Wochenmagazin · Die ganze Welt der Pferde
10. Jahrgang · aktuell  Ausgabe 503

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten

 


 
interessant: » Grundeinkommen - Ein Film-Essay (100 min.)

 News: FN-aktuell vom 12.11.08
 Presse-Info: CHIO Aachen ...
 Orientierungsreiten, z.B. Koordinationstreffen im Orientierungsreiten ...
 Lobback: geändert seit 21.11.


    Magazin: jeden Montag neu
Neu:   Von Autisten lernen
Über Gefühle und sonstige Unwägbarkeiten
Hallo   Pferdefreund!

   

  Menü    Hilfe-FAQ    Login    Newsletter     Bücher    Notizen    Presse    Termine  TV

 
  Heute neu
  Magazin 
  Pferdemarkt
  Anzeigenmarkt
  Messe
  Artikel
 Archiv
 Bachblüten
 Berichte
 Editorials
 Kunstgalerie
 Rasseportraits
 Rezensionen
 Tips
 Titelgalerie
 Zufallstitel
 Bildmaterial
 Bildschirmschoner
 Cartoons
 Comics
 Fotoalben
 Kalender
 Postkarten
 Poster
 Puzzles
 Informationen
 EWU-Presseticker
 FN-aktuell
 FN-Ergebnisdienst
 FN-Presseticker
 FN-Turniervorschau
 Leserbriefe
 Links
 Pferdenamen
 Presseinfos
 Suchstatistik
 Terminliste
 Terminkalender
 Zitate
 Besucheraktionen
 Anzeige aufgeben
 Login
 Link eingeben
 Newsletter-Abo
 Notizen
 Pferd verkaufen
 Presseinfo neu
 Termin eingeben
 Hilfe + Antworten
 Einführung
 FAQ
 Übersicht
 Geschäftliches
 Autorenhinweise
 Bannerwerbung
 Bildwerbung
 Impressum
 Konditionen
 Kontaktformular
 Mediadaten
 Service
 Textwerbung
 
Galeriebeitrag Ausgabe 270.08 · Innen und außen
 Menü Galerie  Bärenjagd  Der Reiter
 Innen und außen 
 Übersicht
 Vorschau  Editorial   Suche
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin

  voriger Galeriebeitrag   Übersicht Kunstgalerie   nächster Galeriebeitrag   Ausgabe 270


Wenngleich die Einzelheiten manchmal etwas summarisch behandelt sind, kann man doch erkennen, daß der zum Schrei geöffnete Mund zu dieser Art Symbol gehört wie der erhobene Lanzenarm oder andere Einzelheiten.

Eine wurfbereite Lanze deutet auf eine Situation hin, in der es auf den richtigen Augenblick ankommt und wo es kein Zurück gibt. Der Reiter hat nur einen Wurf, und der muß sitzen. Der Kampf mit Wolf und Bär könnte real oder aber auch symbolisch gemeint sein - in jedem Fall geht es auf Leben und Tod. Das ist der typische Höhepunkt eines Kriegerlebens, der Moment, auf den es ankommt.

Der Krieger darf weder zu früh noch zu spät handeln, und wenn er handelt, muß er alles geben. Die Thraker waren Krieger; für einen freien Mann geziemte es sich nicht, zu arbeiten. Wer kämpft, riskiert sein Leben, das entsprechend kurz ausfallen könnte. Nun sollen die Thraker die Neugeborenen beweint haben, weil diese ja ein Leben voller Mühsal vor sich hatten, während die Verstorbenen mit Fröhlichkeit zu Grabe getragen wurden, weil ein wunderbares Leben nach dem Tode auf sie wartete.

Demnach müßte der Tod süß und eine besondere Vorsicht unangebracht gewesen sein. So einfach war es aber wohl nicht. In allen mir bekannten Religionen ist es nicht zulässig, sein Leben selbst zu verkürzen. Möglicherweise gibt es auch so etwas wie eine allgemeine Todesangst, unabhängig vom Glaubenssystem. Jedenfalls ist es üblich, sich gegen Gefahren durch Anrufung höherer Mächte zu schützen.

In diesem Sinne könnte man die abgeschnittenen Köpfe als Beschwörung göttlicher Mächte deuten, die den Reiter und vermutlich auch sein Pferd beschützen sollten. Und nun sind wir auf einer Spur, die die eingangs betrachtete Szene in einem neuen Licht erscheinen läßt.

Die Lesart "Jagdschilderung" ist vordergründig und bequem. Es stellt sich die Frage, ob diese Leute die Illustration eines Jagdausflugs für würdig genug gehalten haben, um damit das Geschirr ihres Pferdes zu schmücken. Vermutlich nicht.

Was stellt diese Szene dann dar? Der Ausschnitt mit den Köpfen des Bären und des Pferdes zeigt eine Intensität, die den Tieren eigentlich nicht gemäß ist. Bär und Pferd stehen Auge in Auge gegenüber, haben das Maul aufgerissen, die Zähne gefletscht - es geht für beide ebenfalls um Leben oder Tod. Das aber ist eine unrealistische Situation. Ein Pferd würde niemals einen Bären angreifen und umgekehrt, es sei denn, der Bär wäre in die Enge getrieben und müßte sich durch den Angriff verteidigen.

Die in unserer westlichen Tradition überaus häufigen Drachenkämpfe deuten an, daß es sich vielleicht nicht um einen realen Kampf handelt, sondern um einen symbolischen, den Kampf gegen das Ungeheuer, gegen das absolut Böse, das es aus dieser Welt auszurotten gilt. Dieser grundsätzliche Kampf Gut gegen Böse, Schwarz gegen Weiß, Held gegen Antiheld, ist auch in der heutigen Seele noch so lebendig und faszinierend, daß Hollywood nicht müde wird, einen Neuaufguß nach dem anderen zu produzieren. Auf allen Fernsehkanälen geht es immer wieder darum, dem Guten zum endgültigen Sieg zu verhelfen.

Selbstverständlich findet dieser Kampf nicht außen statt, sondern innen. Der Held, d. h. Jedermann, kämpft ständig diesen Kampf des Guten gegen das Böse im Inneren. Die Seele weiß genau, was gut und böse ist, und findet ihr Heil in der Entscheidung zum Guten. Ein Bösewicht nach dem anderen muß erledigt werden, der Wolf, der Bär, der Drache und was dergleichen finstere Gestalten noch sind, die die Seele in Versuchung führen wollen.

Übrigens hatten die Thraker schon so etwas wie ein hannoversches Sperrhalfter, wenn ich das Bild richtig lese. Ein Sattel scheint aber noch unbekannt gewesen zu sein, von Steigbügeln ganz zu schweigen. Mit anderen Worten: Die Thraker ritten wie die Teufel, wenn sie aus vollem Galopp den Speer ins Ziel bringen konnten.



Quellen / Verweise


  1. Gold der Thraker, Archäologische Schätze aus Bulgarien, Romer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, 1. Mai-3. August 1980
    Ausstellung anläßlich der 1300 Jahr Feier des Bulgarischen Staates
  2.  Hochzeit, Galeriebeitrag Ausgabe 269
  3.  Die Pferde, Galeriebeitrag Ausgabe 268
  4.  PferdeStark, Rezension Ausgabe 270
  5.  Der Held, Galeriebeitrag Ausgabe 269
  6.  Thrakische Quadriga, Galeriebeitrag Ausgabe 268
  7.  Ägyptischer Stil, Galeriebeitrag Ausgabe 102


Fotos
©  Werner Popken





nächster Abschnitt:   Übersicht     Gesamttext     Druckversion





AddThis Social Bookmark Button


Galeriebeitrag Ausgabe 270.08 · Innen und außen
 Menü Galerie  Bärenjagd  Der Reiter
 Innen und außen 
 Übersicht
 Vorschau  Editorial   Suche
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin



  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten


 Anfang  Autorenhinweise  Mediadaten  Kontakt   ›Impressum  Konditionen     Leserbrief
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails zu veröffentlichen. (Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind)

http://xmesse.de

 
» Workshop OOP
 
 
 

http://www.maxthon.com

 
» Maxthon
 
Die Adresse dieser Seite: pferdezeitung.com/Galerie/270/Innen_und_außen
Es ist jetzt der 23.11.2008, 21:49, GMT +01:00
Konsequent in alter Rechtschreibung - ausgenommen Fremdautoren.
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Deutsch/Englisch-Übersetzung: » dict.cc


Olewo

 

  Medizinisch wirksam, praktisch, gut

 
 
 

Hufklinik

 

  Institut für Hufgesundheit und ganzheitliche Pferdebehandlung IfH

 
Zum  Pferd:  Pferde-Messe ·  Pferdemarkt ·  Pferdekauf ·  Pferdeverkauf
Verantw. im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Werner Popken
©1999-2008 · ISSN 1437-4528 · Statistik:  Übersicht
0049(0)5744-5115-74   0049(0)5744-5115-75   0049(0)151-2327 3955
ISIS GmbH & Pferdeverlag · Hauptstr. 13 · 32609 Hüllhorst
Germany · HRB 2627 AG Bad Oeynhausen · USt-Id DE811992532


  ... für alle Reitböden
Gründliche Dauerpflege für alle Reitböden ...

  Aus Ausgabe 503 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 08-47
z.B.   Reiterhotel/08-47: Reiterträume werden wahr Liebe große und kleine Leser, manche Dankesbriefe sind einfach ein ...