|  | | Kandidat für die Hengstleistungsprüfung |  |  |  |
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| Die Landgestüte spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Sie stellen eine wesentliche Schaltstelle dar, denn sie
- stellen die Hengste,
- sie prüfen sie,
- sie bewerten sie,
- sie bieten sie an.
| Aus der Präsentation der Hengste für die Züchter geht eindeutig hervor, daß ausschließlich in Richtung auf dem großen Sport selektiert und angeboten wird. Insofern decken sich die Ziele von Landgestüt, Zuchtverband und Förderverein.
Die Leistungskriterien für die Hengstleistungsprüfung orientieren sich am Zuchtziel. Wenn ein männliches Pferd als Beschäler angeboten wird, hat es sein Leistungsvermögen unter Beweis gestellt.
Die Möglichkeiten, hier zu einer sinnvollen Auswahl zu kommen, verdeutlichen folgende Zahlen (Haupt- und Landgestüt Marbach, Broschüre 1993):
- rund 1000 Hengstfohlen erhalten in Baden-Württemberg jährlich den Fohlenbrand
- rund 50 "Hengstanwärter" werden in Marbach aufgezogen
- rund 25 Junghengste nehmen an der Hengstleistungsprüfung teil
- 8 - 12 Junghengste, die die Hengstleistungsprüfung bestanden haben, werden der Eintragungskommission vorgestellt
- 4 - 6 Landbeschäler eines Jahrgangs werden schließlich in der Zucht eingesetzt
| Das allein reicht aber nicht. Die Hengste müssen sich auf dem Gebiet bewähren, wo ihre Produkte später gewinnbringend eingesetzt werden sollen, im Leistungssport nämlich.
Nicht allein das: sie müssen unter Beweis stellen, daß sie ihre guten Eigenschaften vererben können. Und damit der Züchter möglich schnell einen Überblick bekommt und sich orientieren kann, werden alle diese Erkenntnisse in wenigen nüchternen Zahlen zusammengefaßt - wie man das aus anderen Sportarten auch kennt: Ranglisten überall.
Worum es dabei geht und wie das funktioniert, soll der Gegenstand des nächsten Artikels über das Haupt- und Landgestüt Marbach sein.
Quellen
Abbildungen
© Werner Popken | |