WM Aachen 2006: Kanadier Latimer gewinnt Reining-Titel nach Stechen - Zwei Deutsche unter den besten Zehn Spannend gingen die Reining-Weltmeisterschaften in Aachen zu Ende. Um die Gold- und Silbermedaillen im Einzel musste gestochen werden, nachdem der Kanadier Duane Latimer und der US-Amerikaner Tim McQuay mit je 230 Punkten von den Richtern für ihre Vorstellung belohnt worden waren. Mit 228 Punkten setzte sich der neue Weltmeister Latimer mit dem sechsjährigen Quarter Horse Hengst Hang Ten Surprize gegen McQuay mit Mister Nicadual (226, 0 Punkte) durch. Die Bronzemedaille gewann Aaron Ralston (USA) mit Smart Paul Olena (227, 5). Bester deutscher Teilnehmer war die in Österreich lebende Sylvia Rzepka. Die erfolgreiche Nationenpreisreiterin kam mit Golden Mac Jac auf den achten Platz (219, 5). Nico Hörmann (Schwanewede), EM-Team Vizemeister und Deutscher Meister, erreichte mit Lil Ruf Cody 219 Punkte und Platz neun. Insgesamt hatten sich die besten 20 Reiter des Mannschafts-Titelkampfes vom vergangenen Donnerstag für das Einzelfinale qualifiziert. "Uns war immer klar, dass die Titel- und Einzelmedaillen an Reiter aus den USA oder Kanada gehen. Nun ist die Prüfung vorbei und wir haben zwei Reiter unter den zehn besten Reinern der Welt. Ein großer Erfolg, wenn man sieht, dass allein sechs Nordamerikaner auf den ersten sechs Plätzen sind", sagte Bundestrainer Kay Wienrich (Saverdun/FRA) sichtlich stolz und vor allem erleichtert. Immerhin war der Start in Aachen nicht leicht gewesen. Zwei Pferde hatten die Verfassungsprüfung am letzten Mittwoch nicht bestanden und so war die deutsche Equipe geschwächt in den ersten Wettkampf gezogen. Dass die Deutschen dann doch mit drei Reitern noch um eine Mannschaftsmedaille kämpfen konnten − sie wurden am Ende Vierte, war nur dadurch möglich geworden, dass Ludwig das Reservepferd von Maik Bartmann erhielt. Zwar hatte er sich mit BV Smart Innuendo auch für das Einzelfinale qualifiziert. Er trat aber nicht an. "Die Stute ist erst sechs Jahre alt und Maik Bartmann möchte mit ihr noch die Deutsche Meisterschaft Ende Oktober gehen. Die heutige Prüfung hätte noch einmal alles von dem Pferd gefordert, um unter die Top Ten zu kommen", begründete Wienrich die Entscheidung, dem Pferd die Belastung zu ersparen. Adelheid Borchardt, 03.09.06 15:26, » FN-Presseticker |
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