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| Ich weiß, in der heutigen Schneller-Besser-Höher-Gesellschaft sind schnelle Patentlösungen beliebt - doch sie sind weder zum Wohl der Menschen noch zum Wohl der Pferde. Erreicht wird entweder ein Funktionieren oder aber das komplette Abwenden/Widerstand des Pferdes.
Ich weiß, dass sich in dieser momentanen schnelllebigen Gesellschaft mit derartigen Tipps Geld verdienen lässt und dass man sich durch "Gefügigmachen der Pferde" beliebt machen kann, weil die Menschen Lösungen bekommen ohne sich tiefgründig Gedanken zu machen oder ganze Umstände verändern zu müssen.
Diese Tipps und Tricks tragen allerdings nicht dazu bei, dass Menschen verstehen, dass sie im Zusammensein mit Lebewesen (das gilt auch für zwischenmenschliche Beziehungen) Gefühl, Zeit und Kompromisse investieren müssen.
Bitte sehen Sie meine Kritik nicht als Angriff, sondern vielleicht als Anregung zum Nachdenken. Das würde ich mir wünschen und ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie meine Worte ernst nehmen würden.
Eines möchte ich nun zum Ende meines Briefes noch loswerden. Wie ich "Gleichberechtigung" definiere, haben Sie nämlich anscheinend nicht erkannt, bzw. Sie haben sich nicht die Mühe gemacht, meine Texte zu lesen. Über Rechte und Pflichten in der Partnerschaft und Führungsqualitäten habe ich z.B. im Jahr 2005 diesen Text verfasst:
» "Dominanz & Co." Meine Beobachtungen über natürliches Verhalten in der Pferdeherde .
Wie ich den Menschen helfen möchte, sich selbst besser kennen zu lernen und zu beobachten können Sie hier erfahren:
» Wege zur Selbsterkenntnis - Das ist eine komplexe Übung, die ich mich viel Mühe und Bedacht zusammengestellt habe. Vielleicht hilft sie Ihnen auch, sich ein Stück weit über Ihre Handlungsmotive klar zu werden.
Bevor ich meinen Brief abschließe möchte ich noch auf eine Sache eingehen: Sie beschreiben in "AA" viele Grundsätze Altklassischer Reitmeister. Ich bin begeisterter Anhänger diverser Altmeister, weil diese Menschen es verstanden, die Pferde in ihrer Würde und in ihrem Ausdruck zu fördern. Sie nutzten spielerische Aggression und Imponierverhalten der Pferde für versammelnde Lektionen und Lektionen der Hohen Schule. Die Pferde gewannen durch diese Übungen und mit HILFE ihrer Menschen an Selbstvertrauen, Körpergefühl, Ausstrahlung und Würde.
Wenn Sie, lieber Herr ZZ, Anhänger der Altklassischen Meister sind, wie können Sie sich dann zu "Tipps und Tricks" herablassen, die das Pferd in seiner Würde kränken und es zum "Automat" degradieren.
Ich würde mich freuen, wenn Sie derartige Tipps in Zukunft unterlassen würden - zum Wohle der Pferde und zum besseren Verständnis zwischen Mensch und Pferd.
Viele liebe Grüße! - volle Adresse, E-Mail-Adresse und Internetpräsenz -
Nachträgliche Anmerkung: soeben habe ich die Dezember Ausgabe der XX erhalten. Herr ZZ schreibt diesmal am Anfang seines "Tipps", es sollten erst alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen werde sowie die Ausrüstung des Pferdes solle überprüft werden.
Zeigen meine kritischen Worte also doch Wirkung!? :-)
Quellen / Verweise
Abbildungen
› Karin Rupprecht
Ursprünglich erschienen als "Auszug aus meinem Tagebuch" auf » Mein Pferdetraum
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