Kürzlich erst führte George Maschalani vor ausgesuchten Experten seine Methode vor (» Mike Geitner):
| Es war schon eine beeindruckende Kulisse: Mehr als 150 Gäste waren in die Rheinische Landesreit- und Fahrschule nach Langenfeld gekommen, um sich mit fliegenden Galoppwechseln zu befassen - in der klassischen Reitweise und im Westernstil. [...] Eines wurde schnell klar im einführenden, theoretischen Teil: Es gibt kaum Unterschiede in der Ausbildung des Pferdes, die Ziele und die Ausführung dagegen könnten unterschiedlicher nicht sein. [...] Die Skala der Ausbildung mit ihren Grundvoraussetzungen wie Takt, Losgelassenheit und Geraderichten sowie die Maxime des Tierschutzes sind unverzichtbar auf dem Weg zum korrekt gesprungenen fliegenden Wechsel. Der Unterschied: Das Westernpferd soll diesen möglichst flach und ohne Bergauftendenz ausführen, während in der klassischen Reiterei eher ein Wechsel mit Ausdruck und deutlich bergauf gefragt ist - ein Ergebnis der unterschiedlichen Prüfungsanforderungen eben. [...] Und wie wenig Unterschiede es eigentlich auch in der Reitweise gibt, bewies Thomas Meinicke, Azubi in Langenfeld: Er setzte sich auf den Deckhengst von George Maschalani und ritt - nach kurzer Eingewöhnungszeit - perfekte fliegende Wechsel. Probleme hatte der junge Mann lediglich mit dem ungewohnten Westernsattel und der einhändigen Zügelführung... Friedrich Witte, Präsident des gastgebenden Pferdesportverbandes Rheinland, war sichtlich angetan von dieser Veranstaltung: "Wir müssen uns auch den anderen Reitweisen öffnen, zumal, wie wir eindrucksvoll präsentiert bekommen haben, die Unterschiede gar nicht so groß sind wie immer angenommen." | | |
Dieses Zitat scheint zu belegen, daß das Westernreiten endlich von den etablierten Funktionären wahrgenommen und anerkannt wird. Es wird höchste Zeit, denn spätestens wenn das Westernreiten olympische Disziplin geworden ist, wird auch unser Land sich seinen Anteil am Medaillensegen abholen wollen. Und wenn man dann mal Pferde hat, die gut genug sind, um im internationalen Vergleich bestehen zu können, wird man diese Pferde nicht verschleißen wollen. Im Gegenteil, man wird sie hegen und pflegen, damit sie möglichst lange auf der Höhe ihrer Leistung bleiben, um dann irgendwann einmal in den verdienten Ruhestand gehen zu können. So gesehen ist der Wettbewerb nicht nur für die Auslese der Pferde wichtig, sondern auch für den Umgang mit ihnen. Je wertvoller ein Pferd, desto mehr Gedanken macht man sich um sein Wohlergehen. Das soll dann wohl auch auf die anderen Pferde abfärben. So hoffen wir denn, daß sich das Problembewußtsein und die Verhaltensweisen allmählich auf breiter Front ändern. Es gibt übrigens auch ein Video von George Maschalani, das er auf der Veranstaltung des Pferdesportverbandes Rheinland vorgeführt hat: Fuhrmann; dort eine Telefonnummer, über die man das Video sicher bestellen kann, ansonsten bestimmt auch bei George Maschalani direkt.
Quellen
Abbildungen © Werner Popken
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