Obwohl der Paso Fino in der Regel neben dem Tölt auch Schritt, Trab und Galopp zeigt, bewegen sich die meisten dieser Pferde in der ihnen angeborenen Gangart.
Dabei ist die Fußfolge identisch mit dem Schritt. Perfekt ausgeführt ergibt sich dabei eine sehr gleichmäßige, fließende Bewegung, die den Reiter vollkommen ruhig und erschütterungsfrei im Sattel sitzen lässt.
Dabei achtet man besonders auf eine ruhige Kruppe. Die gesamte Aktivität soll sich unterhalb der Rückenlinie des Pferdes abspielen, so dass der Reiter extrem bequem sitzt.
Oberstes Kriterium ist immer die Weichheit des Ganges und nicht eine extreme und überzogene Aktion in Vor- oder Hinterhand. Eher wird noch eine vermehrte Aktion in der Hinterhand toleriert und erwünscht (im Fachjargon als "Hock Action" bezeichnet).
Genauso viel Wert legt man auf die sogenannte "Quickness", die Fähigkeit des Pferdes, den Tölt in einer je nach Veranlagung des Pferdes unterschiedlich schnellen Fußfolge auszuführen.
Verpönt sind bei den Paso Finos jegliche Passtendenzen. Insbesondere der kolumbianisch gezogene Paso Fino ist eher trablastig, findet jedoch unter dem Sattel bei entsprechender Konditionierung und Gymnastizierung sehr schnell zu einem natürlichen Tölt.
Puertoricanische Paso Finos wurden im Laufe der Jahre stark auf Naturtölt selektiert und zeigen oftmals eine stärkere Lateraltendenz, was zu vermehrter Passigkeit unter dem Sattel führen kann und bei Training und Reitweise berücksichtigt werden sollte.
Der typische Tölt des Paso Fino wird in drei unterschiedlichen Tempi und Versammlungsgraden geritten:
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