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Galeriebeitrag Ausgabe 280.08 · Das Bild
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... reiten muß man können · © 2008  
... reiten muß man können
zusammengebundene Schweife, Hinterzeug · © 2008  
zusammengebundene Schweife, Hinterzeug
es ist ein Hengst · © 2008  
es ist ein Hengst
Das Lexikon der Kunst hat unser Bild unter dem Stichwort "Chinesische Malerei" aufgeführt.

Die Geschichte der Malerei im Reich der Mitte reicht zwar bis in die Zeit von etwa 1500 vor Christus zurück, doch haben sich bis zur Zeitenwende nur wenige Dokumente erhalten, obwohl in der chinesischen Literatur aus dieser Frühzeit sogar Namen einzelner Maler genannt werden. Der chinesische Maler ist im Gegensatz zum von Beginn seiner künstlerischen Entwicklung um Originalität und persönlichen Stil bemühten abendländischen Maler zunächst bestrebt, sich in eine Schultradition einzufügen, um oft erst im fortgeschrittenen Alter zu seinem eigenen Stil zu finden. [...]

Auch die Funktion eines solchen Bildes ist eine ganz andere. Wird in Europa ein Bild gerahmt und auf einen festen Platz an der Wand verwiesen, so sind chinesische Bilder auf Seiden- oder Papierrollen gemalt und werden nur zum Betrachten und Meditieren aus der Bildertruhe geholt.

Noch ein zweites Moment unterscheidet die chinesische Malerei von der des Westens: Der Malgrund, Papier oder Seide, ist so empfindlich, daß Korrekturen nicht möglich sind, zumal der Maler vor allem mit Tusche arbeitet. Das bedeutet, daß der Maler sein Bild zuerst im Geist schafft, und dem Bild erst wenn er es klar vor seinem inneren Auge hat, mit dem Tuschpinsel auch äußere Gestalt gibt.
Seite 132/133

So stellt sich ein Wissenschaftler die Malerei vor. Er redet über einen Zeitraum von über 3000 Jahren. In dieser Zeit hat sich die abendländische Malerei mehrfach grundlegend geändert. Das mitunter krampfhafte Bemühen um Originalität und persönlichen Stil ist ein modernes Phänomen, auf die Neuzeit beschränkt.

Wenn der Maler sein Bild erst im Geiste schaffen und dieses dann gewissermaßen nach der Vorlage abmalen würde, käme niemals die Spontanität zustande, die gerade den Reiz großer Kunst ausmacht. Es verhält sich anders. Der Maler beschäftigt sich solange mit seinen Gegenständen, bis diese frei aus ihm herausfließen.

Die entsprechende chinesische Anekdote ist ziemlich bekannt. Ein Kaiser verlangte von einem berühmten Maler, er möge ihm einen Hahn malen. Als der Kaiser jahrelang nichts vom Maler hörte, ließ er ihn kommen und stellte ihn zur Rede. Der Maler verlangte nach einem Blatt Papier, Tusche und Pinsel und warf ihm den Hahn im Bruchteil einer Sekunde auf das Blatt.

Der Kaiser war so verärgert, daß er den Maler augenblicklich köpfen ließ. Anschließend entdeckte man im Haus des Malers einen Raum, der bis an die Decke mit Skizzen von Hähnen gefüllt war. Er hatte also all die Jahre an diesem Thema gearbeitet und war deshalb in der Lage, den meisterhaften Hahn aus dem Stand aufs Papier zu werfen.

Im erwähnten Beitrag » Der Polo Sport hatte ich daraufhingewiesen, daß das Pferd ein Hengst ist. Ein paar Wochen später war die Darstellung noch wesentlich deutlicher: » Incentives, Competitions & Sponsoring. Im vorliegenden chinesischen Bild sind die Pferde recht realistisch dargestellt - man betrachte nur etwa die Sprunggelenke. Deshalb wunderte ich mich, daß das Geschlecht der Pferde gar nicht thematisiert wurde. Aber ich hatte nur nicht genau genug hingeschaut.

Im zweiten Abschnitt von  Prinz und Prinzessin beim Polospiel habe ich ein Foto mit dem Titel "Indian polo team plays for Prince of Wales" (1876, Indisches Polo Team spielt für den Prinzen von Wales) gebracht. Die Inder wirken darauf sehr klein, die Polopferde aber geradezu winzig, eher wie Esel. Es sind sechs Männer dargestellt, aber nur zwei Pferde. Schade, daß man damals noch nicht filmen konnte.

Zum Abschluß ein Eindruck von den sportlichen Ereignissen dieser Tage:

29.03.2004: Die Daten der Winterpoloturniere in St. Moritz für die kommenden Jahre.

Wichtig für Ihren Terminkalender!
21st Cartier Polo World Cup on Snow: 27. bis 30. Januar 2005
22nd Cartier Polo World Cup on Snow: 26. bis 29. Januar 2006
23rd Cartier Polo World Cup on Snow: 25. bis 28. Januar 2007

25.01.2004: Über 24 000 Zuschauer liessen sich in St. Moritz begeistern

Europameister Hermès ringt den Schweizer Piero Dillier in der Overtime nieder / Larchmont, ein polnisch-argentinisches Team erstmals Sieger im World Cup on Snow.
Resultate siehe die Rubrik Events / Resultate.

24.01.2004: Agosti und Dochnal im Final; Hermès und Dillier spielen um Platz 3

Es zeichnete sich ab, Cartier brauchte nur noch ein Unentschieden, um sich für den Final vom Sonntag zu qualifizieren. Dieses Vorhaben gelang zielgenau, ein 4:4 nach 4 Chukkern brachte Agosti und seine chilenisch/englische Mannschaft in den Final (und ein Golden Goal von Diaz-Alberdi im Zusatzchukker dem Team Larchmont einen 5:4-Sieg um den Top Events of Switzerland Cup. Das Team Bank Hofmann von Piero Dillier rehabilitierte sich für den Absturz vom Vortag und schlug die punktelosen Argentinier rund um Europameister Mathias Hermès 6:3.

24.01.2004: Larchmont qualifiziert sich vorzeitig für den Final um die Cartier Trophy

Der Pole Marek Dochnal ist nicht nur erstmals in St. Moritz, er ist auch gleich erstmals im Finale des 20. Cartier Polo World Cup on Snow! Sein Team Larchmont spielte mit einem 10:2 das Team Bank Hofmann mit dem Schweizer Piero Dillier schwindlig.
 Indischer Prinz zu Pferdes




Quellen / Verweise


  1. Lexikon der Malerei, Stuttgart 1993, ISBN 3-8122-3392-4, Seite 133
  2.  Bayeux, Galeriebeitrag Ausgabe  279
  3. » Chronologie
  4.  Prinz und Prinzessin beim Polospiel, Galeriebeitrag Ausgabe  92
  5. » Der Verein, Polo Club Landsberg
  6.  Polo in Argentinien, Bildschirmschoner zu Ausgabe  92, Unter Gauchos
  7. » Frankfurter Polo Club · Die Geschichte
  8. » Der Polo Sport
  9. » St. Moritz Polo Club
  10. » Incentives, Competitions & Sponsoring
  11.  Indischer Prinz zu Pferde, Galeriebeitrag Ausgabe  116


Fotos
©  Werner Popken





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