Wochenmagazin · Die ganze Welt der Pferde
10. Jahrgang · aktuell  Ausgabe 505

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten

 


 
interessant: » Gespräch mit Götz Werner

 News: FN-aktuell vom 27.11.08
 Presse-Info: CHIO Aachen ...
 Vielseitigkeit, z.B. ... Indoor-Derby: Michael Jung ...


    Magazin: jeden Montag neu
Neu:   Dominanz und Co.
Kommunikation mit Eddy: Der Geruchssinn
Hallo   Pferdefreund!

   

  Menü    Hilfe-FAQ    Login    Newsletter     Bücher    Notizen    Presse    Termine  TV

 
  Heute neu
  Magazin 
  Pferdemarkt
  Anzeigenmarkt
  Messe
  Artikel
 Archiv
 Bachblüten
 Berichte
 Editorials
 Kunstgalerie
 Rasseportraits
 Rezensionen
 Tips
 Titelgalerie
 Zufallstitel
 Bildmaterial
 Bildschirmschoner
 Cartoons
 Comics
 Fotoalben
 Kalender
 Postkarten
 Poster
 Puzzles
 Informationen
 EWU-Presseticker
 FN-aktuell
 FN-Ergebnisdienst
 FN-Presseticker
 FN-Turniervorschau
 Leserbriefe
 Links
 Pferdenamen
 Presseinfos
 Suchstatistik
 Terminliste
 Terminkalender
 Zitate
 Besucheraktionen
 Anzeige aufgeben
 Login
 Link eingeben
 Newsletter-Abo
 Notizen
 Pferd verkaufen
 Presseinfo neu
 Termin eingeben
 Hilfe + Antworten
 Einführung
 FAQ
 Übersicht
 Geschäftliches
 Autorenhinweise
 Bannerwerbung
 Bildwerbung
 Impressum
 Konditionen
 Kontaktformular
 Mediadaten
 Service
 Textwerbung
 
Bericht Zu den Themen Irish Cob (Tinker), Kommunikation · Gesamttext
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 258.04 der Pferdezeitung vom 07.03.04
 Menü Hauptartikel 258
 Riechen und Schmecken 
 Erkennung durch Geruch  Flehmen  Eddy bei Fallobst-Lese
 Leserresonanz  Rezension: Die Schule des ...  Tip: Lehrer  Galerie: Captain Vivians ...  Poster: Schleudergefahr
  Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin
  Magazin


Copyright wie angegeben
Suche nach Äpfeln ©   Norbert Kaiser

    Riechen und Schmecken   
    Kommunikation mit Eddy: Der Geruchssinn   
von   Norbert Kaiser

Teil 1:  Liebesverhältnis der besonderen Art

Teil 2:  Sprich mit deinem Pferd!
Teil 3:  Huch, Mietzekatze im Futter!
Teil 4:  Wie das Quieken von Schweinen
Teil 5:  Wir gehen zur Spielwiese


In dem lang gestreckten Pferdeschädel befinden sich ausgedehnte Nasenhöhlen mit mehreren in sich gewundenen Teilen, deren Oberfläche nach Meinung der Wissenschaftler nahezu der Größe der gesamten Außenhaut entspricht.

Für SCHNÜFF SCHNÜFF erweitern sich Eddys Nüstern zu großen Öffnungen, durch die stoßweise die Luft in die Nasenhöhle gezogen wird, um sie sogleich mit den Riechnerven zu analysieren, die sich in der von feinen Haaren bedeckten Schleimhaut befinden.

Der Geruchssinn des Pferdes ist hinsichtlich Empfindlichkeit und Analysevermögen durchaus mit dem eines Hundes vergleichbar, wenngleich die Reaktionen auf die wahrgenommenen Aromen absolut unterschiedlich sind, bedingt durch die Natur dieser beiden Tierarten: das Pferd ist ein Beutetier, der Hund ist ein Raubtier.

Ein wild lebendes Pferd muss aus reiner Selbsterhaltung in der Lage sein, die Ausdünstungen eines lauernden oder anschleichenden Raubtieres zu erkennen und entlegene Wasserstellen auszumachen. Eddy ist zwar frei in Irland aufgewachsen, diesen Extremsituationen ist er aber wahrscheinlich nicht ausgesetzt gewesen. Trotzdem ist sein Riechvermögen erstaunlich.

Bereits an anderer Stelle habe ich berichtet, dass Eddy mitunter beim Spazierengehen und Fressen an ganz speziellen Stellen zu graben anfängt und Erde schleckt, um seinen Mineralstoffmangel auszugleichen (Pferdezeitung Ausgabe 179:  Kommunikation).

Interessant hierbei ist, dass er offensichtlich nicht nur genau über seinen Gesundheitszustand Bescheid weiß, sondern auch darüber, wo er gezielt suchen muss, um das Gewünschte zu finden. Da er nicht willkürlich den Boden durchwühlt wie manch andere Tiere auf der Suche nach Nahrung, muss er das, was er sucht, absolut sicher über den Geruchsinn wahrnehmen können.



Erkennung durch Geruch


  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite



Copyright wie angegeben
Nasale Begrüßung
Copyright wie angegeben
Kraulen der Mähne
Copyright wie angegeben
Kraulen des Felles
Markierung und Territorium
Wohl den meisten Pferden eigen ist ein typisches Begrüßungsritual: Beim Zusammentreffen zweier sich fremder Pferde nähern sich diese einander meist zwar interessiert, doch überaus bedächtig.

Aus sicherer Entfernung werden die Nasen vorsichtig zum Beschnüffeln einander entgegen gestreckt. Nase an Nase blasen sich dann die Pferde wechselseitig ihren Atem tief in die Nüstern, wo der Geruch registriert, analysiert und letztendlich als Identität des anderen wie eine Visitenkarte im Gedächtnis gespeichert wird.

Den Umständen entsprechend wird entschieden, ob es sich um Feind oder Freund handelt - und so wird bei Abneigung oder Rivalität gequietscht, ein Vorderbein demonstrativ angehoben oder aber der Genitialbereich des anderen Pferdes näher untersucht.

Wird der Atem eines Pferdes negativ bewertet, folgen in der Regel spezielle Kampfzeremonien mit Imponiergehabe, Augenrollen, Geschrei, Treten, Ausschlagen und Beißen.

Bei einem neutralen Befund trennen sich beiden Pferde scheinbar uninteressiert voneinander - jedes geht seinen eigenen Weg, ohne (für einen Menschen erkennbar) weiter Notiz von dem anderen zu nehmen. Freundschaft wird in der Regel durch Fell-Kraulen besiegelt.

Für Pferde scheint es ein natürliches Bedürfnis zu sein, die frische Einstreu in der Box mit dem eigenen Geruch zu markieren - ganz so, als ob ein Pferd nur dann zufrieden mit der Ruhestätte ist, wenn sie den eigenen Geruch und keinen fremden trägt. Je vertrauter die Umgebung wirkt, desto sicherer scheint sich ein Pferd zu fühlen.

Für Eddy ist es ebenfalls ein Bedürfnis, alle an den Reitwegen liegenden Pferdekoppeln mit seinem Urin zu kennzeichnen. Dieser Drang ist bei Eddy so groß, dass bei genügend Neuschnee selbst bei der relativ kurzen Entfernung zwischen Stall und Reithalle der Weg vorbei an der Koppel mit der anderen Herde grundsätzlich beschnüffelt und letztendlich mit Urin markiert wird.

Alle für Eddy neue Wege werden in der Regel mit Kothaufen gekennzeichnet. Eddy's Rekord liegt bei 7 Markierungen bei einem Ausritt - klar, dass letztendlich statt der für Eddy typischen Termitenhügel nur noch ein paar einzelne Äpfelchen den Weg "verzieren".

Exkremente anderer Tiere ziehen Eddy magisch an. Bei unseren Spaziergängen oder Fresstouren findet Eddy im Umkreis von etlichen Metern jede Losung.

Die Geruchsprüfung fällt bei Exkrementen anderer Tierarten aber meist sehr kurz aus - Eddy zeigt dann ein eher angewidertes Verhalten darüber, dass jemand im wahrsten Sinne des Wortes in sein Futter scheißt.

Eddy äpfelt nicht auf oder in sein Fressen - wenn wir auf Fresstour sind, fragt er immer, ob er zum Koten zum Beispiel in den Straßengraben oder in den benachbarten Wald gehen darf.


Flehmen


  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite



Copyright wie angegeben
Flehmen
Copyright wie angegeben
Flehmen mit "verklärtem" Blick
Wenn die Luft mit Aromastoffen rossiger Stuten angereichert ist, flippt Eddy förmlich aus: Zielsicher wird die Stelle aufgespürt, wo die Stute ihre Duftmarke hinterlassen hat, dann wird inbrünstig geflehmt.

Anders als beim SCHNÜFF SCHNÜFF wird in diesem Fall die duftgeschwängerte Luft tief in den Nasen- und Rachenraum hineingezogen. Dann reckt Eddy den Kopf weit nach oben, während er seine Oberlippe hochklappt und dabei leicht kräuselnd zusammenzieht, um die Nüstern so gut wie möglich zu verschließen.

Nach der Literatur wird durch dieses Hochziehen der Oberlippe eine zusätzliche Geruch-empfindliche Zone aktiviert, nämlich das Jacobsche Organ, mit dem das Pferd die Pheromone analysieren kann.

Mit "verklärtem" Blick prüft Eddy einmal, zweimal oder gar noch öfter Menge und Zusammensetzung der Östrogene, um offenbar das Stadium der Rossigkeit genaustens zu prüfen.

Meist verliert Eddy nach eingehender Geruchsanalyse wieder das Interesse am Urinfleck der Stute. In einigen Fällen uriniert Eddy jedoch genau auf diese Stelle und prüft anschließend wieder durch intensives Flehmen, ob die Botschaft der empfängsnisbereiten Stute ausreichend ausgelöscht ist.

Fremde Gerüche an bekannten Orten

Dass Pferde ein phantastisches fotografisches Gedächtnis für die Umgebung besitzen, ist hinreichend bekannt. Eddy kann aber zusätzlich sein Umfeld quasi am Geruch erkennen - er scheint eine Art geographische Geruchskarten anzulegen, an denen er sich orientieren kann. Ganz klar, dass er somit jede Duftveränderung wahrnimmt und entsprechend darauf reagiert.

So sind es immer wieder die insbesondere an heißen Tagen übel riechenden Kanalschächte, die Eddy zu einem angewiderten laut vernehmlichen Schnorcheln veranlassen. Einmal hat sich Eddy auch in der Halle, allerdings nur in der einen Ecke, genauso angeekelt geäußert. Ich konnte absolut nichst entdecken, was Eddys Mißfallen ausgelöst haben könnte.

Des Rätsels Lösung: Der Stallbesitzer hatte die Fensterscheibe in dieser Hallenecke mit chemischen Reinigungssubstanzen gesäubert - und dabei ist wohl auch der eine oder andere Spritzer auf den Hallenboden gelandet - und von Eddy aufgespürt worden.

Wenn Eddy insbesondere in der Nähe der Sitzbank den Hallenboden intensiv mit der Nase inspiziert, weiß ich, dass etwas mit fremdem Geruch in der Halle gewesen sein muss. Der Stallbesitzer bestätigt dann immer meine Vermutung, dass sich fremde Besucher mit Hund in der Halle aufgehalten haben.

Eddy scheint es im wahrsten Sinne des Wortes auch zu stinken, wenn zu Winterbeginn Salz in den Hallenboden eingebracht wird - wochenlang legt er sich nicht hin, bis ihm letztendlich der etwas andere Geruch vertraut ist.

Fremde Gerüche auf der etliche Tausend Quadratmeter großen Graskoppel scheint Eddy auch nicht zu mögen. Wieso sonst zeigt mir dieses Pferd mit fragender Miene die Stelle, wo eine noch blutige Hasenkeule zu liegen kommt? So makaber es klingt, an diesem Tag hat es tatsächlich Leichenteile vom Himmel geregnet. Ob sich streitender Raubvögel hatte der Stallbesitzer vor dem Eingang früh morgens auch ein anderes Teil von einem Hasen gefunden.

Im Spätherbst waren wir wieder einmal auf Freßtour auf einem Wiesenweg, als Eddy unbedingt quer über den angrenzenden, etwa 30 Meter breiten Acker hinüber zum abgeernteten Maisfeld gehen wollte. Dem Wunsch nach einem liegen gebliebenen Maiskolben als Appetithappen wollte ich Eddy erfüllen, aber ich bestand darauf, dass wir den Acker umrundeten, also den gesamten Wiesenweg hinauf, durch den Wald und dann erst zum Maisfeld gehen.

Am Maisfeld angekommen, wollte Eddy zu meinem Erstaunen nicht mit der Suche nach "verlorenen" Maiskolben beginnen, sondern möglichst schnell, um nicht zu sagen aufgeregt, zu jener Stelle, die er jenseits des Ackers bereits im Visier hatte.

Eddy wollte jetzt nicht fressen, er wollte unbedingt von mir wissen, was es da für mich zu sehen und für ihn vornehmlich zu riechen gab: Ein toter Rehkitzkadaver, aber belebt durch Tausende von Maden. Eddy schien mit meiner zwar dürftigen, aber ehrlichen Erklärung zufrieden zu sein - zumindest wollte er nun tatsächlich liegen gebliebene Maiskolben suchen - und natürlich fressen.

Da Pferde nicht erbrechen können und außerdem ein sehr empfindliches Verdauungssystem besitzen, arbeiten Geruch- und Geschmackssinn sehr eng zusammen, um sicher zu stellen, dass keine ungesunden Nahrungsmittel in den Magen gelangen.

Eddy rührt sein Heu nicht an, selbst wenn nur ein Teil davon schimmelig ist. Leider habe ich nicht nur einmal das Heu in Eddy's Box unangetastet vorgefunden. Der Argumentation des Stallbesitzers, das Heu sei gut, schließlich würde es von allen anderen Pferden auch gefressen, konnte ich nicht folgen - und habe den Stall mit Eddy verlassen.


Eddy bei Fallobst-Lese


  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite



Copyright wie angegeben
Copyright wie angegeben
Eddy läuft das Wasser im Maul zusammen
Copyright wie angegeben
Copyright wie angegeben
Je süßer das Fressen, um so intensiver zeigt Eddy bereits im Vorfeld seine Begeisterung.
Bei unseren Spaziergängen findet Eddy jeden (!) Apfel, der als Fallobst irgendwo im Gebüsch liegt. Die Äpfel von der Hotelrezeption, die ich Eddy von meinen Dienstreisen als Begrüßungsgeschenk mitgebracht habe, hat er einfach wieder aus dem Maul fallen lassen.

Diese Äpfel haben immer wie gemalt ausgesehen, ein Augenschmaus - und dieses Tier spuckt mir die Gabe quasi vor die Füße. Seit ich diese "bildschönen" Äpfel gründlich wasche, die konservierende Schicht restlos entferne, frisst Eddy auch diese Äpfel mit Genuß.

Apropos Apfel: Natürlich weiß ich, dass Eddy kein Hund ist. Aber bei Silke Vallentin (Pferdezeitung Ausgabe 74:  Frei in den Hänger) hatte ich gesehen, dass auch Pferde apportieren können - also wollte ich seinerzeit so etwas auch mit Eddy ausprobieren. Um Eddys Interesse an einem Stoffbeutel zu wecken, habe ich ihn mit einem zerschnittenen Apfel gefüllt.

Prinzipiell hat der Plan funktioniert, doch haben sich die Apfelschnitze schon beim ersten Praxistest in Apfelmus verwandelt. Um der Sauerei zu entgehen, ist mir die Idee gekommen, mit Duftölen zu arbeiten. Drei Mark hat das kleine Fläschchen mit Apfelduft gekostet - aber Eddy hat sich überhaupt nicht dafür interessiert. Also habe ich etwas tiefer in die Tasche gegriffen und Duftöl mit sogenannten natürlichen Aromastoffen gekauft. Eddy hat aber auch diesen Duft als etwas Synthetisches eingestuft.

Apfel ist für Eddy auch nicht gleich Apfel. Das unreife Fallobst ist für ihn eher Sättigungsbeilage. Bissfeste und in der Regel auch eher süßlich-herbe Apfelsorten befindet Eddy als gut und der Mühe wert, etwas darauf herum zu kauen. Bei den süßen und mürben Sorten dagegen schäumt sich Eddy das Maul mit Apfelschaum ein - für mich ein Zeichen von Genuß.

Bei Bananen verhält sich Eddy ähnlich: die preiswerten, aber meist noch grünen und festen Bananen vom Discounter sind eher Sättigungsbeilage, während vollreife Markenware mit braunen Flecken genüßlich zerschäumt werden.

Sobald ich Eddy die Gabe von BANANEN oder KRÄUTERBONBON in Aussicht stelle, drückt sich seine Erwartungshaltung sofort in der Mimik der Lippen aus: die Oberlippe ist leicht nach vorne gestellt und seitlich etwas eingekräuselt, die Unterlippe ist leicht zurückgenommen und wirkt eigenartig steif; der Blick ist voll auf das Kommende fixiert:

Sind die Bananen noch in Traubenzucker gerollt (Traubenzucker dient als Trägermaterial für seine Selenzusatzversorgung), so verhält sich Eddy schon fast menschlich: Sowohl auf den akustischen Reiz des Stichwortes VITAMINE als auch auf den optischen Reiz beim Erblicken der Edelstahlschüssel schleckt sich Eddy das Maul erwartungsfreudig zusammen.

Je nach Lust und Tageslaune scheint Eddy auch die Geschmacksrichtung salzig zu bevorzugen - zumindest ist sein mitunter eingestaubter Salzleckstein zeitweise förmlich eingeweicht.

Intensiven Geschmack wie zum Beispiel von Roter Bete sowie die Geschmacksrichtungen sauer und bitter scheint Eddy nicht zu mögen. Ein Stückchen Roter Bete in den Trog, und Eddy rührt selbst das darum herum liegende Futter nicht an.

Einmal hat Eddy allerdings bei jeder Gelegenheit die kleine Birke auf dem Weg zur Halle "vergewaltigt", indem er ihr kleine Zweige abgebissen hat. Genau zur gleichen Zeit hat sich Eddy an beiden hinteren Röhrbeinen oberhalb der Fesselgelenke und oberhalb des Schweifansatzes kräftig gescheuert. Der um Rat gefragte Therapeut hat aufgrund der Lage der Scheuerstellen Probleme mit der Galle diagnostiziert und sofort gefragt, ob Eddy bittere Birkenblätter fressen würde.

Zur Linderung der Beschwerden habe ich die betroffenen Hautstellen äußerlich mit einem Aufguß aus Zinnkraut behandelt und zusätzlich bittere Chicoréeblätter gefüttert. Als Eddy diese Chocoréeblätter fein säuberlich aus seinem Futter heraussortiert hat, ist offenbar kein Bedarf mehr gewesen, seine Gallensaftproduktion anzuregen. Einfach erstaunlich, wie Eddy gesundheitliche Beschwerden selbst diagnostizieren und mit Hilfe seines Geschmackssinnes das geeignete Heilmittel aufspüren kann.

Mit unglaublicher Sicherheit wird auch vermieden, ungesunde Stoffe über Futter oder Wasser aufzunehmen. Eddy säuft keinen Schluck aus seinem Futtereimer, falls ihn offenbar jemand leichtfertig als Putzeimer mißbraucht und Spuren von Reinigungsmittel darin zurückgelassen hat. Minutenlang hat Eddy seinerzeit gespuckt, als er aus Versehen eine kleine Nacktschnecke mit dem Grasbüschel ins Maul bekommen hat.

Unbekannten Gerüchen und Geschmacksrichtungen steht Eddy grundsätzlich skeptisch gegenüber. Einmal ist das Mash eines bestimmten Herstellers beim Händler nicht mehr vorrätig gewesen, so dass ich ein anderes Mash mit ähnlicher Zusammensetzung gekauft habe - damit mein Pferd nicht "verhungert".

Eddy hat dieses BREILE nicht einmal gekostet. Was anders riecht, schmeckt nach Eddys Meinung auch anders. Selbst als Müsli hat er dieses Futter nicht angerührt. Ob da irgendein Konservierungsmittel beigemischt war ?

Eddy ist also nicht nur bei der Auswahl der Gräser wählerisch! Für SILAGE kann Eddy zur Bestie werden und für sein BREILE gar die gute Erziehung vergessen. Für frisches Gras dagegen wird er nie kämpfen, und für Heu oder gar Stroh sowieso nicht. Es muss schon etwas Besonderes sein, wenn sich Eddy für Nahrungsmittel engagiert.



Quellen


  1.  Kommunikation, Hauptartikel, Ausgabe 179
  2.  Frei in den Hänger, Hauptartikel, Ausgabe 74
  3.  Liebesverhältnis der besonderen Art, Kommunikation mit Eddy
      Ausgabe 178 · Teil 1
  4.  Sprich mit deinem Pferd!, Verstand eines Kindes
      Ausgabe 179 · Teil 2
  5.  Huch, Mietzekatze im Futter!, Die Augen des Pferdes
      Ausgabe 182 · Teil 3
  6.  Wie das Quieken von Schweinen, Die Lautäußerungen des Pferdes
      Ausgabe 184 · Teil 4
  7.  Wir gehen zur Spielwiese, Das Hörvermögen des Pferdes
      Ausgabe 185 · Teil 5



Fotos

  Norbert Kaiser


Leserresonanz


  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite

1 Leserresonanz zu Ausgabe 258 vom 07.03.04


Leserbrief  1234 zu Ausgabe  258
  Kommentar zu Seite  http://www.pferdezeitung.com/Berichte/258/Gesamttext/


08.03.2004 13:55:35

Lob

Da noch kein Kommentar zur aktuellen Ausgabe vorlag, wollte ich doch mal schnell was senfen.

Und ich kann nix anderes sagen als: WEITER SO!

Finde die Pferdezeitung sehr informativ, gut recherchiert und optisch ansprechend! Schön dass es sie gibt!

Habe mich besonders heute gefreut endlich einmal wieder etwas von Eddy und Norbert Kaiser zu lesen! Hoffe es folgt noch was?!?

Bis dahin: DANKE!
Gruß Ulla

Ulla Gerke



AddThis Social Bookmark Button


Bericht Zu den Themen Irish Cob (Tinker), Kommunikation · Gesamttext
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 258.04 der Pferdezeitung vom 07.03.04
 Menü Hauptartikel 258
 Riechen und Schmecken 
 Erkennung durch Geruch  Flehmen  Eddy bei Fallobst-Lese
 Leserresonanz  Rezension: Die Schule des ...  Tip: Lehrer  Galerie: Captain Vivians ...  Poster: Schleudergefahr
  Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin
  Magazin



  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite


 Anfang  Autorenhinweise  Mediadaten  Kontakt   ›Impressum  Konditionen     Leserbrief
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails zu veröffentlichen. (Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind)

http://xmesse.de

 
» Workshop OOP
 
 
 

http://www.maxthon.com

 
» Maxthon
 
Die Adresse dieser Seite: pferdezeitung.com/Hauptartikel/258/Gesamttext
Es ist jetzt der 05.12.2008, 16:23, GMT +01:00
Konsequent in alter Rechtschreibung - ausgenommen Fremdautoren.
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Deutsch/Englisch-Übersetzung: » dict.cc


Lobback

 

  Peitschenmacher

 
 
 

Ansorena

 

  Pferdefotograf aus Leidenschaft

 
Zum  Pferd:  Pferde-Messe ·  Pferdemarkt ·  Pferdekauf ·  Pferdeverkauf
Verantw. im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Werner Popken
©1999-2004 · ISSN 1437-4528 · Statistik:  Übersicht
0049(0)5744-5115-74   0049(0)5744-5115-75   0049(0)151-2327 3955
ISIS GmbH & Pferdeverlag · Hauptstr. 13 · 32609 Hüllhorst
Germany · HRB 2627 AG Bad Oeynhausen · USt-Id DE811992532


  Kühnle · Auch Sie fahren bestens mit KÜHNLE-Kutschen.
z.B.   Angebot der Woche 07-24: Equitana 2007 Rodinde Rutjens KÜHNLE-Kutschen - Angebot der Woche Informationen und Neuigkeitenle aus ...

  Aus Ausgabe 505 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 08-49
z.B.   Westphalen/08-49: Tipp der Woche: Wichtig für den Pferdekäufer Geiz ist nicht immer geil. Eine ...