|  | | Der 1. Vorstzende mit IGS-Kappe & -Krawatte |  |  |  |
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Wir wollen besser werden! Qualitätsmanagement auf Vereinsbasis von Werner Popken |
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Die Interessengemeinschaft Shetland e.V. existiert laut Friedrich-Wilhelm Schöneberg noch nicht allzu lange, vielleicht 20 Jahre. Seit drei Jahren bekleidet einer seiner Söhne, Sieghard Schöneberg, das Amt des 1. Vorsitzenden. Die Schönebergs, so hatte ich in der letzten Woche ausgeführt, betreiben in Herford und Umgebung florierende Unternehmen der Verpackungsindustrie (» www.wellteam.de). Ich hatte den Eindruck, daß der Verein unter der neuen Leitung mit den Mitteln modernen Managements vorangebracht werden soll.
Schriftführer Rüdiger Deeke betreute am vergangenen Wochenende den Infostand auf dem IGS Festival 2004 in Bad Harzburg. Ich bewunderte die Organisation und das Marketing, sichtbar an den Emblemen der Interessengemeinschaft, die überall zu sehen waren, auf Polo- und Sweatshirts, Westen, Baseballkappen, Krawatten - sogar die freiwilligen Helfer hatten Schürzen mit dem IGS-Logo und dem Aufdruck "Serviceteam...".
Sehr viele der Besucher und Teilnehmer trugen diese Kleidungsstücke voller Stolz, wodurch die Zugehörigkeit zum und die Verbundenheit mit dem Verein sichtbar zum Ausdruck gebracht wurde - man kann sich offenbar gut mit dem Verein identifizieren.
Als ich diese Erfolge würdigte, erklärte der Schriftführer, man bemühe sich, Bewegung in die Organisation zu bringen und Anreize zu schaffen, sich anzustrengen und zu engagieren. Der neue Vorstand habe in dieser Hinsicht eine ganze Reihe von Initiativen entwickelt, die sehr gut angenommen würden.
Der erste Teil dieser Aussage leuchtete mir unmittelbar ein - ein neuer Vorstand muß wirbeln - neue Besen kehren gut, weiß der Volksmund. Aber ein Vorstand alleine kann wenig ausrichten - die Impulse von oben müssen auf Gegenliebe stoßen, sonst verpufft alle Energie und nichts bewegt sich.
Die sportlichen Aktivitäten dieses Wochenendes sind der unübersehbare Beweis, daß den Initiativen eine breite Resonanz beschieden war und alle Beteiligten an einem Strang ziehen. In der letzten Ausgabe hatte ich mich bereits bewundernd darüber geäußert, mit wieviel Ernst und Engagement Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Sache waren.
Aber nicht nur auf die Teilnehmer kommt es an, sondern auch auf die Richter, die ja eine eher undankbare Rolle ausfüllen müssen. Sie wirken mehr aus dem Hintergrund heraus, geben aber ganz wesentliche Signale, denn sie definieren das Anforderungsniveau und müssen dabei ein enormes Fingerspitzengefühl beweisen. Niemand soll das Gefühl bekommen, die Aufgaben seien nicht zu bewältigen, jeder muß seinen Spaß haben und den Anreiz mit nach Hause nehmen, im nächsten Jahr bessere Ergebnisse erreichen zu wollen.
Dabei haben die Richter normalerweise gar keine Gelegenheit, den Teilnehmern differenzierte Hinweise zu geben - dazu ist das Programm zu dicht gepackt und zu viele Teilnehmer sind abzufertigen. Die Dimensionen wurden mir aber erst richtig klar, als ich eine kleine Statistik anfertigte. 32 Wettbewerbe insgesamt 449 Startern galt es in diesen beiden Tagen abzuwickeln - wie will man da jedem einzelnen Teilnehmer Hinweise auf seine Leistung geben? Einer der Wettbewerbe hatte über 30 Teilnehmer, viele zwischen 20 und 30. Zur Unterscheidung trugen alle Teilnehmer deutlich sichtbare Nummern, die Pferde ebenfalls.
Der Wettbewerb "P24 Tandem Dressur-Aufgabe IGS 20 nach Ausführung" wies allerdings lediglich zwei Teilnehmer auf, deren Vorführung ich vollständig fotografisch dokumentiert habe. Der Wettbewerb "P23" wies ebenfalls nur 5 Teilnehmer auf und zwei hatten auch noch zurückgezogen; diese Prüfung habe ich ebenfalls dokumentiert. In beiden Fällen hatten die Richter Zeit, den Sportlern (und dem Publikum) eine differenzierte Bewertung mit auf den Weg zu geben. Dazu später mehr.
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