| | | Die Autorin und OSTERPOST xx beim bergauf Klettern |  |  |  |
| | | | | Perfekter Sitz beim Sprung über ein Gatter. Oberleutnant Max Habel 1939 mit LEOPARD |  |  |  |
| | | | | Osterpost und die Autorin beim Absprung vom Wall |  |  |  |
| Wichtiger als das Springen finde ich das Üben von bergauf- und bergab Reiten, das (nicht ganz ungefährliche) Queren von Schräghängen, das Klettern oder den Sprung auf einen Wall und von einem Wall herunter, das Durchqueren von Wasser - angefangen bei der Pfütze - kurz die Ausbildung von Geschicklichkeit und Trittsicherheit und Gehorsam eines Pferdes im Gelände. Wenn sich Dir also bei Ritten in Wald und Feld eine entsprechende Gelegenheit bietet, dann nimm sie wahr, aber bitte vorläufig nie, wenn Du alleine reitest! Dazu noch ein wichtiger Rat: verwende bei Geländeritten zunächst einen Halsriemen bei Deinem Pferd. Das kann beispielsweise ein ausgedienter Steigbügel-Riemen sein, dessen Leder nicht mehr so hart ist. Gerade auch beim steilen bergauf Reiten wird man im Sattel stark nach hinten gezogen und gerät leicht in Versuchung, sich mit den Zügeln zu halten, wenn man dazu keinen Halsriemen hat. Manche Pferd versuchen auch, das Bergauf in großen Sätzen zu überwinden, ich bin dabei fast schon einmal nach hinten vom Pferd gerutscht und habe meinem Pferd sicher mit den Zügeln als Rettung wehgetan. Bergab zu reiten empfand ich immer als angenehmer. Aber auf langen Strecken bergab saß ich, je nach glattem oder griffigem Boden, auch oft ab, zum Beispiel auf glatter, harter Straße. Auch hier fällt mir wieder ein bekannter Spruch ein: BERGAUF TREIB MICH NICHT, BERGAB REIT MICH NICHT, IN DER EBENE SCHON MICH NICHT. Nimm's aber nicht allzu wörtlich. WAS MUSS DER REITER BEIM ÜBERWINDEN VON LEICHTEN SPRÜNGEN BEACHTEN UND KÖNNEN? Er muss vor allem als Reiter so weit geschult sein, dass er im Trab und vor allem im Galopp sicher und ausbalanciert sitzt, auch wenn das Pferd durch Unregelmäßigkeiten am Boden aus dem Takt und/oder aus der Spur gerät. Er muss sein Pferd so beherrschen, dass er in der Lage ist, dessen Tempo zu regulieren, es in der Spur zu halten, es nicht durch Festhalten am Zügel oder durch ‚fliegende' Beine im Sprung zu stören und es nach der Landung zunächst geradeaus zu halten. Er muss den leichten Sitz beherrschen um die nötige Rückenwölbung, die ‚Bascule' seines Pferdes im Sprung zuzulassen und muss auch gelernt haben, schon bei der Landung wieder Kontakt zum Sattel zu finden. DER LEICHTE SITZ Der leichte Sitz, bei dem die Bügellänge um zwei bis drei Loch gekürzt wird, kann mal mehr, mal weniger entlastend angewandt werden; wie weit man mit dem Allerwertesten aus dem Sattel geht, bestimmt die jeweilige Situation. Es ist wichtig, dass Du jetzt häufig und auch über längere Distanz den leichten Sitz übst, denn er ist zu Anfang schon ein wenig anstrengend. Beim Absprung des Pferdes vor einem Hindernis ist der Oberkörper des Reiters aus den Hüften heraus nachgebend leicht vornüber geneigt, während der Flugphase dann deutlicher, so dass sich der Pferderücken unbeeinträchtigt aufwölben kann. Die Hände müssen mit dem Strecken des Pferdehalses mitgehen, um das Pferd nicht im Maul zu stören. Bei der Landung richtet sich der Reiter wieder mehr auf, fällt nicht nach vorne und lässt sich nicht hinter die Bewegung ziehen. Der Oberkörper des Reiters bleibt im Sprung gerade, ist also nicht bucklig, wie Du es auf dem Bild von mir und OSTERPOST beim Absprung von einem Wall siehst. Die Unterschenkel dürfen im Sprung nicht zurückfliegen, sondern müssen mit flacher Wade und nach unten federndem Fersengelenk am Gurt bleiben. Das Knie liegt, im Gegensatz zum Dressurreiten, abstützend fest an und die Bügel werden etwas weiter unter die Fußsohle genommen. Knie, Waden und Bügel sichern die Stabilität des leichten Sitzes. Der Blick des Reiters geht immer über das Pferd weg nach vorne! Beim jungen, lernenden Pferd ist die Stimme zusätzlich eine wichtige Hilfe, ansonsten sind die Hilfen die gleichen wie beim Reiten allgemein. Eine leichte Verbindung von der Hand zum Pferdemaul bleibt auch beim Springen bestehen, jedoch keine Beizäumung! Das Pferd braucht besonders beim Springen seinen Hals als Balancierstange! Wenn Du also sicher sein kannst, dass KORALLE ohne Aufregung und ohne zu zögern an der Longe über das vorgesetzte Cavaletti trabt und dann über die +/- 50 Zentimeter springt, dann setz Dich zum Schluss auf Dein Pferd und mach das mit ihm gemeinsam. (Aber bitte nicht ohne eine weitere Person in der Bahn, falls etwas schief geht). Entscheidend ist dabei Dein eigener Wille. Denke beim Anreiten vor dem Sprung an den Spruch: WIRF DEIN HERZ HINÜBER UND SPRING IHM NACH! Macht's gut, Ihr beiden!
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