|  | | Espri im Alter von 22 Jahren |  |  |  |
Hengstaufzucht - Gestüt Hunnesrück Kinderstube der Celler Hengste von Marianne Schwöbel |
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Keck und munter galoppiert der kleine Hengst an der Seite seiner Mutter Eileen durch den Auslauf. Rolf Deecke, Hannoveranerzüchter aus Lachendorf bei Celle strahlt über das ganze Gesicht, ist doch dieser vielversprechende schwarzbraune Contendro / Espri Nachkomme so etwas wie ein kleines Jubiläum - er ist das 10. Hengstfohlen dieses Hofes, das im September seine Reise in das Hengstaufzucht-Gestüt Hunnesrück antreten wird.
In der Decksaison erhalten die Mitarbeiter auf den Deckstationen einen guten Überblick über den jeweiligen Fohlenjahrgang. Sie melden dem Landstallmeister Dr. Burchard Bade überdurchschnittliche Hengstfohlen.
Entsprechen sie im Hinblick auf Exterieur, Korrektheit, Bewegungsqualität und Typ den Anforderungen an ein hannoversches Reitpferd und verfügen noch dazu über ein erwünschtes Pedigree, wird man sich handelseinig.
In Zeiten schlechterer Marktlage ist der Festpreis des Landgestüts als durchaus lukrativ zu erachten und stützt die Zucht. Doch für viele Züchter, wie z. B. Rolf Deecke, ist es zudem eine Ehre, ein Akt der Verbundenheit mit dem Landgestüt, ein Fohlen dorthin zu verkaufen.
Mit seinen gut 2 Monaten ist der mit viel Aufsatz versehene bedeutende kleine Hengst, dem das Temperament nur so aus seinen großen leuchtenden Augen funkelt, ein echter "Hingucker". Man hat den Eindruck, dass er von seiner Qualität absolut überzeugt ist, wie einstmals sein Großvater Espri von Eiger I MV Diplomat (D - Linie >xxx Duellant), derzeit über die Gewinnsumme seiner Nachkommen erfolgreichster Celler Landbeschäler (1.201.445, 42 Euro).
Vor 22 Jahren erblickte auch Espri das Licht der Welt auf dem Hof in Lachendorf bei Familie Deecke, ebenfalls dort geboren ein weiterer Hunnesrücker, der 17 jährige Edinburgh v. Eiger I.
Noch im letzten Jahr konnte man den selbstbewußten, harten und leistungsbetonten Ausnahmehengst Espri aktiv über dem Sprung an der Seite seines bekannten Sohnes Escudo I und seiner hochveranlagten Großsöhne Embassy, El Bundy und dem Schimmel Etrusco, um nur die bekannteren zu nennen, sehen.
Zum Fototermin für diesen Artikel erwartete Espri mich auf seiner Deckstation in Dorum in seiner Box, auf Hochglanz gewienert. Eigentlich hatte ich einen seinem Alter entsprechend gemessen einher schreitenden und abgeklärten Althengst erwartet, doch weit gefehlt - der alte Herr hatte seine Augen und Ohren überall.
Er schäumte nur so über vor Lebensfreude, mein Problem, wenn ich nicht schnell genug abdrückte! Später in der Box war er Streicheleinheiten durchaus nicht abgeneigt. Besonders liebt er es, die Stirn und die Kinngrube gekrault zu bekommen.
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