| | | Aquarell der Autorin (30x40cm, 1992) |  |  |  |
| | | | | | G.S. mit ihrem Vollblüter Mienenspieler xx |  |  |  |
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12. Oktober 2008 Hallo Nora, eine Deiner Fragen bei unserem letzten Telefongespräch war: was bedeuten eigentlich die Formulierungen �durchs Genick treten, durchs Genick stellen, durchs Genick schieben'? Ich will Dir meine Erklärungen noch mal schriftlich wiederholen, denn von einmal Hören formt sich noch kein Bild. Aber alles, was Du lernen willst, muss zuerst als Bild von Deinem geistigen Auge abrufbar sein. Dein Pferd soll ja, wenn es nicht ohne jede Anlehnung mit hingegebenem Zügel geritten wird, am Zügel eine elastische Anlehnung suchen. Die treibenden Hilfen aktivieren die Hinterhand des Pferdes, deren Impuls wird über seinen Rücken, seinen Hals und über sein elastisch nachgebendes Genick zum Pferdemaul und von dort zur elastisch auffangenden Reiterhand geleitet, an der sich das Pferd �abstößt', unterstützt vom mehr oder weniger kurz gegenhaltenden �Kreuz' des Reiters (= gegenhaltende Aufrichtung des Reiterrückens, (tief Luft holen!) statt ziehender Zügel!). Wenn sich Dein Pferd an Deinem Kreuz, Deiner Hand bzw. vom Gebissstück abstößt, es kurz loslässt, um es sofort wieder leicht anzunehmen, desto deutlicher �tritt es durch das Genick' und lässt den von der Hinterhand ausgehenden nach vorne durchfließenden Schwung durch. (Durchlässigkeit) Das �durch das Genick Treten' bedeutet einfach ausgedrückt, dass das Genick des Pferdes dem Schwung nach vorne, der von der Schubkraft der Hinterhand ausgeht, keine �Sperre' entgegensetzt, sondern dem Schwung als Leitstelle freien Weg lässt und sich für einen Augenblick �selbst trägt' was sich zwar nicht sichtbar, aber für den Reiter fühlbar bemerkbar macht, weil die Anlehnung für einen kurzen Augenblick im Gespür der Reiterhand einen �Knick' bekommt, also unterbrochen wird, um danach umso feiner wieder spürbar zu werden. Das feine Spiel der Finger, vor allem des Ringfingers über die Zügel mit dem Pferdemaul, bei leicht geschlossener Reiterfaust, erlaubt es dem Reiter, die Anlehnung so leicht zu machen, dass das Pferd �sich selbst tragen' kann und die vermehrte Anlehnung nur noch in den Augenblicken sucht, in denen das gemeinsame Gleichgewicht droht gestört zu werden.
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