Leserbrief 1699 11.02.06
Re: Feedback
Sehr geehrter Herr Popken,
schade, dass Ihnen mein Buch nicht gefallen hat.
Obwohl ich den Eindruck habe, dass Sie es nicht ganz durchgelesen haben, sondern nur etwas finden wollten, um sich über die FN lustig zu machen. Das ist eine Sache und auch Ihr gutes Recht. Die andere Sache ist aber, dass ich Sie eigentlich immer als objektiven Kollegen geschätzt habe. Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben mit diesem Buch. Es enthält neben den Aufgaben zur GHP auch Hinweise aus meiner täglichen Praxis, wie sich Pferdebesitzer in verschiedenen Situationen verhalten und wie Sie mit Ihrem Pferd üben können. Ein überwiegender Prozentteil meiner täglichen Arbeit besteht darin, Pferden die Angst zu nehmen vor Traktoren, Kühen, Autos und anderen Gegenständen. Ich habe viele Kunden, die perfekt eine S-Dressur reiten, ihr Pferd aber nicht von A nach B führen können, wenn dazwischen eine Frau mit einem Regenschirm steht.
Weiter gehört für mich auch dazu, in jedem Buch eine Lanze zu brechen für die Artgerechte Haltung der Pferde. Auch dies wurde mit keinem Satz von Ihnen erwähnt(Meine eigenen Pferde stehen auch in einem LAG-Offenstall). Sie schreiben, dass Sie das Buch für "aufgeblasen" halten. Aufgeblasen, weil ich über Faktoren der Pferde-Wahnehmung berichte, die höchstens 20% der Reiter bewusst sind??
Und nun zu den "gelb-blauenn Würsten": Wenn Sie sich eingehender mit dem Thema der Dual-Aktivierung auseinandersetzen würden, würden Sie -wie viele Personen, die die entsprechende Sachkenntnis haben- feststellen, dass es eine innovative Trainingsmethode für Pferde darstellt. Das finden übrigens auch Ausbilder der Wiener Hofreitschule, Westerntrainer und Olympia-Reiter.
Aber vielleicht regt es Sie ja an, das GHP-Buch noch einmal aufmerksam durchzulesen oder sich gleich an die nächste Rezension zu geben, denn der Buch-Text "Dual-Aktivierung" von Michael Geitner (das mit den gelb-blauen Würsten) stammt auch von mir.(Vrgl. Impressum)
Viele Grüsse Kiki Kaltwasser Linden 2 53940 Hellenthal 02447-913555 Sehr geehrte Frau Kaltwasser! Herzlichen Dank für Ihre Zuschrift, die ich zur Ergänzung gern veröffentliche. Ich hatte nicht den Eindruck, daß in meiner Rezension von "Gefallen" die Rede war, aber es kann natürlich sein, daß es so gelesen werden wird. Um Ihren Brief angemessen beantworten zu können, habe ich meine Rezension erneut gelesen. Die von den Ihnen kritisierten Punkte kann ich dort nicht entdecken, im Gegenteil, ich habe genau das herausgearbeitet, was Sie vermissen: | Es ist sorgfältig produziert, umfangreich, gut gegliedert. Es ist vielleicht nicht nur für die Gelassenheitsprüfung zu gebrauchen, sondern auch für den Alltag. So ist die Gelassenheitsprüfung ja auch gemeint: Alltägliche Situationen, die zu Problemen führen können, werden simuliert, die Problemsituationen systematisch geübt und damit entschärft. Man muß also nicht unbedingt auf die Gelassenheitsprüfung hinarbeiten. Rezension | | | Meine Kritik hinsichtlich der "Aufplusterung" ist begründet und nachvollziehbar. Ich nehme sie aber nicht zum Anlaß, das Buch herabzuwürdigen, sondern betone im Gegenteil, daß diese Kritik zu vernachlässigen ist und dem Wert des Buches nichts nimmt. Vielleicht sollten Sie einmal meine Kritik sorgfältig lesen. Dann finden Sie auch, daß ich gerade den Aspekt betont habe, daß viele Pferdebesitzer, egal auf welchem Level, aus diesem Buch Nutzen ziehen können.
Gerne bespreche ich auch das von Ihnen erwähnte Buch von Herrn Geitner; vielleicht regen Sie beim Verlag an, daß man mir ein Rezensionsexemplar schickt.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Popken
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