In der Zwischenzeit erzählten wir von unserem Ritt und es stellte sich lustigerweise heraus, daß die Betreiber des Hofes ehemalige Berliner waren und im Grunde den Hof damals eigentlich gar nicht haben wollten, sondern nur nach einer Datscha suchten.
Welch Glück für uns, daß dieses Vorhaben nicht umgesetzt wurde. So nach und nach renovierten sie Haus und Hof mit viel Sachverstand und wenig Mitteln und wollten zukünftig auch gerne Station für Wanderreiter anbieten. Können wir nur wärmstens weiterempfehlen.
Ganz im Gegensatz zu einer eingetragenen Wanderreitstation, welche wir telefonisch nach Rastmöglichkeit, Tränken und eventuelles Füttern der Pferde (gegen Entgeld) fragten, und diese ablehnten mit der Bemerkung, das störe die Stammgäste, fremde Pferde wollen sie nicht auf dem Hof. Zum Glück für den Betreiber stand der nicht vor mir. Bin ja schon für meine undiplomatische Art bekannt, aber bei so was brennen mir dann doch sämtliche Sicherungen durch.
Der Löwenberger Hof in Löwenberg: welch ein Unterschied zu Helenenau. Helenenau als preiswerte und gute Pension und der Löwenberger Hof als Hotel am Platze (mit dem entsprechenden Preisunterschied). Nach dem Duschen konnte ich mich zu nix mehr aufraffen, alle Knochen taten weh und weder die Aussicht auf Bier oder Essen ließen mich freiwillig nochmals aufstehen.
Am nächsten Morgen berieten wir nun, wie es weitergehen solle. Karten wurden studiert. Es wurde die Idee beratschlagt, daß Drinski und Lover Boy für zwei Tage jeweils die Hälfte der nächsten Strecken zusätzlich gehen sollten, die anderen mit dem Transporter eine Station überspringen würden und wir dann wieder im regulären Zeitplan wären. Birgit wollte unbedingt durch die MeckPomm Seenplatte reiten.......... Einen Versuch war es wert.
Da wir die geplanten Stationen sowieso umstoßen mußten, versuchten wir nun per Handy umzudisponieren. Ausgesprochen schwierig bei dem schlechten Netzempfang. Auf jeden Fall wollten wir erst mal noch eine Nacht im Löwenberger Hof bleiben und sehen, wie weit wir mit den Pferden kamen.
Diese begrüßten uns am nächsten Morgen auf dem Annenhof, hatten schon Hafer und Heu bekommen und wir nahmen die Gelegenheit war, den Hof bei Tageslicht nun mal genauer anzusehen. Eine schöne und pferdegerechte Anlage.
Alle Pferde hatten den gestrigen Tag ohne Probleme weggesteckt. Während unsereiner manchmal schon auf dem Zahnfleisch kroch (ja Birgit, ich weiß – du nicht!!!), liefen alle Pferde frisch und mit ungebrochenen Vorwärtsdrang durch die Landschaft.
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