| |  |  | | Podestübung - gaanz entspannt |  |  |  |
| Bei den Stichworten Stöhnen und Ächzen listet die Literatur meist nur große Anstrengungen (schwere Arbeit, Deckakt) oder schmerzhafte Wehen in der Austreibungsphase als Ursachen.
Tinker geben - wie bereits erwähnt - auch im Schlaf die seltsamsten Geräusche von sich, darunter auch Töne, die als Stöhnen bezeichnet werden können.
Eddy stöhnt außerdem in hellen Tönen immer dann, wenn er beim Wälzen Kopf und Hals genußvoll im Hallenboden reibt. Ich bin versucht, zu glauben, daß es sich quasi um ein unterdrücktes Lust-Quieken handelt.
Das Blasen
Als Blasen bezeichne ich das sanfte Ausatmen durch die Nüstern, durch das Pferde nach dem Nasenkontakt ihre Duftprofile austauschen, bevor sie mit dem gegenseitigen Mähnenkraulen anfangen - oder sich im anderen Extremfall quiekend voneinander trennen.
Beim Putzen im Hals- und Brustbereich dreht Eddy mitunter seinen Kopf herum und bläst mir ganz sanft seinen Atem ins Gesicht - oder beim Auskratzen der Vorderhufe in die Haare.
Bei einer Katze in meiner Kinderzeit war das Blasen des Atems in die Haare "ihres" Menschen ein Ausdruck höchster Zuneigung.
Das Geräusch des Riechens
Wenn beim Einatmen weniger die Luftzufuhr als vielmehr die Auswertung von Geruchstoffen im Vordergrund steht, atmet Eddy stoßweise ein.
Das Luftholen zerfällt dann hörbar in viele kurze Atemzüge mit einer Frequenz von mehr als einem Schnaufer pro Sekunde.
Beim Reiten ohne Sattel ist bei Eddy das "SCHNÜFF-SCHNÜFF" auch durch den eigenartigen Bewegungs-Rhythmus im Brustbereich deutlich zu spüren.
Das Entspannungsausatmen
Eddy scheint seine Entspannungsphase (Augen schließen sich halb, Unterlippe fällt herunter) gern mit einem langen deutlich vernehmbaren Ausatmen einzuleiten.
Dieses geräuschvolle Entweichenlassen (nicht Auspressen) der Luft aus der Lunge gleicht meiner Meinung nach dem Ausatmen des Menschen beim Gedanken "geschafft!".
|