 |  | | Reitunterricht: Abteilungsreiten |  |  |  |
Auf Reiterhöfen und im Verein Vom Naturerlebnis bis zum Kleinen Reitabzeichen von Merle Stürenburg
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Unsere Leidenschaft für Pferde machte vor nichts halt. Meine Schwester, meine Freundin Mara, die auch schon in Porta Westfalica gemeinsam mit uns Unterricht genommen hatte, und ich sammelten begeistert alles, was es rund ums Pferd zu sammeln gibt.
Auf sämtlichen Flohmärkten durchsuchten wir die Stände nach abgelegten Pferdeartikeln. Und was es da alles zu finden gab: Hufeisen, die in Form und Farbe ständig variierten (und man möchte ja von jedem eins haben), Poster, Aufkleber, Anhänger, Ketten und Ohrringe, Putzzeug, Halfter und Stricke, kleine Porzellanfiguren, Bücher und vielleicht sogar Reithosen oder Stiefel. Die Auflistung ließe sich beinahe endlos fortsetzen.
Den absoluten Höhepunkt bildete ein von Mara erstandener Sattel. Mit ihm konnten wir nun endlich die Steinbrüstung vor ihrem Haus einreiten. Wir verbrachten nämlich viel Zeit damit, auf imaginären Pferden zu reiten.
So veranstalteten wir zum Beispiel private Turniere im Garten. Jeder von uns mußte nicht nur eine Dressurprüfung ablegen, bei der wir die erlernten Bahnfiguren abritten, unsere Beine besonders hoch und kunstvoll schwangen und unseren Pferden gut zusprachen, sondern auch einen Parcours bewältigen, dessen Hindernisse unsere Sprungkraft forderten.
Oft gaben wir uns auch gegenseitig Unterricht. Der Lehrer in der Mitte durfte eine Peitsche halten und uns um sich herumscheuchen.
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