Einiges hat sich in den vergangenen Wochen getan, viel Tierleid und Untätigkeit der Behörden durften wir erleben.
Ein Pferdehändler macht in Brandenburg seit vielen Jahren durch mangelernährte und erkrankte Pferde auf sich aufmerksam. Bereits vor drei Jahren durften wir uns diesen Pferdehof einmal ansehen.
Eine alte Schweinemastanlage mit Pferdeboxen bestückt, Vogelkäfige mit vielen Exoten, Schweinegehege und Katzenkäfige befanden sich dort.
Schon vor Jahren fiel uns dieser Händler durch zweigeteilte Haltung seiner Pferde sehr negativ auf. Einen Stalltrakt führte er uns ungehindert vor, in diesem befanden sich die Verkaufspferde. Nicht gepflegt, nicht unbedingt rund und gesund aussehend, ihnen ging es aber scheinbar trotzdem recht gut.
Als wir in den anderen Stallbau sahen, stockte uns der Atem. Im Hochsommer, also zur besten Weidezeit standen dort viele Pferde in ihren dunklen Boxen, hochgradig abgemagert, einige mit ganz jungen Fohlen sahen uns klagend an.
Der Händler sah uns im Stalleingang stehen, wurde sofort unfreundlich und warf uns dort raus. Die Pferde seien alles Privatpferde und die Besitzer hätten Angst, Besucher können Seuchen einschleppen.....
Wir sagten nichts dazu, machten uns unsere Gedanken und beschlossen vermutlich alle gleichzeitig, diesen netten Herrn mit dem Veterinäramt zu konfrontieren.
Im Schweinegehege fanden wir dann unseren Schweini, völlig überteuert und mit falschen Angaben zum Alter und Nutzbarkeit wurde er uns angeboten.
Sein Zustand war sehr schlecht, daher haben wir ihn kurzerhand in unseren VW-Bus gehoben und mitgenommen. Die Schäden seiner Schweinehaltung sind noch heute sichtbar.
Lange Zeit versuchten wir vergeblich, gegen diesen Händler etwas zu erreichen. Ohne Erfolg!
In der vergangenen Woche erreichte uns erneut eine Anzeige gegen genau diesen Händler.
Nach Rücksprache mit dem zuständigen Veterinäramt fuhren wir persönlich zur Besichtigung dort hin.
| |