| |  | | Jedes Pferd hat seinen Platz |  |  |  |
| Das » Haupt- und Landgestüt Marbach ist in der ganzen Welt berühmt, unter anderem wegen der Araber, die die Leidenschaft des Königs Wilhelm waren. Trotz mannigfacher Schwierigkeiten ist es gelungen, diese Araber zu bis heute zu bewahren und auf hohem Niveau zu halten. Daneben erfüllt Marbach heute die Funktion des landeseigenen Gestüts, wie es in den anderen Bundesländern auch der Fall ist.
Die Aufgaben eines Landgestüts sind heute klar definiert. Bis auf wenige Ausnahmen hat man auf die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung einer eigenständigen Rasse verzichtet. Man züchtet das "Deutsche Reitpferd".
Dieses definiert sich über den Sport und ist im wesentlichen eine Mischung aus Hannoveranern, Westfalen, Holsteinern, Oldenburgern, die ihrerseits natürlich wieder mächtig durcheinandergemixt sind - das Englische Vollblut nicht zu vergessen.
In Marbach hat man mit Erfolg auf die Trakehner gesetzt. Wie in allen anderen Landeszuchten auch, gilt die Umzüchtung des ursprünglich an die Bedürfnisse der Landwirtschaft angepaßten Warmblüters als abgeschlossen.
Inzwischen gibt es jedoch seit 15 Jahren Bestrebungen, die ursprüngliche Rasse zu erhalten. Da die Württemberger nun zur Deutschen Einheitsrasse weiterentwickelt worden sind, hat man den "Württemberger alten Typs" Altwürttemberger getauft.
Darüber hinaus werden Hengste der Rassen Schwarzwälder Fuchs, Süddeutsches Kaltblut und Haflinger angeboten. Im Februar / März werden die Hengste auf die verschiedenen Deckstationen verteilt, im Juni / Juli kommen sie wieder zurück nach Marbach, Ende September / Anfang Oktober findet normalerweise die Hengstparade statt.
In diesem Jahr fällt die Hengstparade aus zugunsten einer Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Asil Club e. V. Hildesheim. Die "Marbacher Sommerparade" und der internationale Asil Cup finden am 30. und 31. August statt (» Asil Cup International).
Zu Betrieb gehören verschiedene Güter: die Gestütshöfe Marbach, St. Johann und Offenhausen, die Vorwerke Hau, Fohlenhof, Güterstein, Schafhaus. Die offizielle Web-Seite des Haupt - und Landgestüts Marbach führt Güterstein folgendermaßen ein:
Das Vorwerk Güterstein liegt in einem Seitental der Erms in der Nähe Bad Urachs. Güterstein gehörte ursprünglich als Zisterzienserkloster zu Bebenhausen, später zu Zwiefalten und wurde im 15. Jahrhundert in eine Kartause für einen Prior und zwölf Brüder umgewandelt. Von den alten Klostergebäuden samt Kirche ist nichts mehr erhalten. Anstelle des ehemaligen Wirtschaftshofes steht heute der von König Wilhelm I. von Württemberg 1819/20 erbaute Gestütshof.
In Güterstein sind ein weiterer Teil der Stutfohlen untergebracht, sowie im Sommer Pensionsrinder |
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