| Auszug aus dem aktuellen Hauptartikel › Abenteuer mit Günther: | | | Günther ist zwar ein Esel, aber sehr klug und sehr schnell - eine richtige Persönlichkeit | | | | | Hinweis der Redaktion: Dies ist ein weiterer Teil der Auszüge aus dem ersten Band über das Pferd Zivilist. Beide Bände liegen zwar in mehreren Sprachen vor, sind aber sämtlich vergriffen. Eine Neuauflage wird derzeit vorbereitet. Links zur Suche in antiquarischen Datenbanken finden Sie unter Quellen am Ende des Artikels. Der eigene Stall Obwohl die Entfernung zwischen Edlmanns Offenstall und unserer Hütte nur gering war, nahmen wir den Hänger mit, mit dem wir auch Günther transportiert hatten. Die jungen Edlmanns platzten geradezu vor Neugierde, und mit ihrem aufdringlichen Ausfragen bezüglich Zivilists neuem Zuhause machten sie mich richtig nervös. Deshalb hielt ich es auch für besser, mit Zivilist den Weg durch den Wald zu Fuß zu gehen. Unterwegs erzählte ich ihm von seinem neuen Gefährten Günther. "Weißt du, das ist ein Esel, so etwas kennst du noch gar nicht. Er ist ungefähr einen Meter groß, ist grau mit einem schwarzen Streifen auf dem Rücken. Er erinnert ein wenig an ein Pony, nur hat er größere Ohren", versuchte ich ihm alles zu erklären. Als wir an der Hütte ankamen, war die Sonne gerade untergegangen. Günther kam angelaufen und die beiden berochen sich. Zivilist graste gemütlich auf der Wiese, und ich überlegte mir verzweifelt, wie ich ihm wohl klarmachen könnte, daß wir jetzt nicht irgendeinen nächtlichen Ausflug machten, sondern daß die Hütte ein neues Zuhause sei. Ich war ratlos. ‘Wie stell’ ich das bloß an?’ fragte ich mich immer wieder. Aber der rettende Gedanke kam nicht. Bevor es ganz dunkel wurde, führte ich Zivilist in den Stall, wohin Günther schon vorgelaufen war. Für ihn war das Eingewöhnen wohl leichter, weil er schon den ganzen Nachmittag über Gelegenheit gehabt hatte, alles zu inspizieren. Zivilist schien verunsichert und suchte auffallend meine Nähe. Ich überlegte, ob ich nicht besser die erste Nacht bei ihm bleiben sollte, aber Heinz und Mike hielten das für überzogen und waren sich sicher, daß er sich zurechtfinden würde. Mit sehr gemischten Gefühlen verabschiedete ich mich von Zivilist, dem ich zuvor noch versprach, morgen ganz früh wiederzukommen. Doch kaum hatte ich mich umgedreht, wieherte er plötzlich ganz jämmerlich. Das war genau der Verzweiflungsschrei, den er immer dann losließ, wenn Friesi die Koppel verlassen hatte. Natürlich kehrte ich sofort um, versuchte ihn zu beruhigen: "Komm, Zivilist, sei nicht traurig. Und hab’ keine Angst, guck mal, Günther ist auch da. Schau, das ist deine neue Heimat, denn da, wo du früher warst, können wir nicht mehr bleiben." Er schien ruhiger, aber sobald ich Anstalten machte zu gehen, fing er an zu wiehern. Ich war völlig verunsichert und wäre am liebsten die Nacht über hiergeblieben, aber es war bereits November, da hätte ich mich schon vorbereiten müssen. "Auf, Crizzie, laß uns fahren", drängte Heinz, "vielleicht wiehert er ja auch nur, so lange du da bist. Er wird sich schon damit abfinden, und schließlich ist Günther ja auch noch da." › mehr ...
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