Tieres für jeglichen Zweck würde diesen also nach der oben angeführten Logik automatisch zum Mißbrauch stempeln und als Akt der Gewalt gelten müssen. Das muß man sich aber ganz genau überlegen - die Konsequenzen dieses Ansatzes sind weitreichend.
Liebe Pferdefreunde, damit macht sich jeder, der irgend etwas mit seinen Pferden anstellt, was immer es sein mag, des Mißbrauchs schuldig und muß als Gewalttäter gelten, also auch Sie! Diese Argumentation wird in der FAQ noch einmal erhärtet:
| Ist es auch dann sexueller Missbrauch, wenn das Tier sich nicht gegen die Handlungen wehrt?
Jede sexuelle Handlung eines Menschen mit oder an einem Tier, die er vollzieht, um sich selbst oder andere sexuell zu erregen, ist sexueller Missbrauch. Zum Beispiel kann die körperliche Gegenwehr des Tieres im Eigeninteresse des Menschen durch gezielte Manipulationen (z.B. schon im Welpenalter) unterdrückt werden. Duldungs- und Kooperationsverhalten können - selbst bei objektiv vorhandenen Schmerzempfindungen - erlernt werden. Dies wird durch tierärztliche Erfahrungen eindeutig belegt. Doch die alleinige Kontrolle über die Situation, das heißt, das WER, WANN, WIE und WO der Handlung liegt beim Missbrauchenden. Er hat die vollständige Entscheidungsgewalt. Denn er selbst wählt das zu missbrauchende Tier, er entscheidet allein über den Zeitpunkt des Missbrauchs, bestimmt den Ort, an dem er stattfindet und entscheidet über die Sexpraktiken, die er vollziehen will. » VTL - FAQ Häufig gestellte Fragen | | |
Wenn Sie das Wort "sexuell" in diesem Text gegen "normal" austauschen, wird die Absurdität der Argumente besonders deutlich:
| Ist es auch dann normaler Missbrauch, wenn das Tier sich nicht gegen die Handlungen wehrt?
Jede normale Handlung eines Menschen mit oder an einem Tier, die er vollzieht, um sich selbst oder andere normal zu erregen, ist normaler Missbrauch. Zum Beispiel kann die körperliche Gegenwehr des Tieres im Eigeninteresse des Menschen durch gezielte Manipulationen (z.B. schon im Welpenalter) unterdrückt werden. Duldungs- und Kooperationsverhalten können - selbst bei objektiv vorhandenen Schmerzempfindungen - erlernt werden. Dies wird durch tierärztliche Erfahrungen eindeutig belegt. Doch die alleinige Kontrolle über die Situation, das heißt, das WER, WANN, WIE und WO der Handlung liegt beim Missbrauchenden. Er hat die vollständige Entscheidungsgewalt. Denn er selbst wählt das zu missbrauchende Tier, er entscheidet allein über den Zeitpunkt des Missbrauchs, bestimmt den Ort, an dem er stattfindet und entscheidet über die Normalpraktiken, die er vollziehen will. | | |
Sie sehen, vom Standpunkt dieser Leute aus darf man mit Tieren gar nichts machen. Ob diese Tierfreunde mit ihren Tieren schmusen und kuscheln? Wenn ja: Wie rechtfertigen sie das? Bleiben sie dann eiskalt oder lassen sie sich durch diese Handlung erregen? Wenn nicht, warum tun sie das dann? Na also. Ob das nicht sexueller Mißbrauch ist? (Vorsicht: Ironie!)
Die Frage, ob das Tier sich gegen den menschlichen Übergriff wehrt oder womöglich gar nichts dagegen hat, die Zumutung vielleicht sogar genießt, wird ja gar nicht gestellt. Das ist unerheblich. Es zählt einzig die Absicht des Menschen.
Diese Art von Argumentation, die auf mich außerordentlich aggressiv und gewalttätig wirkt, kennt man auch aus der Pornographiediskussion, wo ebenfalls das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wurde.
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