Wochenmagazin · Die ganze Welt der Pferde
11. Jahrgang · aktuell  Ausgabe 510

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten

 


 
interessant:  » Zwischenbilanz zum Grundeinkommen

 News: FN-aktuell vom 07.01.09
 Presse-Info: Springreiter Daniel ...
 Persönliche Mitglieder, z.B. Tierschutztagung in Schleswig-Holstein


    Magazin: jeden Montag neu
Neu:   Ein engagierter Leserbrief
Tipps vom Experten auf dem Prüfstand
Hallo   Pferdefreund!

   

  Menü    Hilfe-FAQ    Login    Newsletter     Bücher    Notizen    Presse    Termine  TV

 
  Heute neu
  Magazin 
  Pferdemarkt
  Anzeigenmarkt
  Messe
  Artikel
 Archiv
 Bachblüten
 Berichte
 Editorials
 Kunstgalerie
 Rasseportraits
 Rezensionen
 Tips
 Titelgalerie
 Zufallstitel
 Bildmaterial
 Bildschirmschoner
 Cartoons
 Comics
 Fotoalben
 Kalender
 Postkarten
 Poster
 Puzzles
 Informationen
 EWU-Presseticker
 FN-aktuell
 FN-Ergebnisdienst
 FN-Presseticker
 FN-Turniervorschau
 Leserbriefe
 Links
 Pferdenamen
 Presseinfos
 Suchstatistik
 Terminliste
 Terminkalender
 Zitate
 Besucheraktionen
 Anzeige aufgeben
 Login
 Link eingeben
 Newsletter-Abo
 Notizen
 Pferd verkaufen
 Presseinfo neu
 Termin eingeben
 Hilfe + Antworten
 Einführung
 FAQ
 Übersicht
 Geschäftliches
 Autorenhinweise
 Bannerwerbung
 Bildwerbung
 Impressum
 Konditionen
 Kontaktformular
 Mediadaten
 Service
 Textwerbung
 
Bericht Zum Thema  Jubiläum · Raus Rolle
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 338.05 der Pferdezeitung vom 18.09.05
 Menü Hauptartikel 338  Das Ende der Ära Rau
 Raus Rolle 
 Nürnberger Prozeß  Vornholz
 Verden  Helsinki  Hans Günter Winkler  Rau stirbt
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin


Die zweifelhafte Darstellung der Rolle Raus im Dritten Reich, die ich bereits in der letzten Ausgabe deutlich bemängelt habe, wird an folgender Passage nochmals deutlich:

Ohne das unermüdliche Wirken Gustav Raus hätte der Deutsche Pferdesport wohl weit mehr Zeit benötigt, an seine alte Leistungsstärke anzuknüpfen. Nach dem totalen Zusammenbruch des Deutschen Reiches und damit des gesamten öffentlichen wie sportlichen Lebens wirkt es heute wie ein Wunder, daß schon bei den olympischen Spielen von Helsinki 1952 die deutschen Equitanan eine Silber- und drei Bronzemedaillen erzielen und sich erneut an der Weltspitze behaupten können. [...]

Bei Kriegsende steht Gustav Rau vor den Trümmern seiner Arbeit. Aber er ist kein Mann, der resigniert. Er hatte sich mit vielen arrangieren können. Trotz offenkundiger Sympathie für die nationalsozialistische Bewegung hatte man ihn nach nur einjähriger Dienstzeit seines Amtes als Oberlandstallmeister der Preußischen Gestütsverwaltung enthoben. Über die Gründe wurde viel spekuliert. Ob Rau wirklich - wie sein Biograph Karl Schönerstedt schreibt - die ländlichen Reitervereine vor dem Zugriff der es Art und es erst schützen wollte und deshalb politischen Ungnade fiel, wird wohl niemals zu beweisen sein. Auch die These, Rau habe sich geweigert, das Hakenkreuz als Brandzeichen des deutschen Pferdes zu akzeptieren, verläßt nicht den Rahmen der Spekulation. Im 1933 politisch gleichgeschalteten, stets die nationalsozialistische Ideologie verbreitenden Magazin St. Georg wird viel über Brandzeichen berichtet, auch über Vereinheitlichung verschiedener Brände aus denselben Zuchtprovinzen. Vom Hakenkreuz als deutsches Brandzeichen aber ist niemals die Rede. Es hätte kein besseres Organ gegeben, derartige Pläne zu veröffentlichen, so sie denn tatsächlich ernsthaft erwogen worden wären. Daß Gustav Rau trotz Amtsenthebung das Vertrauen und den Respekt der NS-Regierung besaß, beweist seine Aufgabenstellung bei der Vorbereitung und Durchführung der olympischen Reiterspiele von 1936 in Berlin. Danach wird es zwei, drei Jahre ruhig um ihn. Nur gelegentlich schreibt er im St. Georg. Erst mit seiner Berufung zum "Beauftragten für Pferdezucht und Gestütswesen im besetzten Polen" 1939 betrauen in die Nationalsozialisten wieder mit offiziellen Aufgaben.
a.a.O., Seite 122-124

Von offenkundiger Sympathie für die nationalsozialistische Bewegung kann nach meiner Kenntnis der Quellenlage überhaupt keine Rede sein - wie das aussieht, weiß man zur Genüge. Die Inanspruchnahme seiner Dienste durch die Regierung beweist keineswegs, daß Gustav Rau sich in irgendeiner Weise angedient oder sympathisiert hätte. Er wird gezielt und ausschließlich für fachliche Aufgaben eingesetzt, für die er nachweislich hervorragend geeignet war. Dieser Aufgabenstellung entledigt er sich jeweils mit der ihm eigenen Gründlichkeit und der gewohnten Erfolgssicherheit.

1945 ist Gustav Rau, dem die Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn 1943 den Ehrendoktor-Titel verliehen hatte, 65 Jahre alt. An Ruhestand denkt er nicht. Als 1946 ein neuer Leiter für das Landgestüt Dillenburg gesucht wird, zögert Rau nicht lange und sagt zu. Die hessische Regierung ist froh, einen so erfahrenen Mann gefunden zu haben. Man stellt ihm frei, so lange das Gestüt zu leiten, wie er mag und wie es Alter und Gesundheitszustand erlauben. Mit Elan und Akribie machte er sich ans Werk. Von Dillenburg aus erweckt er den Turniersport zu neuem Leben. Wie schon nach dem Ersten Weltkrieg wird Rau zur treibenden Kraft.
a.a.O., Seite 124

Über die Erfolge Raus, die er bis zu seinem Tode erleben durfte, gleich mehr. Übrigens hat er sich anscheinend auch in Polen anständig benommen:

Raus Rettungsaktion bringt ihm in Polen viel Sympathie ein. Als die Pferde, die unter anderem in den holsteinischen Gestüten Grabau und Schönböken eine vorläufige Heimat gefunden hatten, an Polen zurückgegeben werden müssen, schenkt der polnische Kommandant v. Baranowski Gustav Rau zum Dank die berühmte Stute und Olympiasiegerin Tora, die in Schönböken ihr Gnadenbrot erhält.
a.a.O., Seite 123






nächster Abschnitt:   Nürnberger Prozeß     Gesamttext     Druckversion


6   Poster zu Ausgabe 338
  Doppel-Europameister Marco Kutscher fliegt
  Sport & Werbung Untrennbar verbunden
  Bundesadler Sport ist nationales Anliegen
  Gegenlicht Wird die Stange fallen?
  Neue Energie New Speak: Neuer Eigentümer.
  Dreifache Kombination Herford = Bekleidungshochburg


AddThis Social Bookmark Button


Bericht Zum Thema  Jubiläum · Raus Rolle
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 338.05 der Pferdezeitung vom 18.09.05
 Menü Hauptartikel 338  Das Ende der Ära Rau
 Raus Rolle 
 Nürnberger Prozeß  Vornholz
 Verden  Helsinki  Hans Günter Winkler  Rau stirbt
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin



  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten


 Anfang  Autorenhinweise  Mediadaten  Kontakt   ›Impressum  Konditionen     Leserbrief
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails zu veröffentlichen. (Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind)

http://xmesse.de

 
» Workshop OOP
 
 
 

http://www.maxthon.com

 
» Maxthon
 
Die Adresse dieser Seite: www2.pferdezeitung.com/Hauptartikel/338/Raus_Rolle
Es ist jetzt der 10.01.2009, 02:20, GMT +01:00
Konsequent in alter Rechtschreibung - ausgenommen Fremdautoren.
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Deutsch/Englisch-Übersetzung: » dict.cc


DKThR

 

  Deutsches Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V.

 
 
 

Ansorena

 

  Pferdefotograf aus Leidenschaft

 
Zum  Pferd:  Pferde-Messe ·  Pferdemarkt ·  Pferdekauf ·  Pferdeverkauf
Verantw. im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Werner Popken
©1999-2005 · ISSN 1437-4528 · Statistik:  Übersicht
0049(0)5744-5115-74   0049(0)5744-5115-75   0049(0)151-2327 3955
ISIS GmbH & Pferdeverlag · Hauptstr. 13 · 32609 Hüllhorst
Germany · HRB 2627 AG Bad Oeynhausen · USt-Id DE811992532


  ... für alle Reitböden
Gründliche Dauerpflege für alle Reitböden ...

  Aus Ausgabe 510 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 09-02
z.B.   Hufklinik/09-02: Hufprobleme Hufbeinsenkung, Hufbeinrotation, Hufbeinseparation ...hat verschiedene mögliche Ursachen. Man versteht darunter eine Richtungsänderung ...