|  | | Die vermeintlichen Ponies |  |  |  |
| |  | | Sehr aufmerksam: Wer kommt denn da? |  |  |  |
| |  | | Entspannung: alle wuseln durcheinander |  |  |  |
| | Die Schönheit und der Adel dieser Pferde wird in den kleinen Abbildungen natürlich nicht recht deutlich. Ich empfehle Ihnen, sich den dazugehörigen Bildschirmschoner herunterzuladen.
Wie sich bei längerer Beobachtung herausstellte, handelt es sich bei der Herde und Stuten, wobei vermutlich bis auf drei Ausnahmen alles Württemberger modernen Typs sind. Die Ausnahmen bilden Araber, die sämtlich Schimmel werden; eine Stute ich schon ziemlich weiß, und das war vermutlich die, die ich zuerst erkannt hatte.
Auf dem ersten Foto ist diese Stute zu sehen, links dahinter eine weitere, die noch nicht ganz weiß ist. Rechts davon kann man eine Fuchsstute erahnen, links eine Braune; aber da muß man schon ganz genau hingucken.
Im Vergleich mit den Württembergern wirken die Araber natürlich sehr zierlich; meine Einschätzung als Pony ist durchaus verzeihlich. Von der Statur her können die Araber durchaus mit Connemaras verwechselt werden.
Vom Alter her schätzte ich die Stuten auf gut zwei Jahre. Die Württemberger sind schon sehr beeindruckende Tiere, mit langen Beinen, kräftigen Muskeln und großen Körpern. Zunächst kam ich mir vor wie ein Europäer in China: sie sahen einander zum Verwechseln ähnlich. Aber das ist selbstverständlich eine Täuschung, die sich bei genauer Betrachtung von selbst aufhebt.
Mir wurde das zuerst anhand der Hufe deutlich. Die Hufe des ersten Pferdes waren sehr klein, sie hatten geradezu Ponyhufgröße. Bei einem Quarter Horse hätte mich das nicht besonders verwundert. Es handelte sich aber offenbar um eine individuelle Eigenschaft, denn die Hufe anderer Stuten waren wesentlich größer.
Je näher ich die Herde kennenlernte, desto unähnlicher wurden sich die einzelnen Mitglieder. So langsam bekam ich ein Gefühl dafür, wie es sich wohl anfühlen müßte, wenn man sich professionell mit der Zucht, vor allen Dingen mit der Verbesserung, beschäftigt. Man bekommt dann ein Auge dafür und sieht sofort, welches Tier den Vorstellungen besser entspricht.
Nach einer Weile entspannte sich die Herde: ich war uninteressant geworden. Die Pferde liefen durcheinander, alles war ständig in Bewegung, und irgendwann trollten sie sich in die entgegengesetzte Richtung.
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