Es ist naheliegend, daß trotz vieler Gemeinsamkeiten die akustischen Ausdrucksformen von Pferderasse zu Pferderasse variieren und daß jedes einzelne Pferd seine individuelle Art hat, sich mitzuteilen, die selbst von Artgenossen nicht auf Anhieb, sondern erst nach längerer Zeit im Herdenverband verstanden wird.
Auch bei Menschen werden selbst in einer Landessprache verschiedene Begriffe für den gleichen Sachverhalt eingesetzt. Und die Art der Betonung sowie das Maß der Lautstärke können bei bestimmten Worten unterschiedliche Botschaften transportieren - die Bandbreite reicht von sanfter Aufforderung über herben Befehlston bis hin zum Hilferuf.
Ähnlich ist es bei der Pferdesprache: So signalisiert ein verhaltenes Quieken Freude, ein deutlich wahrnehmbares Quieken zeigt eher die Abwehrreaktion und ein laut geschrienes Quieken drückt Aggressionen aus.
Der Hauptunterschied in der akustischen Kommunikation zwischen Equiden und Menschen liegt aber nicht im stark eingeschränkten Vokabular, sondern vornehmlich im Anwenden der Lautsprache:
Pferde äußern sich akustisch nur bei bestimmter, um nicht zu sagen, bei besonderer Gemütslage: bei positiver, negativer oder sexueller Erregung. Der überwiegende Teil der alltäglichen Unterhaltung wird immer über eine pferdetypische Körpersprache abgewickelt - auch uns Menschen gegenüber.
Quellen
Abbildungen
Norbert Kaiser Bearbeitung der Fotosequenzen: Media-Design Mätzschker (Grafik- und Animationsstudio)
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