|  | | Mit Pflanzen überwucherter Wohnwagen |  |  |  |
| |  | | Über der Box hängt sogar ein Poster |  |  |  |
| Das launische Wetter lässt uns allerdings nicht sehr viel Zeit, und da es inzwischen auch schon halb vier ist, machen wir uns wieder auf den Weg. Die Strecke führt jetzt ganz dicht an mehreren kleinen Naturschutzgebieten vorbei und es gibt große Laubwälder mit uralten Buchen. Ganz herrlich reitet es sich hier. Immer wieder kommen kleine Anstiege, die sich schön galoppieren lassen. Und überall wachsen Pilze, so dass es mir in den Fingern juckt, sie zu sammeln. Aber wohin damit und wer soll sie zubereiten? Also lasse ich sie stehen und reite weiter.
Die Strecke zieht sich hin, Rashim und ich haben jetzt genug geleistet, und als endlich der Abzweig nach Mützdorf kommt, das nicht direkt auf dem Rundweg liegt, bin ich wirklich erleichtert. Ab hier gehe ich dann zu Fuß und gegen fünf Uhr treffen wir im Dorf ein.
In Mützdorf habe ich eine private Unterkunft gebucht. Frau Dikall und ihre Tochter empfangen mich sehr herzlich und Rashim kann erst mal saufen.
Diesmal ziert er sich nicht, und nimmt auch gleich ein Sandbad auf dem Paddock hinter dem Stall. Nachdem er versorgt ist, besichtige ich mein Quartier. Es handelt sich um einen völlig mit Pflanzen überwucherten Wohnwagen im Garten von Frau Dikall. Dort könnten auch mehrere Leute übernachten.
Wem das nicht so gefällt, der hat auch noch die Wahl, in ein Gästezimmer zu gehen. Aber ich finde mein kleines Reich sehr gut. So bin ich nur wenige Meter vom Stall entfernt und kann jederzeit nach Rashim schauen.
Die sanitären Anlagen im Wohnhaus kann ich mitbenutzen, so dass es mir an nichts fehlt, und Frau Dikall bewirtet mich mit Familienanschluss in der Küche.
In der großen Scheune, in der Rashim untergebracht ist, stehen noch zwei Ponies, so dass Rashim nicht allein ist. Über seiner Box hängt sogar ein Poster. Abends sitzen wir noch lange zusammen und unterhalten uns über unsere Pferde.
Ruhetag, Ritt zu den "Flämingbuchen"
Am kommenden Tag wache ich erst etwas irritiert in meinem Wohnwagen auf und muss mich orientieren. Dann schaue ich nach Rashim, der schon heftig wiehert. Er bekommt sein Kraftfutter und darf anschließend auf den Paddock.
Heute haben wir eigentlich frei, denn ich hatte ja vorsorglich einen Ruhetag eingeplant, weil ich sicher gehen wollte, dass Rashim nicht überfordert wird. Doch bisher zeigt Rashim überhaupt keine Erschöpfungsanzeichen, und so beschließe ich, zu einigen kleinen Naturschutzgebieten zu reiten, die etwa 6 km entfernt sind. Dort soll es bewaldete Schluchten und 250 Jahre alte Buchenwälder geben.
Mit Frau Dikall spreche ich den besten Weg beim Frühstück ab. Auf keinen Fall will ich mich wieder verreiten, daher folge ich ihrem Rat und wähle den Weg entlang der Landstraße auf einem Brandstreifen. Später muss ich nur noch einem Weg folgen, bis ich zum Naturschutzgebiet komme.
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