| | | Hier ist jeder Widerstand zwecklos. Glory geht unbeirrt weiter und zieht Joyce einfach mit. |  |  |  |
| | | | Dieser Sicherheitsknoten hält das Fohlen bombenfest, lässt sich aber im Notfall blitzschnell lösen. |  |  |  |
| | | | Annette packt den Führstrick mit beiden Händen. |  |  |  |
| | | | Wenn Joyce , lässt die rechte Hand los und der Führstrick wird zu einer Art Longe, an der sich das Fohlen schnell wieder beruhigt. |  |  |  |
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Schon nach wenigen Lebenstagen müssen Fohlen mit dem Halfter und Führstrick vertraut gemacht werden - sei es zum Impfen, oder der Wurmkur und zur Fahrt mit dem Hänger zur Stuten- oder Fohlenschau. Falls Ihr Fohlen das Führen noch nicht kennt, sollten Sie es ihm möglichst bald beibringen. Am einfachsten geht das mit der Mama oder einem ruhigen Stallgefährten, der Fohlen freundlich gesonnen ist. Legen Sie dem Lehrmeister einen stabilen Bauchgurt an, den Sie (erst nach einigen Schritten) möglichst fest anziehen müssen. Binden Sie das Fohlen am Bauchgurt rechts neben dem Altpferd fest und zwar so kurz, daß es bequem nebenher, nicht aber vor dessen Füße laufen oder beim Zurückbleiben hinten in die Beine springen kann. Ein Helfer mit extra langer Gerte (damit er genügend Abstand zu evtl. ausschlagenden Hinterbeinen halten kann) kann das Fohlen beim Zurückbleiben mit der Gerte behutsam zum Weitergehen auffordern. Die meisten Fohlen haben in wenigen Minuten begriffen, daß sie neben dem Altpferd herlaufen sollen. Allerdings versuchen besonders selbstbewußte, früh entwickelte Hengstfohlen sich durch Steigen, Ausschlagen oder heftiges Vorstürmen der Aufgabe zu entziehen. Aber wenn das Lehrpferd ruhig bleibt und Sie beharrlich weiter üben, fügt sich auch der wildeste Halbstarke. Als nächste Übung übernimmt der Helfer das Altpferd und Sie führen das Fohlen hinter den beiden her. Packen Sie den Führriemen (mit Knoten statt einer Schlaufe am Ende) in Ihrer rechten Hand so kurz, daß Sie neben dem Fohlenkopf gehen, ohne ihn zu sich hin zu ziehen. Das Ende des Führriemens halten Sie (in losen Schlingen gelegt) in Ihrer linken Hand: Wenn das Fohlen plötzlich losstürmt und Sie Angst um Ihr Gleichgewicht haben müssen, lassen Sie den Führriemen los und halten nur noch den Knoten fest in Ihrer Hand. Nun wird das Führseil zu einer Art Longe, an der Sie das Fohlen leicht wieder beruhigen, einfangen und mit der Arbeit wieder beginnen können. | Warnung: Bei Fohlen bis zum Alter von einem Jahr keinen Führriemen mit Kette verwenden. Das Pferdekind ist voll im Wachstum und alle Knochen sind noch leicht verformbar, auch die des Kopfes. Bei (unbeabsichtigter) heftiger Einwirkung der Kette kann es zu Einwölbungen im empfindlichen Nasenteil kommen, die später vielleicht sogar die Atmung behindern. | | | Bleiben Sie allmählich zurück, auch wenn das Fohlen dabei heftig vorwärts zieht, Bocksprünge macht oder nach Ihnen ausschlagen will. Reden Sie ihm beruhigend zu; denn es hat echte, tiefe Angst, seine Herde zu verlieren. Aber irgendwann merkt es, daß der Druck des Halfters nachläßt, sobald es nicht mehr widerspenstig am Seil zerrt. Nun versuchen Sie, den Abstand zwischen Fohlen und Altpferd immer größer werden zu lassen. Das Jungpferd soll lernen und verstehen, daß ihm nichts Schlimmes widerfährt, auch wenn der Stallgefährte nicht mehr direkt bei ihm ist. Am nächsten Tag versuchen Sie, das junge Pferd ohne Beisein des Altpferdes zu führen. Wenn es nach wenigen Metern nicht mehr weiter gehen will und auch ein Helfer mit der Gerte nichts erreicht, bleiben Sie ebenfalls stehen und warten ab. Das Fohlen darf dann weder fressen noch herum zappeln, aber auch nicht gestreichelt werden. Irgendwann wird es ihm langweilig und es ist bereit, mit Ihnen weiter zu gehen; nun können Sie es ausgiebig loben und mit Leckereien belohnen. Jetzt ist es soweit, daß es zum Handpferd ausgebildet werden kann.
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