Das scheuende Pferd
Unbekannt, Deutschland Plakatwerbung, Ausschnitt Offsetdruck, ca. 60x80cm (DIN A1) Auf der Reeperbahn, Hamburg, Foto 6.9.03
In der letzten Woche hatte ich in Hamburg zu tun. Da stieß ich zufällig an einer Litfaßsäule auf das Plakat, über das ich in dieser Woche etwas schreiben will.
Ich war in München und London schon mit Plakaten zu dieser Ausstellung konfrontiert gewesen, die Gelegenheit zu einem Besuch hatte sich aber noch nicht ergeben.
Kaum jemand wird noch nichts von der berühmt-berüchtigten Ausstellung "Körperwelten" gehört haben. Die Meinungen sind geteilt, das wußte ich. Die Aufregung darum habe ich nicht recht verstanden. Nun konnte ich selbst Eindrücke sammeln.
Vor allen Dingen interessierten mich natürlich die Pferde - tja, Skulptur wollte ich sagen, aber da es sich um eine präparierte Leiche handelt, sollte ich wohl das vom Schöpfer dieser Ausstellung benutzte Wort "Plastinat" einführen.
Kommentar Von › Werner Stürenburg
| | | Schautafel in der Ausstellung |  |  |  |
| Auf der Straße konnte ich einen Passanten fragen, wo die Ausstellung ist, denn der Mann trug den Prospekt in der Hemdentasche. Schon früh am Morgen war die Ausstellung gut besucht. Dem Werbeblättchen, das im Hotel auslag, hatte ich entnommen, daß Journalisten und Prostituierte keinen Eintritt zahlen müssen. Ich befand mich also in guter Gesellschaft.
Im Gegensatz zu den Damen mußte ich allerhand Papiere unterschreiben und bekam dann ein umfangreiches Pressepaket ausgehändigt. So etwas war mir noch nie passiert, das mit dem unterschreiben, meine ich. Aber warum auch nicht: ich hatte ja nichts Böses vor.
Nun habe ich die Pressemappe geöffnet und einen Teil der vielen Papiere studiert. Besser kann man, glaube ich, nicht informiert werden. Dabei sind nicht nur positive Berichte dokumentiert.
Ich hatte von einem Fernsehbericht gehört, der Professor Gunther von Hagens in ein schlechtes Licht stellte. Die darin vermittelten Informationen sind in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 23.2.2003 in Printform erschienen und der Pressemappe beigelegt.
Ich bin nun also in Bilde, was die dunklen Seiten des Erfinders betrifft. Der Artikel endet mit einem Zitat: "Ich habe doch mehr mit der Kunst am Hut, als mir bisher bewußt geworden ist."
Kunst
| | | Die Rückenmuskeln als Flügel |  |  |  |
| | | Wäre dies eine Kunstausstellung, würde niemand sich ereifern. Die Kunst darf alles, jedenfalls so gut wie. Der englische Künstler Damien Hurst hat vor einigen Jahren ein halbes Schaf in Plastik gegossen und ausgestellt. Das hat die Gemüter nicht besonders erhitzt.
Der amerikanischen Künstler John deAndrea hat in den siebziger Jahren lebende menschliche Figuren täuschend echt in Plastik nachmodelliert. Kopulierende Paare auf der Documenta sorgten nur für wenig Aufregung.
Die Gemüter entzünden sich an der Tatsache, daß das Ausgangsmaterial für die Ausstellungsstücke lebende Körper oder zumindest Teil eines solchen waren. Einige Kritiker unterstellen, daß die Besucher der Ausstellung sich gruseln möchten.
Das kann ich nicht bestätigen. Ich persönlich habe mich nicht gegruselt, und soweit ich erkennen konnte, hat sich auch keiner der Ausstellungsbesucher gegruselt; die Leute, mit denen ich gesprochen habe, haben das auch ausdrücklich bestätigt.
In den Presseunterlagen finden sich Auswertungen von Meinungsbefragungen der inzwischen über 5 Millionen Besucher - durchgeführt von Prof. Dr. Ernst-D. Lantermann von der Universität Gesamthochschule Kassel. 91% der Besucher beurteilten die Ausstellung als gut bis sehr gut. Ich zitiere aus dem Fazit von Prof. Lantermann, abgedruckt im Katalog Seite 215:
| | Die Mannheimer Ausstellung KÖRPERWELTEN war umstritten, wie es auch künftige sein dürften. In diesem Beitrag ging es jedoch nicht darum, die öffentliche Diskussion aus einer allgemeinen Perspektive weiterzuführen, sondern die Besucher als die eigentlich Kundigen selbst zu Worte kommen zu lassen. Deren außerordentlich positive Bewertung erstaunte nicht nur die Veranstalter. | | | Des weiteren würdigt er die neuen Befragungs- und Auswertungsmethoden, deren Aussagekraft er hervorhebt. Prof. Lantermann ist nicht der einzige Wissenschaftler, der im Katalog zu Wort kommt. Die Beiträge sind allesamt hochinteressant und tiefschürfend. Von allen Seiten wird die Problematik dieser Ausstellung beleuchtet. Die wissenschaftlichen Beiträge nehmen allein 100 Seiten des 300-seitigen Kataloges ein.
Prof. Dr. med. Gunther von Hagens ist kein deutscher Professor, wie der Titel suggerieren möchte. Er hat den Titel eines "Visiting Professor" von einer chinesischen Universität verliehen bekommen. Es ist auch strittig, ob seine Arbeit für die Forschung wichtig ist oder gar notwendig. Das ist meines Erachtens aber durchaus unerheblich.
Von Hagens, der den Namen seiner inzwischen geschiedenen Frau angenommen hat, ist mehr oder weniger von seiner Idee besessen. Auch daran kann ich nichts Anstößiges finden. In der Regel sind Leute, die berühmt werden, von etwas besessen, ob sie nun Boris Becker, Bill Gates oder Gerhard Schröder heißen.
Die Bayern haben besonders am Pferd Anstoß genommen; es durfte dort zuerst nicht gezeigt werden. Der "Stern" hat am 7.12.2000 einen Sonderartikel über dieses Objekt gebracht.
| Wie eine Trophäe hält der Reiter in seiner Linken das kleine Pferdehirn, als hätte er es aus dem aufgesägten Schädel geraubt. Mit der Rechten führt er dem Tier das eigene Denkorgan vor Augen, den drohenden Schatten des menschlichen Geistes, vor dem das Roß angstvoll scheut.
Pferde faszinieren den Heidelberger "Anatomie-Künstler" - so sein Selbstverständnis - schon seit früher Kindheit. "Das Pferd strahlt eine zähmbare Macht aus", sagt Gunther von Hagens. "Wohl auch deshalb hat der Mensch zu keinem anderen Wesen dieser Größe einen so innigen Kontakt." | | |
Das Pferd

| | | Ohne Huf kein Pferd | | | | | Monty Roberts ist einer der Prominenten, die ihrer Faszination Ausdruck gegeben haben; natürlich hebt er besonders das Pferd hervor. In der Ausstellung selbst wird folgende Erklärung gegeben (Katalog Seite 182):
| Scheuendes Pferd mit Reiter
Mensch und Pferd zeigen einen sehr ähnlichen anatomischen Aufbau in Form, Lage und Feinstruktur der Organe und Muskeln. Große Unterschiede zeigen sich hingegen in den Proportionen: Im Vergleich zum Pferd ist der Muskelapparat des Menschen eher kümmerlich ausgeprägt; dagegen verhilft ihm sein größeres Gehirn zu deutlich größerer Intelligenz. Oberarm- und Oberschenkelknochen sind beim Menschen lang, Hände und Füße sind kurz. Beim Pferd sind die Oberarm- und Oberschenkelknochen dagegen verhältnismäßig kurz und dem Rumpf näher; die Unterschenkel-, Unterarm-, Hand- und Fußknochen sind lang und die Zahl der Zehenglieder ist reduziert, so daß die Gelenke der Gliedmaßen eine andere Position haben. | | |
Diese Erklärung ist kurz und knapp und enthält nichts, was man nicht ohnehin schon gewußt hätte. Genau das war der Tenor einer Frau, die ich ansprach. Ich wollte wissen, ob sie sich durch die Plastinate negativ berührt fühlt.
"Ich habe doch Biologieunterricht gehabt! Das ist doch alles nicht neu! Aber in dieser Form!" Die umstehenden Besucher stimmten dieser Meinung zu. Niemand hatte besondere Beziehungen zu Pferden, die Pferdeskulptur beeindruckte alle aber besonders.
Schon allein der Größe wegen. Man hätte ja auch ein kleineres Pferd nehmen können, aber dieses zählt eher zu den gewaltigen Pferden. Und dann mußte es natürlich ein Hengst sein, dessen Geschlechtsorgane deutlich präsentiert werden.
Überhaupt sind weibliche Plastinate in der Ausstellung in der deutlichen Minderzahl. Bei den männlichen Plastinaten überraschen die Geschlechtsorgane, die natürlich frei liegen, durch ihre unnatürliche Größe, weil die äußere, zusammenhaltende Hülle fehlt.
Selbstverständlich sind die Reiter ebenfalls nackt und männlich - denn es handelt sich tatsächlich um zwei Reiter, wie man an den vier Armen und Beinen leicht abzählen kann.
Diese Tatsache wird nirgendwo gewürdigt. Sie ist vermutlich unter künstlerischer Freiheit einzuordnen. Die Reiter reiten auch gar nicht, sie schweben eigentlich mehr - oder sollten sie gerade im Begriff sein, über den Kopf des Pferdes hinweg abgeworfen zu werden?
Im Katalog ist die Figur von beiden Seiten fotografiert und vor schwarzem Hintergrund freigestellt. Besonders von der linken Seite hat man den Eindruck, die beiden Männer würden abheben.
Das Pferd hat übrigens ausgeschuht. Hat von Hagens den Huf nach dem Tode des Pferdes entfernt oder ist der schon vorher abgefallen? Dann war diese Tatsache mit Sicherheit das Todesurteil des Pferdes. Auch diese Frage bleibt unbeantwortet.
Thema
Es geht in dieser Ausstellung natürlich nicht um Pferde. Die Leute streiten sich darum, worum es in der Ausstellung überhaupt geht. Das "Neue Deutschland" schreibt am 15.2.2001:
| | [...] ausdruckslose Silikon-Leichen, zerschnitten und posierend, lassen keine Interpretationen zu; trotz Beuys imitierendem Dauerhut geht von Hagens als Künstler absolut nicht durch. So kaprizierte sich der Wahl-Heidelberger auf vorgebliche Aufklärung. Das klappt: Rund 90 Prozent der KÖRPERWELTEN-Besucher behaupten, sie kämen "aus Interesse am Körper". Es sind überwiegend Leute, die sich erklärt dermaßen bilden wollen. Psychologen aber wissen: Sie kommen des schönen Gruselns wegen - mit echten Leichen hält keine Geisterbahn, kein Horrorfilm Schritt. [...] | | |
Das ist in meinen Augen billige Polemik. Ich hatte nie das Gefühl, echtem Fleisch gegenüberzustehen. Knochen sind halt Knochen. In Ausgabe 181 habe ich ein › Beinhaus beschrieben, das etwa 20.000 Skelette beherbergt. Niemand nimmt daran Anstoß.
Die Weichteile, die durch das spezielle Verfahren, das von Hagens entweder erfunden oder mitentwickelt hat, wirken auf mich wie die Brötchen oder Schnitzel, die der Fleischer oder Bäcker am Wochenende in der Auslage hat. Man weiß, was gemeint ist, aber echt ist das nicht. Wie sollte sich da ein Gruseln einstellen?
Im übrigen wissen wir alle, daß wir sterben werden. Wer meint, daß wir nichts als Körper sind, dürfte in dieser Ausstellung zumindest ehrfürchtig erschauern. In aller Breite wird ihm vor Augen geführt, welch kompliziertes Gebilde dieser Körper ist, mit nichts vergleichbar, was Menschen geschaffen haben.
Zugleich wird vielleicht dem einen oder anderen deutlich, daß der Mensch natürlich nicht nur aus Fleisch und Blut besteht. Soweit ich sehe, kann man von Hagens jedenfalls nicht den Vorwurf machen, er wolle mit seiner Ausstellung der Meinung Vorschub leisten, der Mensch sei lediglich eine bessere Maschine. "Die Kirche", Berlin-Brandenburgisches Sonntagsblatt, schreibt am 4.3.2001:
| | Die Ausstellung zeigt uns nicht nur einen interessanten Einblick in die Anatomie des Menschen, der so in der Regel Ärzten und Medizinstudenten vorbehalten ist. Sie zeigt uns auch in eindrucksvoller Weise das Wunder des Lebens. Wir bekommen vor Augen geführt, mit welch einer Vollkommenheit der menschliche Körper geschaffen wurde, die keine technische Konstruktion je erreichen wird. | | |
Ästhetik
| | | Ähnlichkeit und Unterschiede |  |  |  |
| | | | Da hängt alles dran - unglaublich! |  |  |  |
| | | | Eine Art der Präsentation - Muskeln |  |  |  |
| | | | Blutgefäße eines Kleinkindes |  |  |  |
| Die Schwäbische Zeitung schreibt am 27.2.1998:
| Es wäre wohl zu kurz gegriffen, wollte man den überwältigenden Erfolg dieser Ausstellung mit Begriffen wie Voyeurismus, Lust am Gruseligen, am Horror zu erklären versuchen. Das ist genau so billig wie das Argument von kirchlicher Seite, hier würden Verstorbene zum Objekt eines gotteslästerlichen Zeitgenossen, der sich offenbar selbst als Schöpfer aufzuspielen versuche.
Es geht um etwas ganz anderes. Hier wird nicht das Wunder der menschlichen Schöpfung nachzuäffen versucht, hier wird es als Wunder offenbar gemacht. Hier wird nicht versucht, Leichen zu Kunstwerken umzuformen, sondern hier wird gezeigt, ein welch einmaliges, unnachahmliches Kunstwerk der menschliche Körper ist. Hier findet kein lästerliches Spiel mit Verstorbenen statt, sondern hier werden Wissenslücken gefüllt. Statt Horror und Furcht Aufklärung und Ehrfurcht. | | |
Prof. Dr. h.c. Bazon Brock, Professor für Ästhetik/Gestaltungstheorie an der Bergischen Universität - Gesamthochschule Wuppertal, unternimmt es, das Schaffen von Hagens in den Gesamtzusammenhang künstlerischen Tuns zu stellen (Seite 272):
| Die bildende Kraft dieser Wissenschaft darstellenden Anatomie ist erst annähernd zu würdigen, wenn man sie - wie ich das hier angedeutet habe - als Kulturtechnik versteht, mit der es gelingt, in neuer Weise der alten kulturellen Zielsetzung zu entsprechen, die Einheit von Verkörperung und Repräsentation als reale Virtualität auf Dauer zu stellen im äußerst erreichbaren Grad der Authentizität.
Plastination vermittelt ein bisher so authentisch nicht gegebenes Verhältnis von Innen und Außen des Körpers, von lebendigem Organismus und toter Materie, von Wahrnehmung und Wahrnehmbarmachen, von Anschauung und Begriff. Plastination ist demnach als sprachliche Operation aufzufassen, mit der wissenschaftliche Begriffsbildungen durch künstlerische Konzepte zur Gestalt gebracht werden - zur Gestalt des kulturell lebenden Menschen in seinem Anspruch auf Dauer. | | |
Die Gegenüberstellung des Plastinats "Der Läufer" mit der Skulptur "Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum", 1913, von Umberto Boccioni (1882 bis 1916), deutet an, daß man die Gestaltungen von Hagens als Kunstwerke auffassen kann.
So habe ich tatsächlich viele der Arbeiten erlebt. Ein einzelnes Herz, eine Leber, ein Kniegelenk haben so gut wie gar keinen Kunstcharakter. Die Ganzkörperfiguren schienen mir überwiegend der Kunst zuzugehören. So würde ein Wissenschaftler, ein Anatom, seine Lehrmaterialien nicht aufbereiten. Gerade die künstlerische Gestaltung ist es aber, die den Menschen unter die Haut geht, die sie ergreift.
Ein Tierpräparator würde ein Pferd oder ein Dromedar niemals so darstellen - und wenn er es täte, würde er sich als Künstler betätigen. Nun wage ich es also doch, das Plastinat "Scheuendes Pferd mit Reiter" als Skulptur zu bezeichnen. Aber nein, ganz so einfach ist es doch nicht. Von Hagens ist der Anatomie doch viel mehr verpflichtet als der Kunst. Noch.
Nachtrag
Einen kritischen Beitrag (und eine Zustimmung) gab es zu diesem Artikel in der ersten Woche (› Leserbrief 1047, › Leserbrief 1050) und eine Reihe von ernsthaften Gesprächen. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist gegen die Darstellung einzelner Organe in pädagogischer Absicht nichts einzuwenden.
Diese Organe können aus künstlichen Materialien hergestellt werden, um bestimmte Aspekte deutlich zu machen. Wenn eine Imitation nicht möglich ist, darf man vielleicht sogar Originalorgane ausstellen.
Selbst einen ganzen Körper könnte man darstellen, wenn diese Darstellung ausschließlich sachlicher Information dienen würde. Die Erregung macht sich fest am künstlerischen Anspruch des Präparators.
Warum muß das Pferd steigen? Warum muß der Reiter die Gehirne repräsentieren? Das sind gute Fragen, auf die ich keine Antwort weiß.
Schon allein der Titel "Das scheuende Pferd" ist meines Erachtens irreführend und sinnlos. Das Pferd scheut nicht, es steigt, und zwar auf eine Weise, die auf ein bewußtes Steigen schließen läßt, also eine Levade, Figur der klassischen Reiterei.
Die künstlerische Attitüde ist es offenbar, die die Leute auf die Barrikaden steigen läßt. Und in die Ausstellung lockt. Die Plakate, die ich in Hamburg, München und London gesehen habe, stellen selbstverständlich keine neutralen Organe oder auch Ganzfiguren dar, sondern Objekte, die zumindest den Anschein eines Kunstwerks erwecken.
Diese Figuren haben eine "Aussage", wie immer diese zu verstehen ist. Im Falle des Pferdes wäre diese wohl als Triumph des Menschen über die unterlegene Kreatur zu verstehen, die durch die Größe des Gehirns begründet wird und die Nutzung des Tieres durch den Menschen legitimiert.
Nun wäre Debatte vielleicht auf folgende Frage zuzuspitzen: Dürfen Leichen benutzt werden, um eine künstlerische Aussage zu realisieren?
Für eine künstlerische Aussage ist es unwesentlich, ob die Ausgangsmaterialien einer Leiche entnommen worden sind. Dann könnte man sich über die Skulptur unterhalten und käme vermutlich zu dem Schluß, daß diese schlicht geschmacklos und ihr künstlerischer Gehalt unerheblich ist, daß es sich um ein weiteres ärgerliches Machwerk eines Möchtegern-Künstlers handelt, über den man morgen nicht mehr reden wird.
Mit diesem Gedankenexperiment wird deutlich, daß die Leichen für die Sensationswirkung der Figuren unabdingbar sind. Der Untertitel der Ausstellung heißt ja auch: "Die Faszination des Echten"!
Quellen / Verweise
Fotos © › Werner Popken
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