Ich habe Dir die einzelnen Bahnfiguren noch mal aufgezeichnet, obwohl Du sie sicher als Abbildung schon häufiger gesehen hast. Aber gerade bei den Hufschlagfiguren ist es nicht ganz leicht, ‚auf den Punkt' zu reiten. Schau Dir zum Beispiel bei den Schlangenlinien an der langen Seite sowie auch durch die Bahn mal genau die Einteilung an, wo sie beginnen und wo sie enden. Bei den SCHLANGENLINIEN DURCH DIE BAHN, die auch noch weitere oder weniger Bogen haben können, ist die Einteilung wichtig und man soll sich vorher darüber im Klaren sein, wie man sie einteilen muss. Nur irgendwelche Bogen hin und her zu reiten genügt nicht. Früher wurden die Schlangenlinien durch die Bahn, wie Du auf meiner Zeichnung siehst, in einer etwas anderen Form geritten, die mir persönlich auch besser gefiel, weil die Linie der Bogen schwingender ist und mehr dem Tänzerischen entspricht. Bei heutigen Dressurprüfungen mit der ‚strengeren' Form der Bogen ist es aber für die Richter aufschlussreicher, das Können des Reiters zu bewerten, weil sich jeweils an einen Bogen wieder eine Gerade anschließt und daher leichter zu beobachten ist, ob die Linienführung korrekt ist. Bei den schwingenden Bogen kannst Du Dich leichter aus der Exaktheit mogeln. BEIM WECHSELN DURCH DEN ZIRKEL scheinen viele Reiter nicht zu wissen, dass es zwei halbe Volten zu reiten gilt, die um eine gedachte Gerade zwischen den beiden Zirkelpunkten an der langen Seite schwingen und auch genau an einem Zirkelpunkt mit der ersten halben Volte beginnen und am gegenüberliegenden Zirkelpunkt mit der zweiten halben Volte enden. Der eigentliche Wechselpunkt liegt auf dieser gedachten Geraden wo sie mit der Mittellinie zusammenfällt. An diesem Wechselpunkt soll man darauf achten, das Pferd nicht abrupt von einer Stellung und Biegung in die andere zu ziehen, sondern auch hier schwingend über ein kurzes Geradeaus in die andere Richtung zu wechseln. Das Gleiche gilt für das WECHSELN AUS DEM ZIRKEL. VOLTEN UND AUS DER ECKE KEHRT (Kehrtvolten) gehören auch zum Programm.
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