Wir Deutschen und auch die Schweizer haben es ja ganz gut hingekriegt, in Frieden miteinander zu leben. Das wird einem sehr schnell deutlich, wenn man an die ständigen Unruhen in Spanien oder Irland denkt. Wie machen das die 40 Völker mit den 60 Sprachen im Kaukasus? Um ein Gefühl für die komplizierte Situation zu bekommen, zitiere ich zwei weitere Absätze:
| In der Geschichte wurden die Tscherkessen unter verschiedenen Namen bekannt, wie Zircassier, Circassians, Keschaks oder Kerket. Ihre Eigenbezeichnung ist Adyge ( die Edlen). Der Begriff Tscherkessen ist eine Sammelbezeichnung für Angehörige sowohl kulturell als auch sprachlich eng verwandter Bergstämme im Nordwestkaukasus. Dazu gehören: 1.Abzeh, 2.Besleney, 3Bjedugh, 4.Cemguy, 5.Hakkucu, 6.Hatikhuay, 7.Khabardey, 8.Maxhuesch, 9.Mamkeyh, 10.Natixhuay, 11.Schapsigh, 12.Yecerikhuay. Auch die Abchasen und Ubychen gehören zu den Tscherkessischen Völkern, diese sind fast identisch mit der Kultur der Tscherkessen, jedoch haben sie teilweise eine andere geschichtliche Vergangenheit, gemeinsam gehören sie alle zur adyge-abchasichen Sprache und diese wiederum gehört zu dem nordwestlichen Zweig der kaukasischen Sprachenfamilie, zu denen auch tschetschenisch, lesgisch und georgisch gehören | | |
Haben Sie es mitbekommen? Unter Nr. 7 wurde aufgezählt: Khabardey. Deshalb beschäftigen wir uns hier mit den Tscherkessen, weil die Kabardiner, die Bewohner der Kabardei, zu den Tscherkessen gehören, aber eine etwas andere Geschichte und Kultur entwickelt haben.
 |  | | Der große Überblick - der Kaukasus im Brennpunkt der Krisengebiete |  |  |  | Haben Sie auch realisiert, daß Tschetschenien am Rande erwähnt worden ist? Dort ist doch erst vor ein paar Jahren fürchterlich Krieg geführt worden. Die ganze Welt wurde oberflächlich mit den Problemen dieses Volkes konfrontiert. Wer kannte denn vor ein paar Jahren Namen wie Tschetschenien, Ossetien, Abchazien, Dagestan? Jetzt haben wir diese Vokabeln gelernt, über die Kriegsberichterstattung. Wenn man nur ein bißchen im Internet recherchiert, erscheint plötzlich auch die Afghanistan-Krise in einem anderen Licht. Sowohl die Kaukasus-Region als auch Afghanistan sind außerordentlich reich an bestimmten Bodenschätzen, an denen sämtliche Großmächte interessiert sind. So hatte die USA bereits vor dem Anschlag in New York erwogen, mit Gewalt ihre Interessen in Afghanistan durchzusetzen. Rohstoffe müssen transportiert werden, was bei Afghanistan durchaus ein Problem darstellt, man kann als Anrainerstaat davon profitieren und Macht ausüben. Die ehemaligen Völker der Sowjetunion versuchen heute alle, ihre Eigeninteressen durchzusetzen. So führten früher alle Wege nach Moskau, heute aber orientiert man sich eher nach dem Westen, wozu sich zum Beispiel der Seeweg anbietet. Auch die alte Seidenstraße nach China wird wieder reaktiviert.
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