| | |  | | Sigurbjörn Bárðarson Diddi |  |  |  |
| Anfangs war es düster und kalt. Es begann auch gerade so stark zu nieseln, dass man besonders auf die Kamera aufpassen musste, damit sie nicht nass wurde.
Doch sobald man von der Menschenmenge und dem Treiben auf dem Feld am Fluss Ránga ergriffen wurde, gab es keine Zeit mehr zum Grübeln über das dröge Wetter.
Der Schauplatz des Landsmót war in Viertel aufgeteilt: Parkplätze, Platz für Zelte und Camper, Gehege für Pferde und Rennbahnen. Entlang der Rennbahnen wurde eine künstliche Aufschüttung errichtet, auf dem einige Tribünen aufgestellt wurden.
Die meisten Zuschauer aber setzten sich ins Gras am Ufer. Auf dem Deich wurde eine Vielzahl von Zelten aufgestellt, in denen Stände mit Speisen und Getränken, Pferdeausrüstung, touristischem Angebot, Büchern und vieles mehr aufgestellt wurden. Rundum ein wahrer Marktplatz.
Die Wettkampfarena mit den Rennbahnen war ausgezeichnet vorbereitet. Obwohl alle Zuschauer ohne Mühe die Wettkämpfe von den Tribünen aus verfolgen konnten, haben die Veranstalter auch einen großen Bildschirm mit Direktübertragung der Ereignisse auf den Rennbahnen und der Siegerehrungen aufgestellt.
Etwa 15.000 Menschen verfolgten die letzten zwei Tage das Landsmót. Die Isländer spornen sehr laut und temperamentvoll ihre Wettkämpfer an, was bei Pferderennen eigentlich sehr ungewöhnlich ist.
Auch das Begleitprogramm des Festivals war hochinteressant im Zeichen verschiedener Musikgruppen und Festredner. Unter ihnen ist besonders der isländische Agrarminister Gudni Ágústsson zu erwähnen, der in seiner Ansprache betonte, das Landsmót ein Fest der Islandpferde sei, wobei man wirklich das Beste aus der Welt der Islandpferde sehen kann, die Veranstaltung selbst aber sei wegweisend bei neuen Trends in der Zucht und im Reitsport.
Zum Schluss seiner Ansprache dankte Herr Ágústsson Frau Tone Kolnes, der Vorsitzenden der FEIF, für ihre besonderen Verdienste bei der Leitung der internationalen Organisation für Islandpferde und isländischen Reitsport.
Begeistert reagierte das Publikum auf die Mitteilung, dass Sigurbjörn Bárðarson Diddi, dem besten Reiter von Islandpferden aller Zeiten, für seine besonderen Verdienste und alles, was er zugunsten der Popularisierung der Islandpferde getan hat, eine besondere staatliche Auszeichnung verliehen wird. (Siehe Interview in der nächsten Woche)
Alle Zuschauer erhoben sich respektvoll, applaudierten, und riefen ihm zu, während Diddi einen Ehrenkreis im perfekten schnellen Tölt auf der edlen grauen Stute Ísidór frá Árgerði machte, auf der seine Tochter Sara Sigurbjörnsdóttir in der Kinderkategorie den zweiten Platz belegte.
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