 |  | | Neuer Versuch am nächsten Morgen |  |  |  |
|  |  | | Santana geniesst das Lob! |  |  |  |
| Ich beschließe, das Pferd zu reiten. Ich bin absolut in mir, ganz ruhig und friedlich. Ich weiß nicht, was ich machen werde, habe keinen Plan.
Ich sattele das Pferd und bitte Gott, mich zu führen und zu schützen. Ich mache mich innerlich ganz weit. Ich fühle mich gut, als ich den Kopf des Wallachs sanft mit meiner Hand umfasse und ihm sage:
"Das ist eine Chance für Dich, oder willst Du so weiterleben? Laß uns gut zueinander sein, ich tue Dir nichts"
Vorsichtig steige ich auf, aber ohne den inneren Zügel übermäßig kurz zu nehmen. Ich entspanne mich total, bleibe ganz ruhig sitzen und warte.
Santana ist absolut konzentriert bei mir, steht aber ruhig. Ob er über Nacht nachgedacht hat? Ich beginne, mit beiden Schenkeln gleichzeitig zu klopfen und zupfe vorsichtig an den Zügeln: Der Kopf geht ein Stück herum und dann herunter.
Das ist ein guter Anfang. Ich drücke beide Waden ans Pferd und bleibe dort. Ich drücke nicht sehr stark, aber dennoch deutlich wahrnehmbar. Santana akzeptiert mich.
Die Zügel lasse ich durchhängen, ich führe ihn nur über den Schenkel. Nach einem Stück Schritt trabe ich ihn an. Sofort gebe ich mit meinen Hüften den Takt vor und er folgt.
Nun folgt eine sehr lange Serie von Aktionen, mit denen ich bei dem Pferd Reaktionen anfrage. Jeweils, wenn Santana reagiert, wechsele ich zu einer anderen Aktion.
Santana hat alle Hufe voll zu tun, mir zu folgen. Permanent wechsele ich zwischen gerade gestellten und gebogenen Volten, direkten- und indirekten Biegungen, Handwechseln ohne die Hand zu wechseln, Tempoverstärkungen und Rücknahmen, Stop und Rückwärtsrichten (1 Schritt nur) und so weiter.
Santana reagiert, so gut er kann. Sooft wie möglich lobe ich ihn mit Stimme und Händen.
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