WM Aachen 2006: US-Team verteidigt Reining-Titel - Platz vier für Deutschland Mit Erfolg haben die US-Amerikaner ihren Team-Titel bei den Weltmeisterschaften in Aachen verteidigt. Die Favoriten aus dem Mutterland des Westernreitens erreichten einen Gesamtscore von 665, 0 (Punktwerte der drei besten Teamreiter). Und auch sonst ging es bei diesem Championat aus wie 2002, als die Reining erstmals zum Programm der Weltreiterspiele gehörte: Kanada wurde erneut Vize-Weltmeister − und rückte den Amerikanern diesmal sehr nahe (664, 0). Bronze ging wieder an die Italiener (656, 0). Und auch die Deutschen hatten hinsichtlich des Ergebnisses ein Déja vu: Mit nur einem halben Punkt Abstand mussten sie die Medaille den Italienern überlassen. Insgesamt nahmen 15 Nationen am Mannschafts-Titelkampf teil. "Das ist gemein knapp für uns ausgegangen. Unter den gegebenen Umständen war das eine gigantische Leistung unserer Reiter. Es beweist mir, dass unsere Medaillenerwartungen - wäre alles nach Plan gelaufen - durchaus nicht vermessen waren, " sagte Bundestrainer Kay Wienrich (Saverdun/FRA), der sich damit auf den Schock vom Vortag bezog. Zwei der fünf deutschen Pferde bestanden die Verfassungsprüfung nicht und die Mannschaft stand nur noch mit drei statt vier Teilnehmern da. So fehlte bereits vorm Wettkampf das Streichergebnis und Grischa Ludwig (Bitz) musste mit einem Pferd an den Start gehen, das er gestern erstmals ritt. Als erster deutscher Teilnehmer bewies er jedoch seine Klasse. Unter tosendem Applaus scorte er mit BV Smart Innuendo 218, 5 Punkte (Platz 13 der Einzelwertung). Ein Ritt, der der Pferdebesitzerin Jutta Weckmüller (Eschwege) und dem eigentlichen Reiter der siebenjährigen Quarter Horse-Stute Maik Bartmann (Osthofen) die Tränen in die Augen trieb. Nico Hörmann (Schwanewede) mit dem sechsjährigen Quarter-Hengst Lil Ruf Cody erhielt als zweiter deutscher Starter 217, 5 Punkte (Platz 15). Der beste Mann im Team aber war eine Frau. Bei ihrem ersten Championatseinsatz wurde die in Österreich lebende Sylvia Rzepka von den Richtern für ihre Vorstellung mit dem siebenjährigen QH-Hengst Golden Mac Jac mit 219, 5 Punkten (Platz 6) belohnt. Damit haben sich alle drei deutschen Reiter für die zweite Prüfung am Sonntag (3. September) qualifiziert. Dort kämpfen die 20 Besten des heutigen Go Rounds um die Einzelmedaillen. Aufgrund von Punktgleichheit gehen tatsächlich 21 Reiner an den Start. Die Favoriten dürften aus dem Kreis der Team-Medaillengewinner kommen. Zwar nehmen die Reiter ihre Punkte nicht mit. Wer am Sonntag aber auf das Treppchen will, der muss in der Lage sein, einen Score über 220 zu reiten. Das gelang heute dem Kanadier Duane Latimer (225, 4), Aaron Ralston (USA/223, 5), Tim McQuay (USA/222, 5) und Christian Perez (ITA/221, 5). Adelheid Borchardt, 01.09.06 19:21, » FN-Presseticker |
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