| |  | | errichtet zum 20jährigen Jubiläum |  |  |  |
| |  | | zu Ehren der verlorenen Heimat |  |  |  |
| |  | | und der gewonnenen Gegenwart |  |  |  |
| |  | | südlich der A30 nahe Osnabrück |  |  |  |
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Ein Vermächtnis an die Heimat Trakehnergestüt Gorlo: Die Pferde mit dem Go von Werner Popken |
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Letztes Jahr im Sommer hatte ich mich verfahren. Ich wollte zum Sonnenhof Kollmeyers, um dort eine Reportage für die Ausgabe 213 zu machen ( Entwurf eines Lebens). Der Routenplaner auf deren Webseite hatte mich nicht auf die Straße geleitet, die mich schon einmal zu diesem Hof gebracht hatte. Statt dessen sah ich immerhin einen Hinweis auf ein Gestüt und folgte diesem kurzentschlossen in der Hoffnung, den Sonnenhof zu finden.
So entdeckte ich Ende April 2003 das » Trakehnergestüt Gorlo. Die Inschrift im großen Fachwerkgiebel begrüßte mich mit den Worten:
| Fern unserer Heimat Ostpreußen, den Kreisen Lyck und Wehlau, haben wir hier für uns und unsere Trakehner ein neues Zuhause gefunden. Gott beschütze uns und unsere Nachkommen!
TRAKEHNER ZUCHT SEIT 1973 erbaut von Ulrich und Gisela Gorlo geb. Wisboreit 1973 1993 | | |
Ich war sehr beeindruckt, ging hinein und fand mich im Pferdestall. Der Gestütsleiter hatte mit dem Schmied zu tun und verwies mich an den Eigentümer, der nicht zugegen war. Aber selbstverständlich konnte man mir den Weg zu Kollmeyers weisen, es war nicht weit. Seither wollte ich dieses Gestüt besuchen, aber nie ergab sich die Gelegenheit.
Auf der Hansepferd vor zwei Wochen war auch der Trakehnerverband mit einem Stand vertreten; ich kam ins Gespräch mit der Pressesprecherin der Region Schleswig-Holstein (» Trakehner Pferde aus dem Land zwischen den Meeren), und dabei fiel mir das Gestüt Gorlo wieder ein. Frau Schümann kannte die Gorlos selbstverständlich und ermutigte mich: "Rufen Sie da ruhig mal an, Ulrich Gorlo ist sehr nett."
Da hatte sie recht. Am Dienstagnachmittag dieser Woche rief ich an, und ein paar Stunden später machte ich mich auf den Weg: "Sie können gerne kommen, ich habe heute abend Zeit für Sie". Herr Gorlo hatte zwar gesagt: "Sie kennen ja den Weg!", sicherheitshalber druckte ich mir aber die Wegbeschreibung des Gestüts aus.
Trotzdem fand ich mich plötzlich auf dem Weg, den ich vor einem Jahr gesucht hatte, als ich zu Kollmeyers wollte. Auch gut: So nahm ich also diesen Weg, kam bei Kollmeyers vorbei und von der anderen Seite her zum Trakehnergestüt Gorlo.
Auf dem kleinen Reitplatz sah ich einen Reiter, und dieser bemerkte, daß ich zum Hof einbog. Als ich meinen Wagen parkte, kam er hoch zu Roß schon auf mich zu. Er sei "nur der Schwiegersohn" und Freizeitreiter. So sah er aber gar nicht aus. Er saß vorzüglich im Sattel, war perfekt gekleidet, und sein Pferd war einfach ein Traum. Es fehlte nur das "Go" am Zaum.
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