Wochenmagazin · Die ganze Welt der Pferde
10. Jahrgang · aktuell  Ausgabe 503

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten

 


 
interessant:  » Zwischenbilanz zum Grundeinkommen

 News: FN-aktuell vom 12.11.08
 Presse-Info: Turniervorschau und ...
 Vielseitigkeit, z.B. ... Ostholt Zweiter der ...
 Lobback: geändert seit 21.11.


    Magazin: jeden Montag neu
Neu:   Von Autisten lernen
Über Gefühle und sonstige Unwägbarkeiten
Hallo   Pferdefreund!

   

  Menü    Hilfe-FAQ    Login    Newsletter     Bücher    Notizen    Presse    Termine  TV

 
  Heute neu
  Magazin 
  Pferdemarkt
  Anzeigenmarkt
  Messe
  Artikel
 Archiv
 Bachblüten
 Berichte
 Editorials
 Kunstgalerie
 Rasseportraits
 Rezensionen
 Tips
 Titelgalerie
 Zufallstitel
 Bildmaterial
 Bildschirmschoner
 Cartoons
 Comics
 Fotoalben
 Kalender
 Postkarten
 Poster
 Puzzles
 Informationen
 EWU-Presseticker
 FN-aktuell
 FN-Ergebnisdienst
 FN-Presseticker
 FN-Turniervorschau
 Leserbriefe
 Links
 Pferdenamen
 Presseinfos
 Suchstatistik
 Terminliste
 Terminkalender
 Zitate
 Besucheraktionen
 Anzeige aufgeben
 Login
 Link eingeben
 Newsletter-Abo
 Notizen
 Pferd verkaufen
 Presseinfo neu
 Termin eingeben
 Hilfe + Antworten
 Einführung
 FAQ
 Übersicht
 Geschäftliches
 Autorenhinweise
 Bannerwerbung
 Bildwerbung
 Impressum
 Konditionen
 Kontaktformular
 Mediadaten
 Service
 Textwerbung
 
Galeriebeitrag Ausgabe 272.08 · Holzschnitte
 Menü Galerie  Reiterbegegnung  Die Reiter
 Holzschnitte 
 Übersicht
 Vorschau  Editorial   Suche
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin

  voriger Galeriebeitrag   Übersicht Kunstgalerie   nächster Galeriebeitrag   Ausgabe 272


Drei Reiter, Holzschnitt · © 2008  
Drei Reiter, Holzschnitt
Marino Marini · © 2008  
Marino Marini
Aus dem Jahre 1933 stammt der Holzschnitt auf Bütten "Drei Reiter" von Ewald Mataré, den ich auf der Westdeutschen Kunstmesse im Frühjahr 2003 entdeckt habe. Die Galerie Vömel aus Düsseldorf bot ihn an zum Preise von 11.500 EUR. Dazu die Bemerkung: "40,5x 32 cm, signiert, datiert und betitelt, 4 Abzüge und 2 Nachlaßdrucke bekannt". Das ist für einen Holzschnitt sehr wenig.

Direkt anschließend habe ich ein Blatt von Marino Marini fotografiert, aber leider ist die Aufnahme mit den Daten verwackelt und unlesbar. In der Gegenüberstellung sieht man sehr schön, daß die Arbeit Marinis sehr viele formale Bezüge zur Behandlung von Pferd und Reiter durch Mataré zeigt.

Marini fing erst nach dem Zweiten Weltkrieg an zu arbeiten und hatte sich auf das Thema Pferd und Reiter spezialisiert (» Playmobil 4 Reiter mit Pferd 2 Ponys).

Marinis Arbeiten zeichnen sich oft durch eine extreme Emotionalität aus. Sowohl der Reiter als auch das Pferd schreien oft ihr Leid gegen den Himmel hinaus, sie klagen an. Demgegenüber ist Mataré kontemplativ, distanziert, kühl. Marini erreicht diese aufwühlende Wirkung mit denselben Mitteln wie Mataré. Ihm reicht ein Auge und die Nase, um etwas Unheilvolles anklingen zu lassen.

Natürlich spielen auch die Pferde eine große Rolle bei der Wirkung. Die Pferde von Mataré präsentieren sich im Gleichklang wie in einem Ballett, während die von Marini vor Entsetzen oder Angst die Köpfe hochreißen.

 · © 2008  
 · © 2008  
Bei Vömel habe ich einen weiteren Holzschnitt von Mataré entdeckt:  Galeriebeiträge Marini. Diese Arbeit ist von 1950, hat die Maße 38,5x 45,5 cm und kostet 4200 EUR. Zehn Abzüge sind bekannt.

Das Auktionshaus Kendzia zeigt eine etwas größere Arbeit von Mataré: 70x 52 cm, » Schreitendes Pferd betitelt und als Frottagedruck bezeichnet.

Darunter muß man wohl verstehen, daß Strukturen mit der Hand oder Werkzeugen auf das Papier übertragen worden sind (Durchreibetechnik).

Man sieht, daß Mataré sich immer wieder mit Pferden beschäftigt hat. Die letzten beiden Blätter lassen den Menschen weg, lassen sogar andere Tiere weg und präsentieren das Pferd an sich, majestätisch, selbstgenügsam, gelassen, souverän. Diese Pferde brauchen die Menschen nicht und sie werden von den Menschen nicht gebraucht.

Nun erst fällt mir auf, daß der Abstraktion bei der Reiterbegegnung Zaumzeug und Sattel zum Opfer gefallen sind, so daß die Pferde ebenso natürlich erscheinen wie auf den beiden letzten Blättern. Nur die Handhaltung zeigt unmißverständlich, daß die Reiter die Zügel in der Hand halten.

Eine Ausstellungsbesprechung vom 27.7.2002 in der taz versucht zu erklären, warum zwischen den Kriegen die Tiere bei den Künstlern so beliebt waren:

» Liegendes Pferd

Tierisch: Das Gerhard Marcks Haus zeigt in seiner Retrospektive "Der Zoo, die Wildnis und die Weide" Tierplastiken von August Gaul bis Joseph Beuys


[...] bildnerisch und inhaltlich waren Elefanten, Tiger, Orang Utans zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts ziemlich en vogue. Schließlich waren Zoos noch eine relativ junge Erfindung. Und nicht nur die Tiere, sondern auch ihre Abbildungen ziemlich gefragt. [...]

Bei den wilden Tieren ist es aber nicht geblieben. Nach und nach gingen die Künstler statt in den Zoo lieber auf die Weide. Und portraitierten die heimische Fauna: Also röhrende Hirsche (zweimal im Gerhard Marcks Haus), weidende Kühe, die um 1920 prompt zum Lieblingstier der expressionistischen Bildhauer avancierten (achtmal zu sehen). Auch von Gerhard Marcks ist ein liegender Wiederkäuer aus Lindenholz beigesteuert, dessen Kuh aber keinesfalls "als Symbol der Kuhheit" missverstanden werden sollte, wie Marcks 1924 notierte. Ihm ging es um das innere Bild und nicht um die Viehcher.

Ein Hauch von Zivilisationsflucht klingt da an. Ewald Mataré, Lehrer von Beuys und Produzent der meisten Kuh-Skulpturen dieser Schau, war die Menschen leid geworden. Er versuchte, so wenig wie möglich mit Zweibeinern zu tun zu haben und ging lieber raus auf die Weiden.
Und dann die domestizierten Tiere. Wieder ein Kapitel für sich. Das Gerhard Marcks Haus zeigt Hunde in allerlei Formen. Und schließlich Pferde in quasi allen Positionen: "Wartendes Pferd", "Ruhendes Pferd" und "großes gesatteltes Pferd", das in Lebensgröße und mit böse angelegten Ohren Raum und Faszination der Betrachter erfüllt.

[...] Vor allem im Nationalsozialismus haben sich die Bildhauer auf die Tiere gestürzt. Kühe und Hunde ließen sich ideologisch schließlich kaum vereinnahmen. Und während kubische Elemente bei menschlichen Figuren bereits als "entartet" galten, wurden Abstraktionen bei Tierplastiken lange noch geduldet. Laut Katalog wurden Tierkörper für die Bildhauer schließlich zum "Rückzugsgebiet in Zeiten der Diktatur".

 · © 2008  
Zum Schluß muß ich Ihnen unbedingt noch eine Kuh von Ewald Mataré zeigen, wenn schon so viel von Kühen die Rede war - diese habe ich bei Galerie Ludorff gefunden, wie Vömel ebenfalls in Düsseldorf ansässig. Das Objekt entstand 1932, ist aus Bronze und 3,1 cm hoch.

Der Kopf erinnert mich sehr an die Mumins. Aber diese Assoziation ist nicht ganz richtig, wie mir eine schnelle Kontrolle im Internet zeigt (» Schreitendes Pferd).

Als nächstes entdecke ich ein » Liegendes Pferd, lese mich zwei Minuten ein und erkenne, daß die Welt der Mumins wiederum riesig ist und ich nichts davon verstehe - aber alles klingt sehr interessant. Also schnell weg hier, damit dieser Beitrag ein Ende hat!




Quellen / Verweise


  1. » Museum Kurhaus Kleve, Ewald Mataré-Sammlung
  2. Exponate von Ewald Mataré begeistern die Eröffnungsgäste, Ostfriesischer Kurier, 21.5.2004
  3.  Bärenjagd, Galeriebeitrag Ausgabe 270
  4. » Biografie von Ewald Mataré
  5. » Playmobil 4 Reiter mit Pferd 2 Ponysmit 4 Kinder..., eBay-Angebot vom 13.6.2004
  6.  Galeriebeiträge Marini
  7. » Schreitendes Pferd
  8. » Liegendes Pferd
  9. » Kuh verinnerlicht, taz Bremen Nr. 6811 vom 27.7.2002, Seite 23, 162 Zeilen (Kommentar), Dorothee Krumpipe
  10. » Liegende Kuh, Galerie Ludorff
  11. » Mumin und Mike Mondvogel
  12. » Virtuelles Muminforschungs-Zentrum


Fotos
©  Werner Popken





nächster Abschnitt:   Übersicht     Gesamttext     Druckversion





AddThis Social Bookmark Button


Galeriebeitrag Ausgabe 272.08 · Holzschnitte
 Menü Galerie  Reiterbegegnung  Die Reiter
 Holzschnitte 
 Übersicht
 Vorschau  Editorial   Suche
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin



  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten


 Anfang  Autorenhinweise  Mediadaten  Kontakt   ›Impressum  Konditionen     Leserbrief
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails zu veröffentlichen. (Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind)

http://xmesse.de

 
» Workshop OOP
 
 
 

http://www.maxthon.com

 
» Maxthon
 
Die Adresse dieser Seite: pferdezeitung.com/Galerie/272/Holzschnitte
Es ist jetzt der 23.11.2008, 21:48, GMT +01:00
Konsequent in alter Rechtschreibung - ausgenommen Fremdautoren.
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Deutsch/Englisch-Übersetzung: » dict.cc


Reiterhotel

 

  Reiterhotel Vox

 
 
 

Lobback

 

  Peitschenmacher

 
Zum  Pferd:  Pferde-Messe ·  Pferdemarkt ·  Pferdekauf ·  Pferdeverkauf
Verantw. im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Werner Popken
©1999-2008 · ISSN 1437-4528 · Statistik:  Übersicht
0049(0)5744-5115-74   0049(0)5744-5115-75   0049(0)151-2327 3955
ISIS GmbH & Pferdeverlag · Hauptstr. 13 · 32609 Hüllhorst
Germany · HRB 2627 AG Bad Oeynhausen · USt-Id DE811992532


  Aus Ausgabe 503 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 08-47
z.B.   Mähler/08-47: Olympia Pferdeportraits nach Ihrer Fotovorlage Wenn Sie Ihr Pferd von mir portraitieren lassen, ...

  German Friendships - Bexter Hof
Völkerverständigung und Begegnung junger Menschen