Schlägt man im Wörterbuch nach, findet man unter "Trocha" unter anderem folgende Erklärung: "Ein Pfad durch die Wildnis...".
Anhand dieser Definition könnte man "Trocha" als die Gangart bezeichnen, die viele Paso Finos in unwegsamen Gelände gehen. Sie ermöglicht es den Pferden, kräfteschonend von einem Ort zum anderen zu gelangen.
Trocha ist eine traditionelle Gangart, die hierzulande als Trabtölt bezeichnet wird. Ein Pferd im Trocha hört sich an wie "tras... tras... tras... tras..." (Trab mit Echo) und ist für das Ohr gut wahrnehmbar.
Es ist nicht bekannt, wann der Trocha genau entstanden ist. Aber es ist erwiesen, dass viele der spanischen Conquistadores Trocha und/oder Tölt gehende Pferde bei der Kolonisation der rauhen Gegenden Kolumbiens einsetzten.
Im Zusammenhang mit dem Trocha sollte man sich immer an vergangene Zeiten erinnern, in denen das Pferd gleichzeitig Transport- und Fortbewegungsmittel bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben war. Die Trochadores gingen den äußerst komfortablen Trocha, der auf langen Ritten im Wechsel mit dem Tölt geritten wurde, um dem Reiter durch die verschiedenen Gangarten ein wenig Erholung im Sattel zu gönnen.
Auch für die Pferde ist der Trocha weniger anstrengend als der taktklare Tölt und wird von ihnen auf langen Strecken oder in sehr unwegsamem Gelände bevorzugt.
Junge Paso Finos zeigen zu Anfang ihrer Ausbildung unter dem Sattel oft Trocha, ehe sie mit vermehrter Kondition und Gymnastizierung sowie einem besseren Gleichgewicht zu einem taktklarem Tölt finden. Viele Paso Finos sind in der Lage, einen entspannten Trocha zu zeigen, ein echter Trochador hingegen wird niemals tölten.
Trocha-Pferde werden im Gegensatz zu früher, wo man nicht so viele Unterschiede machte, sehr gerne auf Turnieren und Schauveranstaltungen in Kolumbien gezeigt, um dem Publikum die Bandbreite und Vielseitigkeit der kolumbianischen Pferde zu demonstrieren.
Der Trocha hat schon immer eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der kolumbianischen Pferde gespielt. Zunächst wurden keine großen Unterschiede zwischen den beiden Gangarten Trocha und Tölt gemacht, da die Pferde als Arbeitspferde genutzt wurden oder zum Vergnügen der Grundbesitzer und anderer Leuten da waren, die das Privileg hatten, ein Pferd mit Brio und weichen Gängen zu besitzen, ganz gleich, ob das Pferd nun ein Tölter oder ein Trochador y Galopero war.
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