|  | | Das Rind bewegt sich nach links |  |  |  |
| |  | | ... und wendet sich nach rechts |  |  |  |
| |  | | ... das Pferd folgt sofort |  |  |  |
| |  | | ... und schneidet den Weg ab |  |  |  |
| |  | | ... woraufhin sich das Rind wieder wendet |  |  |  |
| |  | | ... und das Pferd wieder umspringt |  |  |  |
| In der Serienschaltung werden die Bewegungsabläufe nachvollziehbar. Man sieht dann, wie sich eine Bewegung aus der anderen ergibt, wie das Pferd auf das Rind reagiert, mit welcher Begeisterung es dabei ist. Denn da der Reiter selbst gar nicht einwirkt, nicht einwirken kann, ist es der Arbeitseifer des Pferdes, der das Ergebnis bestimmt.
So wie der Hund sich bemüht, es seinem Herrn recht zu machen, so bemüht sich das Pferd. Sobald das Rind verharrt, bleibt auch das Pferd stehen, aber es fixiert das Rind weiterhin. Sollte sich dieses wieder rühren, geht der ganze Tanz von neuem los.
Sobald der Reiter das Signal "Quit" = beenden gibt, ist das Pferd wieder absolut gelassen. Unglaublich! Es ist wohl der Ehrgeiz des Pferdes, der zum Sieg führt. Cutting-Pferde sollen mit dem Alter immer besser werden.
1898 fand in Texas während eines Cowboy-Treffens der erste Wettbewerb statt. Selbstverständlich gab es bereits ein Preisgeld, 150 Dollar. Und um Geld geht es immer noch. In den USA steht Cutting an vierter Stelle der Preisgeldskala, nach Tennis und Golf.
In allen Bundesstaaten der USA und vielen anderen Ländern werden Wettbewerbe durchgeführt. Die National Cutting Horse Association of America organisiert mehr als 1500 Veranstaltungen, für die etwa 17 Millionen Dollar Preisgelder zur Verfügung stehen.
Das klingt viel, bedeutet aber im Schnitt pro Veranstaltung etwas über 11.000 Dollar. In Bad Salzuflen gab es gerade einmal 2000 EUR für den Cutting-Wettbewerb, aber für die gesamte Veranstaltung wurden mehr als 30.000 EUR an Prämien gezahlt, alleine 15.000 EUR für die Deutsche Meisterschaft der Senioren. So schlecht sieht es in Deutschland also im Vergleich gar nicht aus.
Natürlich muß das Geld irgendwo aufgebracht werden. In diesem Fall kann die Hälfte von der Messeleitung, die andere Hälfte von den Veranstaltern der Vorlaufwettbewerbe.
| |