|  | | Zu zweit springt es sich besser |  |  |  |
| | | Das ist sie zweifellos. Sie dauert etwa drei Stunden, wovon der eigentliche Ritt etwa die Hälfte in Anspruch nimmt, die andere Hälfte fällt auf eine große und mehrere kleine Pausen. Insgesamt werden etwa zwanzig Hindernisse angeboten:
- künstliche Hindernisse
- Knicksprünge
- Grabensprünge
- langer Durchritt durch einen See
- Galopp durch einen kleinen Teich mit anschließendem Aufritt auf einen Steilhang
| Die Hindernisse werden von den Mastern und freiwilligen Helfern erbaut: "Unsere finanziellen Mittel sind begrenzt. 4-6 Wochen vorher fragen wir die Einsteller, und wer Lust hat, macht mit, das fördert die Gemeinschaft. Die Hindernisse werden alle mit Fichtenstangen gebaut, auch hinter Knicks, damit die Pferde die sehen. Ein paar Tage vorher machen wir mit 15-20 Reitern eine Generalprobe."
Auf diese Weise ist Orm Holub, der Webmaster (» Wirtschaftsinformatiker Orm Holub), mit eingespannt worden: Seine Frau hatte ihr Pferd bei Seismann eingestellt - selbstverständlich reitet sie mit - und er wurde angesprochen, ob er nicht einen Traktor fahren könnte. Die Angehörigen sollen nämlich ebenfalls etwas zu sehen bekommen.
Deshalb müssen die Reiter manchmal eine kleine Pause einlegen; alte Hasen (Repeater) empfinden das manchmal als störend. Die ganze Sache ist generalstabsmäßig geplant. Es wäre ja fatal, wenn die Reiter schon über die Hindernisse fetzen würden und die Traktoren wären noch unterwegs.
In diesem Jahr werden erstmals zwei Pferdefuhrwerke eingesetzt (Kremser). Die sind natürlich zu langsam. Wer da mitfahren will, kriegt nicht alles zu sehen. Außerdem wird auch ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben; die Traktorfahrten sind kostenlos.
"Wir sind also zusammen mit einem Geländewagen die Strecke abgefahren. Der Mann neben mir sah aus wie ein Schwein: Es hatte geregnet, alles war schrecklich matschig, und die hatten in dem Dreck die Hindernisse gebaut. Da fragte ich ihn, was er denn beruflich so mache, und er sagte: Kapitän. Darauf ich: Kümo?"
Ich stutzte ein bißchen, schaltete, und dachte mir, daß ich an dieser Stelle eine Erläuterung für die Leser südlich der Mainlinie einschieben muß. Wissen Sie, was ein Kümo ist? Das ist ein Küstenmotorschiff, sozusagen die geringste Klasse. Jürgen Schiller nahm die Sache von der leichten Seite - er ist nämlich Kapitän von einem Riesenschiff, einer Englandfähre, oder genauer gesagt: er war es 24 Jahre lang, denn er wurde kürzlich pensioniert.
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